Swiss Security Day

07. März 2012 10:38; Akt: 07.03.2012 14:25 Print

Die Angst vor Cyberkriminellen wächst

Die Furcht vor Viren nimmt ab. Ebenso die Sicherheitsbedenken gegenüber E-Banking und Online-Shopping. Dafür steigt die Angst vor Internet-Ganoven. Dies zeigt eine aktuelle Umfrage zum Thema Computersicherheit.

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Virenbefall wird nach wie vor als grösstes Computer-Problem gesehen. Die Furcht vor Datenverlust und Identitätsdiebstahl nimmt zu. (Bild: InfoSurance/Hochschule Luzern)

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Fürchten Sie sich vor Computer-Viren? Lassen Sie die Hände vom Online-Shopping, weil Sie Ihre Kreditkarte nicht «dubiosen» Webseiten überlassen wollen? Verzichten Sie auf E-Banking, weil Sie der Technik nicht trauen? Sie stehen mit Ihren Vorbehalten nicht alleine da, wie eine Umfrage zum Thema Computersicherheit der Hochschule Luzern, der «Coopzeitung» und des Vereins InfoSurance zeigt.

Aus der aktuellen Umfrage geht hervor, dass sich Herr und Frau Schweizer gerne und oft im Internet aufhalten. Insgesamt fühlen sich 85 Prozent der Befragten genügend sicher bis sicher in der virtuellen Welt. Ein Drittel verzichtet jedoch wegen Sicherheitsbedenken, oder weil es zu kompliziert ist, auf E-Banking. Immerhin: Im Vergleich zum Vorjahr ist das Vertrauen in das E-Banking um rund zehn Prozentpunkte gestiegen.

Konstant ist das Vertrauen bei Online-Einkäufen. Gut die Hälfte der Befragten erledigte Einkäufe übers Internet (+1 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Gingen 2010 nur 19 Prozent ohne Sicherheitsbedenken online auf Shoppingtour, so stieg das Vertrauen beim Interneteinkauf im vergangenen Jahr auf 26 Prozent.

Angst vor Cyberkriminellen wächst

Während im Vergleich zum Vorjahr weniger Umfrageteilnehmer konkrete Probleme mit Viren beklagten, fühlen sich dafür mehr PC-Nutzer durch einen möglichen Datenverlust oder einen Identitätsdiebstahl durch Cyberkriminelle bedroht. Dass die genannten Bedrohungen nicht nur gefühlt, sondern auch Realität sind, zeigen die folgenden Zahlen: Obwohl 33 Prozent wöchentlich und öfters sowie 51 Prozent monatlich oder jährlich ihre Daten mittels Backup sichern, musste jeder zehnte Befragte einen Datenverlust hinnehmen. 16 Prozent der Umfrageteilnehmer sicherten ihre Daten gar nicht.

Kostenlose PC-Kurse

Wie die Umfrage im Weiteren zeigte, werden grundlegende Sicherheitsmassnahmen nach wie vor auf die leichte Schulter genommen. Am heutigen Mittwoch findet daher zum 7. Mal der Swiss Security Day statt. Der Bund und die Privatwirtschaft machen gemeinsam auf die Gefahren im Internet, beim E-Banking und in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Google+ aufmerksam. Mit verschiedenen Informationskampagnen und kostenlosen Computer-Sicherheits-Kursen wollen der Verein Info Surance und 40 Partnern die Bevölkerung für die vielfältigen Gefahren in der Online-Welt sensibilisieren.

Verschiedene Hochschulen sowie die Migros Klubschule werden in der Zeit vom 8. März bis zum 26. April dieses Jahres in Basel, Bern, Burgdorf, Luzern, Horw, Sursee, Winterthur, Freiburg und Manno (TI) kostenlose PC-Kurse anbieten. Das Thema: «Fünf Schritte für Ihre Computersicherheit». Im zweistündigen theoretischen und praktischen Ausbildungsblock würden die Teilnehmenden alles zum sicheren Umgang mit dem Computer und dem Internet erfahren.

Weitere Informationen: Richtiger Umgang mit Social Networks

(owi)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Applejack am 08.03.2012 05:24 Report Diesen Beitrag melden

    Cyber???

