USA

02. Februar 2011 16:42; Akt: 02.02.2011 16:56 Print

«Schwarze mögen Blackberrys»

Marktforscher der US-Firma Nielsen haben zu fast allem eine Statistik. Zum Beispiel die populärsten Smartphone-Betriebssysteme – gemäss ethnischer Herkunft der Besitzer.

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Welche US-Bevölkerungsgruppe nutzt welches mobile Betriebssystem? Statistik der Firma Nielsen aus dem vierten Quartal 2010. (Quelle: Nielsen.com)

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Auf dem firmeneigenen Blog präsentiert ein Senior Manager des Marktforschungsunternehmens Nielsen ungewohnte Erkenntnisse zur Smartphone-Nutzung in den USA. Dabei stehen die verschiedenen Bevölkerungsgruppen und ihre Handys im Fokus. Erfasst wurden die drei populärsten mobilen Betriebssysteme: das von Google entwickelte Android, das aus der Businesswelt bekannte BlackBerry des Herstellers Research in Motion (RIM) sowie Apples iOS.

Asiaten bevorzugen iPhone

Bei den Asiaten (sowie Menschen aus dem Pazifikraum) ist laut Nielsen das iPhone Spitze. Mehr als jeder dritte asiatische Smartphone-User besitzt ein Gerät, das mit Apples iOS läuft. Auffallend ist auch die Dominanz der Blackberrys bei der afroamerikanischen Bevölkerungsgruppe: Fast jeder dritte Schwarze nutzt demnach ein Blackberry, das iPhone kommt auf einen Marktanteil von lediglich 15 Prozent. Bei den Weissen und bei den Hispanos sind die Präferenzen weniger deutlich: Je 29 Prozent nutzen ein iPhone, 27 Prozent ein Blackberry. Das Android-Betriebssystem kommt bei allen Bevölkerungsgruppen auf mindestens 25 Prozent – ausser bei den Asiaten.

Wieder an der Börse

Das Marktforschungsunternehmen Nielsen wird seit letzter Woche wieder an der Börse in New York gehandelt – nach fünfjähriger Abstinenz. Das globale Geschäft mit den Medienstatistiken scheint zu florieren, mittlerweile werden in über 100 Ländern Marketing- und Verbraucherinformationen an Abnehmer aus Wirtschaft und Politik verkauft.

Anmerkung: Ziemlich peinlich für die Statistik-Fachleute von Nielsen sind zwei (Rundungs-)Fehler in der Grafik, die die Bevölkerungsgruppen Hispanic sowie Asiatic/Pacific Islander betreffen. Zusammengezählt ergibt sich jeweils ein Wert von 101 Prozent.

(dsc)