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SocialSitter
20. Februar 2012 16:48; Akt: 20.02.2012 16:59 Print
Ferien-Aushilfe fürs eigene Facebook-Konto
Eine deutsche Werbeagentur bietet Babysitter für fremde Facebook-Profile an. Der vor sechs Monaten lancierte Dienst ist zwar nicht ernst gemeint - hat aber ungeahnte «Nebenwirkungen».
Immer online sein. Oder wie es im Werbevideo von Socialsitter heisst: «Onliner gehts nicht!» Ob das wirklich der Traum vieler Facebook-Nutzer ist, sei mal dahingestellt. Die Hamburger Werbeagentur Kolle Rebbe hat auf jeden Fall im vergangenen Herbst das Projekt Socialsitter gestartet.
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Wer sein Facebook-Profil fremdbetreuen lassen will, kann die Socialsitter-App aktivieren und sich einen persönlichen Profil-Sitter aussuchen. Dieser Pfleger oder die Pflegerin kümmert sich dann während der Abwesenheit des Profil-Besitzers um alles Nötige, veröffentlicht Kommentare und betätigt den Like-Button. Kostenlos. «Obwohl du eigentlich weg bist, bleibst du trotzdem da», heisst es im Werbevideo. Man könne getrost mehrere Wochen in die Ferien fahren und das eigene Facebook-Profil wirke niemals verwaist.
Schräge Typen
Die Video-Porträts der fünf Socialsitter sind dermassen schräg, dass sie gar nicht «echt» sein können. Alle Stereotypen sind vertreten - von der biederen Hausfrau über den Computer-Nerd bis zur ewigen Studentin und dem Fitness-Macker.
Wie wär's mit DJ Lebenslänglich?
Kim ist im 14. Semester . . .
Dustin mag Metal und Games . . .
Die Werbeagentur Kolle Rebbel hat inzwischen offiziell bestätigt, was viele längst vermutet hatten. Es handelt sich um einen PR-Gag, beziehungsweise Werbung in eigener Sache. «Die Socialsitter auf unserer Homepage sind Schauspieler», sagte ein Vertreter der Werbeagentur gegenüber dem deutschen Online-Portal «Der Westen».
Zu Beginn des Projekts im September 2011 seien mehrere hundert Anfragen eingegangen. Mittlerweile nutzten etwa 50 Personen die programmierte Facebook-App. Entgegen dem Werbevideo sind es also nicht Menschen aus Fleisch und Blut, die für Leben in fremden Facebook-Profilen sorgen. Die Einträge werden vielmehr vom Computer generiert. Vor der Veröffentlichung eines Postings müssen die Nutzer aber ihr Einverständnis eingeben.
Socialsitter - ein Traumjob?
Während die Nachfrage nach professionellen Profil-Betreuern nicht gerade gross scheint, träumen offenbar viele Leute davon, selber einmal Facebook-Sitter zu sein. Bei der Hamburger Werbeagentur sind laut Medienbericht viele Anfragen eingegangen.
Die Werbeagentur hat sich den professionell wirkenden Web-Auftritt einiges kosten lassen. Neben dem wertvollen Werbe-Effekt wollen die Verantwortlichen mit ihrer Facebook-App das Nutzerverhalten im Web studieren. Socialsitter wird weiterhin gratis angeboten - und soll es angeblich auch langfristig bleiben.
Die Kommentare bei YouTube reichen von Verärgerung bis Begeisterung. Ein Besucher schreibt: «Eine Person, die man nicht ist, kommuniziert mit Freunden, die man nicht hat. Facebook hat sein Endstadium erreicht.»
(dsc)
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Alle 13 Kommentare

































Internet everywhere
Heute kommt man überall ins Internet.. Man benötigt gar keinen Sitter da man selber auf das Profil zugreifen kann von wo auch immer.
Völliger Quatsch
Find ich nicht gut! Jetzt weiss ich nicht mal mehr, ob auf der anderen Leitung mein Kollege sitzt oder irgendjemand anderes. Heikle Sache!
Zeitverschwendung ist FB
FB: Sowieso schade um die Zeit!!!
:D
Guter Scherz! auf so eine Idee muss man erstmal kommen :D