    Das das Wort "Cyber" noch verwendet wird verwundert mich, ich dachte die 90'er Jahre sind vorbei.

  • R. M. am 07.03.2012 20:35 Report Diesen Beitrag melden

    E-Banking ist relativ sicher

    Bei E-Banking habe ich wenig bedenken. Zumal es 1. unwahrscheinlich ist dass meine SMS mit dem Login Code abgefangen werden und weil 2. bei einem möglichen Hijack meines PC's Zahlungen an eine, nicht von mir schon benutzten Kontonr. auch via SMS spetätigt werden müssen. Dass es nicht unmöglich ist ist mir auch klar, jedoch halte ich es mittlerweilen für wahrscheindlicher dass ich an einen manipulierten Bankomaten gerate oder gar eins auf den Schädel kriege nachdem ich Geld bezogen habe... ;-) Und fürs Shopping im Netz gibts ja PrePaid Mastercards... :-D

  • Urs Schöner am 07.03.2012 11:53 Report Diesen Beitrag melden

    Angst

    Totale Internetkontrolle, davor habe ich weit mehr angst. Oder will da jemand eine nicht vorhandene Angst kreieren?

  • L.B. am 07.03.2012 11:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sogar die CIA wird gehackt

    Das Internet ist eine geniale sache, jeder benutzt es aber nur wenige kennen sich wirklich aus. Es ist immer ein Risikofaktor wichtige Daten an dritte weiterzuleiten. Daher meine Meinung: Auf Online Banking verzichten. Die Schweiz ist klein und an jeder Ecke ist eine Bank. Auserdem wird es auch problematisch wenn man Autos, Strom buw. Licht, Türentriegelungen etc. Mit WiFi versieht da es so erst möglich macht, von überall her andere Leute zu kontrollieren bzw. Sabotieren. Ich finde Bluetooth wäre besser geeignet, ( da man dafür in Reichweite sein muss ). Auch mit den Cloud's würde ich aufpasse

    • crypt(name) am 07.03.2012 18:31 Report Diesen Beitrag melden

      Wifi = auch begrenzt

      Auch die reichweite des wlan ist begrenzt. Falls man Türverriegelung, Licht etc. über wlan steuert, so muss der Router nicht mit dem I-Net verbunden sein und kann somit auch nur vor Ort gesteuert werden. Leider werden so Sachen (allgemein Wlan) oftmals von unfachmännischen Personen eingerichtet und sind somit crackbar. Soll mal einer versuchen in mein Netz einzubrechen.. Viel Spass!

    • Normaler Nutzer am 07.03.2012 19:34 Report Diesen Beitrag melden

      Na klar...

      Dann würde ich aber auch auf's Autofahren verzichten, könnte ja auch einen Unfall geben... Wer sollte sich die Mühe machen, bei mir zu Hause via WiFi elektronisch einzubrechen um meine Ferien-Fotos und meine eBook-Sammlung zu stehlen? Und mit ein paar einfachen Handgriffen ist auch das eBanking ausreichend vor Unfug geschützt. Aber klar, wer die vorhandenen Techniken nicht nutzen will soll eben immer noch auf die Bank laufen um Bargeld zu holen und dann zur Post rüber laufen um die Einzahlungen zu tätigen...

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  • Mike am 07.03.2012 11:34 Report Diesen Beitrag melden

    Backups

    finde es toll wie viele leute backups machen, ich bin in der IT branche tätig. nur leider liegt das backup meistens neben dem rechner und ist angeschlossen, somit macht es nicht wirklich sinn ein backup zu machen. zumindest sollte man das backup nicht im selben raum aufbewahren falls es mal brennt oder eingebrochen wird.

    • Mario am 09.03.2012 05:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Backup auf Partition D:/

      Immerhin ein Backup auf externes Medium! Arbeite auch in der IT und wurde schon zu Kunden gerufen um den PC von ein Backup wiederherzustellen. Nur Blöd sind die täglichen "Backup's" auf der selben HDD auf einer zweiten Partition abgelegt worden. Eben diese hat aber den Geist aufgegeben. Dieser Kunde hat jetzt ein RAID Verbund...

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