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21. Dezember 2006 11:47; Akt: 21.12.2006 12:55 Print
Die Landkarte der Perversionen
Mit dem Service Google Trends können erstmals die Abgründe der menschlichen Fantasie ausgeleuchtet werden. Und die sind durchaus kulturspezifisch.
Mit dem Dienst Google Trends lässt sich darstellen, welche Regionen auf dem Erdball am häufigsten nach bestimmten Begriffen suchen. Zugegeben: Ein Schelm, der Schlechtes dabei denkt. Aber stellt man sich einmal vor, dass viele Internetnutzer sich völlig unbeobachtet wähnen, wenn sie abends vor dem Computerschirm sitzen, und ihrer Fantasie ungehemmt freien Lauf lassen, wenn sie Suchbegriffe in Google eintippen, kommt man schnell auf die Idee, die Weltkarte nach Perversionen und Obszönitäten abzuklopfen.
Bring out the gimp: Bruce Willis in misslicher Lage (Pulp Fiction).
Und dabei tritt ganz Erstaunliches zu Tage. Zum Beispiel bei der Frage nach übertriebener Tierliebe. Wer hätte das gedacht?
Suchbegriff «Animal Sex»
1. Pakistan
2. Algerien
3. Marokko
4. Serbien-Montenegro
5. Indien
Wer mag Menschenfleisch? Spontan würden wir vermuten: Am ehesten die Deutschen. Falsch.
Suchbegriff «Cannibalism»
1. Philippinen
2. Südafrika
3. Neuseeland
4. Australien
5. USA
Verschiedene Fälle von Entführungen sind dieses Jahr in die Medien geraten. Der spektakulärste war sicherlich derjenige der Wienerin Natascha Kampusch. Daraus zu schliessen, dass Österreicher eine besondere Affinität dazu haben, wäre aber falsch:
Suchbegriff: «Sex Slave»
1. Südkorea
2. Tschechische Republik
3. Norwegen
4. Ägypten
5. Slowenien
Auch bei der Suche nach «Vergewaltigung» führen nicht etwa Schweizer.
Suchbegriff: «Rape»
1. Bangladesch
2. Pakistan
3. Sri Lanka
4. Indien
5. Malaysia
In der Türkei hat die Erkenntnis, dass das Land führend ist bei der Google-Suche nach Kinderpornographie, eine kleine Staatskrise ausgelöst (20Minuten.ch berichtete). Man will sich dem Problem nun vermehrt widmen.
























