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Inside Foxconn
22. Februar 2012 13:04; Akt: 23.02.2012 06:04 Print
iPhones werden von Hand zusammengesetzt
von Daniel Schurter - Die erste TV-Reportage aus den Foxconn-Fabriken in China enthüllte Überraschendes: Die Jobs dort sind überaus begehrt. Und: In den schicken Apple-Gadgets steckt viel Handarbeit.
Mit einiger Spannung war die erste TV-Reportage aus den chinesischen Foxconn-Fabriken erwartet worden. Bill Weir von ABC News ist zwar nicht der erste westliche Journalist, der sich in den Apple-Zulieferbetrieben umsehen konnte – das hatten vor ihm schon Undercover-Reporter geschafft. Doch Weir ist der erste, der mit offizieller Erlaubnis von Apple in den hermetisch abgeriegelten Produktionsstätten filmen durfte.
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Um es kurz zu machen: Die skandalösen Enthüllungen sind erwartungsgemäss ausgeblieben. Dafür brachte die «Exklusiv-Reportage» einige interessante Fakten zu iPhone und iPad zutage. Was den meisten iPhone-Nutzern nicht bewusst sein dürfte: Jedes Apple-Smartphone wird praktisch in reiner Handarbeit gefertigt. Dazu sind 141 Arbeitsschritte erforderlich.
Einige der vom Reporter angesprochenen Arbeiter wussten allerdings gar nicht, für welches Apple-Gagdet sie gerade einen Arbeitsgang durchführten - offenbar hatten sie die Endprodukte gar nie zu Gesicht bekommen.
Kaum Roboter
Fertigungs-Roboter werden bei Foxconn kaum eingesetzt, wie kürzlich bereits die «New York Times» berichtet hatte. Wie die TV-Reportage nun zeigte, wandert jedes iPad während der fünftägigen Montage durch die Hände von
Die Fabrikräume wirkten sauber und hell, doch die Arbeit ist äusserst monoton: Einzelne Angestellte führen 3000-mal pro Tag den gleichen Handgriff aus. Und noch eine andere Zahl vermag zu beeindrucken: An einem einzigen Tag werden
Apple ist Foxconns wichtigster, aber längst nicht der einzige Kunde. Unglaubliche
60-Stunden-Woche
Die Arbeitsbedingungen sind alles andere als gut. Eine normale Schicht dauert zwölf Stunden, inklusive einer zweistündigen Mittagspause. Gearbeitet wird sechs Tage pro Woche. Dafür erhalten die Arbeiter einen Stundenlohn von umgerechnet
Eine Familie könne davon nicht ernährt werden, hiess es, selbst wenn das magere Einkommen mit Überstunden noch etwas aufgebessert werde. Der US-Reporter hat während seiner Betriebsbesichtigung keinen einzigen Arbeiter über 30 entdeckt. Viele sind laut Bericht erst 16 oder 17 Jahre alt.
Begehrte Jobs
Im Gespräch mit dem US-Reporter beklagten sich die Angestellten hauptsächlich über das geringe Gehalt. Laut Bill Weir gilt Foxconn aber dennoch als einer der besseren Arbeitgeber, insbesondere nachdem erst vor kurzem eine Lohnerhöhung angekündigt wurde. Offenbar reissen sich die Chinesen regelrecht um die Jobs. An dem Tag, an dem das Kamerateam da war, kamen ganze Busladungen mit Arbeitssuchenden bei den Fabriken an.
Foxconn bringt die Angestellten in eigentlichen Schlaf-Silos auf dem Firmengelände unter. Die Übernachtung in einem «Schlafsaal», in dem sechs bis acht Personen eingepfercht sind, ist nicht etwa gratis, sondern kostet
Inspekteure der Fair Labor Association (FLA) untersuchen zurzeit die Arbeitsbedingungen in den Foxconn-Werken (20 Minuten Online berichtete). Dazu werden insgesamt
Apple hat für den Beitritt zur FLA
Noch nicht im Netz
Bill Weirs vollständige Reportage ist noch nicht bei YouTube veröffentlicht worden. Die Sendung «ABC Nightline» kann auf der ABC-Newssite als Streaming-Video angeschaut werden. Allerdings werden alle nicht-amerikanischen IP-Adressen blockiert. Die Blockade kann theoretisch umgangen werden, indem mithilfe eines Web-Tools eine US-IP vorgetäuscht wird.
Update 23. Februar
Inzwischen ist die ABC-Reportage bei YouTube verfügbar.
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Alle 95 Kommentare

































Gar nicht so schlecht
wer schon mal eine Autoproduktion gesehen hat, sieht dass die Arbeitsbedingungen nicht so unterschiedlich sind. Die Löhne sind tief aber das ist überall so für Leute ohne Ausbildung.
stimmt nicht
das mit den 16, 17 jahren stimmt so nicht! ich habe selbst eine elektronik prodution in shenzhen. das mindestalter is 17. allerdings haben wir viele arbeiterinen welche 23 jahre alt sind, kinder haben und wie 16 aussehen..eigentlich alle sehen wesentlich jünger aus als sie sind..
Suizidfirma
Foxconn ist eine Suizidfirma. Alle Arbeiter müssen unter übellsten Bedingungen arbeiten. Man sollte lieber langsamer produzieren und mehr Leben beschützen.
Und der Preis?
Und Sie zahlen dann auch sicher den Preis für die höheren Produktionskosten....
"Suizidwelle"
Ja es gab mal eine sogenannte "Suizidwelle". Aber rechnet man die durchschnittlichen Suizide pro 100 000 Einwohner, war die Schweiz immer noch das weitaus schlimmere Pflaster als diese Foxconn Fabriken....
Suizidland Schweiz?
Die Suizidrate bei Foxconn ist tiefer als die Suizidrate in der Schweiz. Ist jetzt die Schweiz ein Suizidland?