Webcam extrem

16. Februar 2012 06:00; Akt: 16.02.2012 07:58 Print

So schön sah man die Jungfrau noch nie

Eine neue Spezialkamera auf 3500 Metern Höhe überträgt das imposante Panorama der Jungfrau-Region ins Internet. Die hochauflösenden Bilder sind auch für Wetter-Prognosen hilfreich.

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Auf 3571 Metern über Meer steht die neue Webcam des Schweizer Internet-Dienstleiters Switch. Sie zeigt das imposante Berg-Panorama der Jungfrau-Region in HD-Qualität. Die hochauflösenden Fotos (1920 x 1080 Pixel) werden von einer Axis-Netzwerk-Kamera geschossen ... ... und über einen Breitbandanschluss (1 Gigabit pro Sekunde) in Echtzeit ins Internet übertragen. Die Webcam befindet sich auf der Forschungsstation Sphinx. Von überall her können Forscher die Messanlage direkt ansteuern. Möglich ist dies dank der Glasfaserleitung, die zur Hochalpinen Forschungsstation führt. Der Internet-Dienstleister Switch hat die Station im März 2010 an das Schweizer Wissenschaftsnetz angeschlossen, das die Hochschulen verbindet. Die neue Webcam ist auch für Meteorologen interessant. Sie liefere wichtige Anhaltspunkte für die Wetter-Prognosen, heisst es beim Bund. Unter webcam.switch.ch zeigt die Kamera rund um die Uhr Aufnahmen aus verschiedenen Perspektiven. Auf der Switch-Website können Bilder und Videos von jedermann abgerufen werden. Der Blick schweift vom Fiescher Gabelhorn am linken Bildrand über Dreieckshorn und Aletschhorn im Hintergrund bis zur mächtigen Jungfrau in der Bildmitte. Die Gletscher des Jungfraufirns fliessen hinunter zum Konkordiaplatz, wo sie sich mit zwei weiteren Firnen zum Aletschgletscher vereinen. Auf über 3500 Metern herrschen teils extreme Wetterbedingungen. Eine Kunststoffkuppel schützt die Kamera, die Eisbildung lässt sich allerdings nicht ganz verhindern. Die Kamera muss regelmässig gereinigt werden. Im Bild: Reto Diethelm von der Firma Redics.

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Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt und Windgeschwindigkeiten über 200 km/h: Die Webcam auf dem Jungfraujoch muss auch unter Extrembedingungen funktionieren. Eine Kunststoffkuppel umhüllt die Spezialkamera, die auf 3571 Metern steht, und schützt sie vor der hochalpinen Witterung. Nur die Eisbildung lässt sich nicht ganz verhindern, wie die aktuellen Aufnahmen zeigen.

Dieser Tage ist die neue Webcam in Betrieb gegangen, die bei der Hochalpinen Forschungsstation Sphinx montiert ist. Nun können alle Internet-Nutzer das eindrückliche Bergpanorama der Jungfrau-Region in hoher Bildauflösung betrachten. Unter webcam.switch.ch zeigt die Kamera rund um die Uhr Live-Bilder aus verschiedenen Perspektiven. Bei Regen, Schnee oder dichten Wolken ist auch mal gar nichts zu erkennen.

Stündlich werden 180-Grad-Panoramen erstellt. In einem täglichen Video-Zeitraffer können die spektakulären Wetterwechsel und Tagesverläufe nachträglich angeschaut werden.

1 Gigabit pro Sekunde

Die Webcam ist ein Projekt des Internet-Dienstleisters Switch und wird von der Schweizer Firma Redics betrieben. Im März 2010 hat Switch die Hochalpine Forschungsstation Sphinx mit einer Glasfaserleitung an das Schweizer Wissenschaftsnetz angeschlossen. Ein Breitbandanschluss auf 3500 Metern ist ungewöhnlich, aber sinnvoll. So können die Forscher von überall her auf die Messanlagen zugreifen und sie steuern. Pro Sekunde kann 1 Gigabit an Daten übertragen werden – und so sind auch die Bilddaten der Webcam live auf der Switch-Website abrufbar.

Gut für «Wetterfrösche»

Pro Tag sendet die Webcam vom Jungfraujoch rund sechs Gigabyte an Bilddaten an die Switch-Server in Zürich. Diese Fotos sind nicht nur für Touristen und Berggänger interessant, sondern auch für MeteoSchweiz. Die Bilder seien eine wertvolle Ergänzung und lieferten wichtige Anhaltspunkte für die Wetter-Prognose, sagt der Meteorologe Eugen Müller vom Bund.

Auf webcam.switch.ch ist auch die Webcam über den Dächern von Zürich zu sehen. Zudem werden die Jungfraujoch-Aufnahmen in Zukunft regelmässig auch via Twitter verbreitet unter @SWITCH_panorama.


(dsc / pd)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ruedi Noser am 16.02.2012 15:56 Report Diesen Beitrag melden

    Hochauflösend???

    Na ja, für Video's mag HD ja hochauflösend sein, aber bei Fotos schafft ja schon jede Handykamera mehr Auflösung. 2Megapixel ist heute nicht mehr wirklich Standart. Und ja, für eine überbevölkerte Schweiz sind das schon schöne Bilder.

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  • andi m. am 16.02.2012 10:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    respekt !

    sensationell !

  • Kipkoech am 16.02.2012 17:59 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Jungfrau?

    Die Jungfrau sieht man ja gar nicht, da ist nur das Umland, resp. Um-Eis, umgebende Gletscherwelt zu sehen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Kipkoech am 16.02.2012 17:59 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Jungfrau?

    Die Jungfrau sieht man ja gar nicht, da ist nur das Umland, resp. Um-Eis, umgebende Gletscherwelt zu sehen.

    • SwissSail am 17.02.2012 09:09 Report Diesen Beitrag melden

      die Jungfrau von "hinten"

      die Jungfrau von "hinten" halt. So bei 9:03:34 wärs sie es. links der berüchtigte Rottalsattel.

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  • Ruedi Noser am 16.02.2012 15:56 Report Diesen Beitrag melden

    Hochauflösend???

    Na ja, für Video's mag HD ja hochauflösend sein, aber bei Fotos schafft ja schon jede Handykamera mehr Auflösung. 2Megapixel ist heute nicht mehr wirklich Standart. Und ja, für eine überbevölkerte Schweiz sind das schon schöne Bilder.

    • Dani (10) am 18.02.2012 11:06 Report Diesen Beitrag melden

      hochauflösend!

      das Video ist nicht besonder hochauflösend, aber das bild ist mit 18 Megapixel schon einergermassen auf dem Stand der technik würd ich mal sagen.

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  • schlunegger am 16.02.2012 13:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hammer hammer

    da ich in grindelwald aufgewachsen bin schon ein paar mal die landschaft gesehen habe mus ich sagen hammer hammer

  • Patrizio Micheloni am 16.02.2012 12:17 Report Diesen Beitrag melden

    Schön

    Hammer Danke. Schön unsere Schweiz

  • corinne am 16.02.2012 11:07 Report Diesen Beitrag melden

    atemberaubend.

    wunderwunderwunderschön!!!!