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13. August 2008 23:05; Akt: 13.08.2008 23:59 Print
Europäische Union plant digitale Mega-Bibliothek
Die «Mona Lisa» bestaunen, ohne am Louvre Schlange stehen zu müssen? Mit dem Jahrhundertprojekt Europeana soll das schon bald möglich werden.
Die von der Europäischen Union geplante europäische digitale Bibliothek könnte bereits im kommenden Herbst Wirklichkeit werden. Mit ihr will die EU die kulturelle Vielfalt Europas in Büchern, Musik, Bildern, Fotos und Filmen für alle Bürger über ein einziges Online-Portal per Mausklick zugänglich machen.
Europeana: Europas Kunst und Kultur im Internet. (Keystone)
«Die Digitalisierung von Kulturwerken kann den Europäern Zugang zu den Beständen ausländischer Museen, Bibliotheken und Archive geben, ohne dass sie sich dazu auf Reisen begeben oder in Hunderten von Seiten nach der gewünschten Information blättern müssen», heisst es von Seiten der EU-Kommission. So werde beispielsweise ein tschechischer Student in Werken der British Library blättern können, ohne dazu nach London reisen zu müssen, oder ein irischer Kunstliebhaber die «Mona Lisa» bewundern können, ohne vor dem Louvre in Paris Schlange zu stehen.
Allerdings ist bislang nur ein Prozent der europäischen Kulturwerke digitalisiert. Trotzdem möchte Viviane Reding, EU-Kommissarin im Bereich Informationsgesellschaft und Medien, erreichen, dass die Europeana-Bibliothek mit vielfältigen Inhalten noch vor Jahresende eröffnet wird.
Um die Mitgliedsstaaten bei der Online-Bereitstellung ihrer wertvollen Kunstschätze zu unterstützen, will die Kommission bis 2010 rund 119 Mio. Euro investieren.
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