
Es ging alles ganz schnell: Anfang April schaltete Thomas Riediker zusammen mit Freunden die Online-Community Gamerights.ch auf. «In diversen Online-Foren regen sich Gamer über die falsche Wahrnehmung in der Öffentlichkeit auf. Wir fanden, diese Empörung muss man zentralisieren», sagt Riediker. Der Erfolg gibt ihm recht. In einem Monat haben sich bereits rund 190 Spieler eingetragen, alles Erwachsene mit Wohnsitz in der Schweiz.
Europäisches Mindestalter stärken
Am Samstag folgte nun der zweite Streich der Schweizer Gamer: In Zürich gründeten Riediker und fünf Mitstreiter den Verein Gamerights. Sein Ziel ist, das negative Bild von Computerspielen und ihren Konsumenten zu verbessern. «Dafür ist ein Verein in der Schweiz besser geeignet als eine Online-Community», sagt Riediker. Jetzt sucht er noch einen Kassier. Der übrige Vorstand ist komplett, die ersten Mitglieder haben sich eingetragen.
Riediker möchte den Jugendschutz stärken: «Wir wollen die Eltern aufrütteln.» So sei es bei Spielkonsolen beispielsweise möglich, alle Spiele zu sperren, die eine Altersbeschränkung von 16 Jahren haben. «Nur wissen das viele Eltern nicht.» Zudem hätten Online-Händler von Computerspielen kaum mit Sanktionen zu rechnen, wenn sie Games nicht entsprechend den Alterseinstufungen verkaufen, kritisiert Riediker. Er möchte deshalb die europaweite Altersangabe Pegi (Pan-European Game Information) stärken und gesetzlich verankern.
Unverständnis für Game-Gegner Näf
Mit ihrem Anliegen wird es der Gamer-Verein nicht leicht haben. Denn vor einer Woche haben sich bereits die Gegner von sogenannten Killergames zur Vereinigung gegen mediale Gewalt zusammengeschlossen (20 Minuten Online berichtete). Die Aussagen des Kopräsidenten und langjährigen Gegners von gewalttätigen Computerspielen, Roland Näf, im Interview mit 20 Minuten Online stiessen bei den Lesern auf Empörung: Viele beanspruchen für sich als Erwachsene das Recht, diejenigen Games zu spielen, die sie wollen. Viele Leser bezweifelten auch den direkten kausalen Zusammenhang zwischen Games und einer Amoktat.
Für Näf sind Erwachsene nicht automatisch vom schädlichen Einfluss von Killergames geschützt. Zwar sei der Einfluss je grösser, desto jünger der Spieler ist, sagt er. «Aber der zweite Hauptfaktor ist, wie häufig und lange jemand solche Spiele spielt.» Zudem sei es die Grundfrage der Gesellschaft, wie weit die Freiheit des erwachsenen Individuums gehen darf. «Bei Kinderpornographie und betrunkenen Autofahrern sind wir uns auch einig, dass sie wegen ihrer Gefährlichkeit verboten sein sollen», sagt Näf. Der Gamer Riediker kann dieses Argument nicht mehr hören: «Mit diesem Vergleich verharmlost Herr Näf die Kinderpornographie.» Denn es handle sich dabei um reale Gewalt. Im Unterschied zu Computerspielen: «Dort kommt niemand zu Schaden.»
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immer sinds die games Herr Näf hat doch keine Ahnung, ich bin jugendlich, spiele täglich ego-shoote und bin im schützenverein...er sagt killerspiele und scharfe waffen seien das problem...ich spiele killerspiele und habe während der schiesssaison zugang zu "meinem" sturmgewehr90 und viiiieeeeell munition...trotzdem würde es mir NIE in den sinn kommen irgendwo rum zu ballern...er soll sich doch erst mal informieren bevor er das maul auf macht.. von: varin am: 20.11.2009 08:53 |
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Vorm Reden bitte Denken!! Nach dieser Logik müsste Autofahre unverzüglich verboten werden.. statistisch gesehn hat JEDER Autofahrer alle 4 Jahre einen Unfall.. mal abgesehn davon das diese 2% eine aus der Luft gegriffene Zahl ist. Eigendlich sollte man rechtliche Schritte wegen Verleumdung eingeleitet werden... von: Lorem ipsum am: 06.11.2009 22:46 |
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Sommerloch in der Politik? Klar dass man schnell auf den kleinsten gemeinsamen Nenner kommt. Das ist doch total vermessen. Wenn ein Kind an Waffen gelangt und diese auch noch gegen Menschen anwendet, haben ganz allein die Eltern versagt. Wenn diese solidarisch haften, werden sie ihren Sprösslingen endlich Anstand lehren. von: Michel Pretterklieber am: 24.08.2009 15:16 |
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