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26. Mai 2008 14:16; Akt: 26.05.2008 14:43 Print
Was sucht Kuoni eigentlich in Second Life?
von Manuel Bühlmann - Vor einem Jahr war Second Life in aller Munde. Firmen versuchten den Hype zu nutzen und bauten sich in der virtuellen Welt Niederlassungen. Doch der Erfolg blieb aus. Trotzdem versucht es nun auch Kuoni.
Der Medienrummel um Second Life war in den vergangenen Jahren enorm. Wer sich nicht ein digitales Alter Ego erstellt hatte, zählte zu den Aussenseitern - das zumindest versuchten uns unzählige Marketingabteilungen einzureden. Second Life galt als besonders hip und von diesem Image wollten auch Firmen profitieren. Es verging kaum eine Woche, ohne dass irgend ein Konzern für teures Geld eine virtuelle Niederlassung eröffnete und dies aller Welt kund tat.
Inzwischen scheint aber Ernüchterung eingekehrt zu sein. Firmen wie Mercedes-Benz, Adidas und die Deutsche Post haben ihre virtuellen Pforten geschlossen und ihr Engagement stillschweigend beendet. Nichts desto trotz eröffnete der Reiseunternehmer Kuoni am 10. April 2008 mit der Insel «Inouk» (rückwärts Kuoni) den grössten kommerziellen Second Life Auftritt der Schweiz. Was Kuoni sich vom späten Auftritt in der virtuellen Welt erhofft, erklärt Mediensprecher Peter Brun gegenüber 20 Minuten Online wie folgt: «Viele Firmen, die in Second Life anwesend waren, suchten den kommerziellen Erfolg. Wir verfolgen jedoch ein ganz anderes Business-Modell.» Es gehe in erster Linie darum zu erkennen, wie die Kommunikation innerhalb von Communities funktioniere: «Wir sehen das Ganze als Experiment und der finanzielle Erfolg ist für uns nicht relevant», erläutert Brun und ergänzt: «Wir wollen Trends schnell erkennen, um die gewonnenen Erkenntnisse frühzeitig in künftige Projekte einfliessen zu lassen, die auf ganz anderen Plattformen angesiedelt sein könnten.»
Der Zeitpunkt, jetzt noch in Second Life eine Präsenz zu schalten, ist aus der Perspektive des Reiseunternehmens richtig gewählt: «Kuoni befindet sich in einem Wandlungsprozess. Wir richten unseren Unternehmensauftritt viel moderner aus und wollen als Reiseunternehmer von einem überholten und angestaubten Image wegkommen. Die Analyse der gewonnenen Erkenntnisse aus «Inouk» kann uns dabei auch helfen», so Brun.
























