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30. Januar 2007 22:31; Akt: 31.01.2007 14:02 Print
Web-TV laut Billag gebührenpflichtig
Internetfernsehen boomt: Die Firma Zattoo hat die Zahl der Sender massiv ausgebaut und verfügt bereits über 100 000 User. Diese müssten Billag-Gebühren bezahlen – sind sich dessen aber nicht bewusst.
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http://zattoo.com/index
Zattoo hat ihr Angebot letzte Woche um 13 auf mehr als 40 Kanäle ausgebaut. Neu dabei sind sechs italienische, sechs französische und ein österreichischer Sender. Immer mehr Schweizer nutzen die kostenlose Möglichkeit des Web-TVs, das auf dem so genannten Peer-to-Peer-Netzwerk – ähnlich den umstrittenen Tauschbörsen Napster und Co. – basiert: «Wir haben bereits rund 100000 User», freut sich Zattoo-Marketing-Chef Francesco Vass.
Die Möglichkeit, SF-Sendungen als Podcasts herunterzuladen, wird rege genutzt.(Bild: Keystone)
SF-Angebote im Internet
Auch das Schweizer Fernsehen (SF) investiert weiter ins Internetfernsehen: Ab kommendem 12. Februar können Windows-Vista-Besitzer vorerst acht SF-Info-Sendungen zu einem selbst gewählten Zeitpunkt und beliebig oft anschauen. Besonders gemütlich: Verbindet man den Computer mit dem TV, kann man die Formate bequem auf dem Sofa sitzend im Fernsehen konsumieren. Auch die Möglichkeit, Programme via Podcast auf den Computer zu laden und anschliessend auf einem MP3-Player anzuschauen, wird laut SF-Sprecher Urs Durrer rege genutzt.
(nm)
«Da man sich bei Zattoo registrieren muss, um Programme zu empfangen, dürfte diese Registrierung einem Abonnement gleichkommen», so der Sprecher der Fernsehgebühreneintreiberin Billag, Jonny Kopp. Zattoo-User müssten folglich Gebühren entrichten. «Nichts da», kontert Vass. Das Bundesamt für Kommunikation habe ihm mitgeteilt, dass die Nutzung gebührenfrei sei.
Gebührenpflicht hin oder her, die Billag kontrolliert die User vorerst nicht: «Bis das revidierte Radio- und Fernsehgesetz in Kraft tritt, stehen wir betreffend Empfang via Internet quasi Gewehr bei Fuss», so Kopp.
Nico Menzato
























