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Real time Search
19. März 2010 08:32; Akt: 21.03.2010 18:24 Print
Google gibt Gas
von Henning Steier - Als erster Anbieter wird der Marktführer in Kürze seine Echtzeit-Suche in die Schweiz bringen. Sie liefert unter anderem Treffer von Twitter und Facebook. Mit einem Trick kann man sie schon heute nutzen.

Googles Echtzeit-Suche lässt sich in der Schweizer Version mit einem Trick schon jetzt nutzen.
Schicksale schweissen die Menschen nicht nur in der realen, sondern auch in der virtuellen Welt zusammen: Wenn ein Pilot auf dem Hudson River in New York notlandet oder ein Schüler in Winnenden 17 Menschen und sich selbst erschiesst, sind die neuesten Entwicklungen oftmals auf Seiten wie Twitter und Facebook zu finden. Ungefiltert und damit ungeprüft, dafür aber nahezu ohne zeitliche Verzögerung erreichen sie ihr Publikum. Wer Tweets und Status Updates für die Web-Öffentlichkeit freigibt, dessen Beiträge werden mittlerweile von Suchmaschinen gefunden und sind damit von jedem Surfer lesbar - ein Grund mehr, sich genau zu überlegen, wie viel man von sich im preisgeben möchte.
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Wie Dylan Casey, Senior Product Manager bei Google, gestern in einer Telefonkonferenz mit Journalisten ankündigte, könnten sich ab heute auch Europas Nutzer unter anderem Beiträge von Twitter, FriendFeed und Facebook anzeigen lassen - sowohl über die
Anfang Dezember in den USA gestartet
Im Dezember hatte Google begonnen, Surfern in den Vereinigten Staaten unter anderem Treffer von Twitter, FriendFeed und Jaiku anzuzeigen, wenn sie unter Optionen den Button «Updates» anklicken. Die Suchmaschine zeigte immer mehr US-Nutzern bereits seit Ende Februar auch Updates von Facebook Pages an. Diese werden beispielsweise von Unternehmen oder Prominenten genutzt. Voraussetzung für eine Aufnahme in Googles Index ist, dass die Facebook-Seiten jeweils mehr als 5000 Fans haben. Konkurrent bing hat allerdings auch schon Statusmeldungen privater Nutzer in seinen Index aufgenommen, sofern sie diese freigegeben haben. Allerdings werden sie noch nicht angezeigt. Wie 20 Minuten Online berichtete, berücksichtigt Google seit kurzem als erster Suchmaschinenanbieter Fotos, Blog-Posts und Statusmeldungen von MySpace-Usern. Wann die Echtzeit-Suchen von Yahoo und bing hierzulande verfügbar sein werden, ist noch unklar. Yahoo hat im Dezember begonnen, seinen Usern in den USA Twitter-Treffer zu präsentieren. Wie viel die Suchmaschinenbetreiber Unternehmen wie Twitter und Facebook für die Aufnahme der Nutzerbeiträge bezahlen müssen, ist nicht bekannt.
PuSH-Feeds für Webseitenmacher
Anfang März hatte Dylan Casey auf dem
Laut Danny Sullivan, Macher der Search Marketing Expo, sollte Google allerdings einen äusserst leistungsfähigen Spam-Filter verwenden, denn wenn die Inhalte nahezu in Echtzeit in den Index aufgenommen werden, dürfte dies viele Spammer anziehen. Weil PubSubHubbub ein offenes Protokoll ist, könnten die Feeds auch von Konkurrenten wie Microsofts Suchmaschine bing oder Yahoo genutzt werden. Wann Google PubSubHubbub für die Websuche starten wird, ist noch nicht bekannt. Google nutzt es bereits in seinem RSS-Angebot FeedBurner, im Google Reader, in der Blogplattform Blogger sowie für Google Alerts.
Gemeinsamer Angriff auf Google
Die Kartellwächter der USA und der EU hatten Mitte Februar ein Abkommen von Microsoft und Yahoo gebilligt. Mit ihrer Allianz rücken Microsoft und Yahoo an Marktführer Google heran, können diesen bislang aber nicht überholen. Laut den Analysten von NetApplications verzeichnete Google im Februar weltweit knapp 86 Prozent aller Suchanfragen, Yahoo folgte mit etwa sechs bing kam auf rund drei Prozent. Die für zehn Jahre vereinbarte Partnerschaft der bisherigen Konkurrenten sieht vor, dass Yahoo die Microsoft-Suchmaschine bing einführt. Yahoo erhält 88 Prozent der Einnahmen, die auf den eigenen Seiten aus der Werbung mit Suchanfragen bei bing erzielt werden. Dafür wird nur noch Yahoo den wichtigsten Kunden der beiden Firmen Suchmaschinen-Anzeigen verkaufen.


























