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Budget-Poppen
20. Juni 2011 21:00; Akt: 21.06.2011 07:43 Print
Billig-Sex-Portal kopiert DeinDeal
Zwei Pizzas zum Preis von einer: Das simple Prinzip, das hinter dem Mengenrabatt steckt, soll jetzt auch dem Sex-Milieu zu neuen Höhepunkten verhelfen.
Das Geschäft mit den Online-Schnäppchen boomt. Da erstaunt es wenig, dass auch das horizontale Gewerbe auf den Geschmack gekommen ist und ein Stück vom Kuchen abkriegen will. So ist vor wenigen Tagen die Website sexdeal.ch an den Start gegangen. Im aktuellen Deal bewirbt das Tropical Spa in Altendorf seine Dienste. Das Etablissement beschreibt sich auf der eigenen Website als Sauna- und Freizeitclub.
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Im Sexdeal-Preis von 87 Franken ist der Eintritt, 15 Minuten Vergnügen und eine Flasche Prosecco inbegriffen. Im Angebot ist zu lesen, dass dafür normalerweise 174 Franken verrechnet werden. Dieser Preis setze sich zusammen aus 99 Franken für «Eintritt und Vergnügen» und einer Flasche Prosecco für 75 Franken. Nüchtern betrachtet ist beim Sexdeal-Angebot zum leicht günstigeren Eintrittspreis also einfach noch eine Flasche Sekt inbegriffen. Gutscheine können entweder über Rechnung oder per Kreditkarte gekauft werden. Potenzielle Kunden werden beruhigt: «Auf deiner Kreditkartenabrechnung wird dein Kauf diskret belastet und erscheint unter Intercom Network AG - Gutschein.»
Verbindung zu deindeal.ch?
Auffällig ist die grosse Ähnlichkeit zwischen dem Online-Auftritt von sexdeal.ch und deindeal.ch. Vom Aufbau wie auch vom Funktionsumfang her wirken die zwei Websites fast identisch. Hinter deindeal.ch steht das in Zürich ansässige Unternehmen Goodshine. Gründer Adrian Locher ist über die Sexdeal-Präsenz nicht erfreut: «Es stört uns, dass sich ein Erotik-Anbieter unseren Erfolg zunutze macht», sagt er auf Anfrage von 20 Minuten Online. Dass ihr Geschäftsmodell kopiert worden ist, erstaunt ihn aber nicht: «Unser Modell ist so erfolgreich, dass es auf der Hand liegt, dass sich auch die Erotik-Industrie dafür interessiert und sich in der Umsetzung versucht.»
Der Deindeal-Gründer versichert, dass es keinerlei Verbindung zwischen den Unternehmen gibt. Gegen sexdeal.ch wolle man aber nicht vorgehen: «Wir erwägen keine rechtlichen Schritte, da wir uns ausschliesslich auf die Weiterentwicklung unserer Plattform konzentrieren. DeinDeal versteht sich als Anbieterin von Premium-Angeboten, welche explizit keine Angebote aus dem Sex-Milieu führen wird.»
Verantwortliche schweigen
20 Minuten Online hat versucht, mit den Verantwortlichen von sexdeal.ch in Kontakt zu treten. Telefonanrufe werden aber unter der auf der Website angegeben Nummer nicht entgegengenommen. Auch auf eine schriftliche Anfrage hat das in Kriens ansässige Unternehmen bislang nicht reagiert.
Update 20.6.2011, 21.40 Uhr: Inzwischen wurde auf das Schreiben an die Intercom Network AG reagiert. Auch von ihrer Seite wird betont, dass in keiner Art und Weise eine Zusammenarbeit mit deindeal.ch bestehe. Einer allfälligen Klage würde man gelassen entgegensehen, da man selber die besten Anwälte am Start habe. Insgesamt seien rund fünf Personen für den technischen Betrieb und knapp sechs Mitarbeiter für Akquisition und Administration zuständig.
(mbu)
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Alle 76 Kommentare





























DeinDeal ist noch viel mehr eine Kopie
@marc ... find ich auch
Verlockend
Genau solche Angebote brauche ich!
DeinDeal ist noch viel mehr eine Kopie!
Das Design ist wenn schon von Groupon - dem Original abgeschaut. Adrian Locher soll nicht so innovativ tun, wenn er einfach ein Erolfsrezept aus den USA kopiert. Sexdeal hat wenigstens einen weiteren Flavor hinzugebracht.