Abgekupfert

29. Januar 2010 10:37; Akt: 03.02.2010 16:53 Print

Müde Kopie gegen scharfes OriginalMüde Kopie gegen scharfes Original

«Na, Lust auf eine Spritztour?»: Das österreichische Bundesheer hat sich mit einem «sexistischen» Werbespot in Verruf gebracht. Im Internet ist der Spot bereits Kult. Eigentlich aber zu Unrecht – denn er wurde abgekupfert. 20 Minuten Online zeigt das noch «schärfere» Original.

Die österreichische Kopie mag kaum dem ukrainischen Original das Wasser reichen.
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Die Armee scheint nicht nur in der Schweiz in der Krise: Das österreichische Bundesheer macht europaweit von sich Reden. Es hat auf seiner Homepage einen Werbespot für eine Armee-Karriere aufgeschaltet. Der Spot wurde wegen seinem «sexistischen» und «peinlichen» Inhalt verrissen. Das Bundesheer entfernte ihn letztlich von der Homepage und schaltet ihn auch nicht mehr im Fernsehen (20 Minuten Online berichtete). Was in Zeiten des Internets natürlich wenig bringt - denn der Film ist auf dem besten Weg zum Kultstatus. Auf Video-Plattformen wie YouTube und Clipfisch ist der Streifen bereits viel gesehen, doch der Ruhm gebührt eigentlich nicht den österreichischen Nachbarn.

Der Werbespot wurde geklaut: das Original stammt von der ukrainischen Armee. «Ich kenne dieses Video nicht», sagt die Sprecherin des Verteidigungsministeriums zwar gegenüber «Spiegel Online». Allerdings seien ähnliche Motive und Geschichten keine Seltenheit, weil die Marketingstrategen der Nato-Mitgliedsstaaten untereinander regelmässig Ideen austauschten. Die Anzeichen deuten dennoch daraufhin: Die Ukrainer haben den Spot bereits vor zwei Jahren gezeigt und das in einer noch «schärferen» Version. Dieser Spot hat eigentlich noch viel mehr Kultpotential. Getreu dem Motto: Wenn schon peinlich, dann richtig peinlich – aber vergleichen Sie selbst.

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(amc)