Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Soziale Netzwerke
30. März 2009 15:33; Akt: 31.03.2009 12:57 Print
Pseudonyme geknackt
Martina Müller ist «müllma»: Forschern ist es gelungen, mit einem mathematischen Verfahren die richtigen Namen von Twitter-Nutzern herauszubekommen.

Die Informatiker Arvind Narayanan und Vitaly Shmatikov von der University of Texas in Austin haben einen Algorithmus entwickelt, mit dem sie aus den Pseudonymen von Nutzern auf deren Klarnamen schliessen konnten. Wie die Forscher mitteilten, gelang ihnen dies in 30,8 Prozent der 150 Versuche.
Narayanan und Shmatikov nahmen sich dabei Accounts von Twitter als Opfer und Flickr als Hilfsdatenquelle vor. «Vereinfacht gesagt, sucht das Verfahren nach Übereinstimmungen zwischen den beiden Social Graphs, also den Beziehungsgeflechten in beiden Diensten. Als Informationsquelle greift der Algorithmus dabei auf die jeweiligen Kontaktlisten der einzelnen Nutzer zurück», erläutert Andreas Poller vom
Laut Angaben der Informatiker brauchten sie ausserdem Informationen über einige Dutzend User des zu attackierenden Netzwerkes. Diese könne man sich aber leicht beschaffen - beispielsweise durch
Narayanan und Shmatikov sagten der BBC, Betreiber von Netzwerken, die anonymisierte Daten beispielsweise an Marktforscher weiter gäben, sollten diese Praxis überdenken. Ausserdem sollte es Nutzern gestattet werden, auch das Herausgeben der kodierten Informationen zu untersagen.
(hst)






























