Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Hackerangriffe
22. Januar 2010 13:34; Akt: 22.01.2010 13:49 Print
Im Internet-Streit fliegen die Fetzen
Der Internet-Streit zwischen China und den USA eskaliert. Ein Sprecher der chinesischen Regierung war US-Aussenministerin Hillary Clinton vor, den bilateralen Beziehungen zu schaden. Eine Zeitung kreidete den USA «Informationsimperialismus» an.
Die USA sollten aufhören, «die sogenannte Freiheit im Internet dazu zu benutzen, ungerechtfertigte Anschuldigungen gegen China zu erheben», sagte Aussenministeriumssprecher Ma Zhaoxu am Freitag.
Auslöser für den Streit waren Hacker-Angriffe auf den Internetkonzern Google und andere US-Unternehmen. Die Urheber werden in China vermutet.
Clinton hatte am Vortag mit Konsequenzen gedroht, sollte sich der kommunistische Staat an Cyber-Attacken beteiligen. Sie warf China vor, den freien Zugang zum Internet zu blockieren.
«Informations-Imperialismus»
Ein Kommentar der englischsprachigen chinesischen Zeitung «Global Times» sprach von «Informations-Imperialismus». Die Forderung der USA nach freiem Fluss der Informationen im Internet sei «ein verdeckter Versuch, anderen Ländern im Namen der Demokratie ihre Werte aufzuzwingen».
Der Ministeriumssprecher betonte, China habe eigene Gegebenheiten und Traditionen. Sein Land verwalte das Internet nach seinen Gesetzen und seiner Politik, so wie es internationale Praxis sei, sagte Ma Zhaoxu.
Folgen tragen
In ihrer Rede hatte sich Clinton für Meinungsfreiheit im Internet stark gemacht und die chinesische Regierung um öffentliche Aufklärung über Hacker-Angriffe auf den Internetkonzern Google und andere US-Unternehmen gebeten.
«Staaten oder Einzelpersonen, die sich an Cyber-Attacken beteiligen, müssen die Konsequenzen tragen und sollten international verurteilt werden», forderte Clinton am Donnerstag.
Nach Angaben von Google kam der Angriff auf E-Mail-Konten aus China. Der Suchmaschinen-Riese hatte nach den Attacken sein China- Geschäft auf den Prüfstand gestellt und beschlossen, sich nicht mehr der von Peking auferlegten Zensur beugen zu wollen - selbst wenn er sich deswegen aus China zurückziehen muss.
(sda)

























