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Technik-Duell

21. Juni 2012 15:19; Akt: 21.06.2012 15:56 Print

Tor-Kamera oder Chip im Ball?

Ein Entscheid in punkto Torlinientechnik steht bevor: Die Materialprüfungsanstalt EMPA hat zwei Systeme geprüft. Nun befindet ein Gremium, ob und welches System den Anforderungen genügt.

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Die Torlinien-Technologie GoalRef im Test. (Video: YouTube/TVBayernTV) Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal
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Der Schrei nach einem technischen Hilfsmittel ist lauter denn je. Auch wenn Uefa-Oberhaupt Michel Platini trotz der umstrittenen Szenen in den EM-Gruppenspielen dagegen ist, wird bald mit fast 100-prozentiger Wahrscheinlichkeit gesagt werden können, ob der Ball drin ist oder nicht. Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt EMPA hat zwei Systeme geprüft. In rund zwei Wochen werden Nägel mit Köpfen gemacht.

Noch zwei Systeme sind im Rennen: Der Chip im Ball (GoalRef) und die Torkamera (die aus dem Tennis bekannte Hawk-Eye-Technik). Der Videobeweis als weiteres technisches Hilfsmittel wurde erst einmal wieder verworfen. Am 5. Juli 2012 tagt das International Football Association Board (internationales Gremium, das Änderungen der Fussballregeln berät und beschliesst) in Zürich darüber. Dann werden die finalen Test-Ergebnisse – die vom englischen Verband FA seit September 2011 durchgeführt werden – präsentiert.

Die Testergebnisse sind streng geheim

Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt EMPA bestätigt auf Anfrage von 20 Minuten Online, dass die System Hawk-Eye und GoalRef auf Herz und Nieren geprüft wurden - etwa während des Test-Länderspiels zwischen England und Belgien in Wembley am 2. Juni 2012. Über die Testergebnisse hüllt sich die schweizerische Forschungsinstitution in Schweigen – bis der Abschlussbericht dem IFAB anfangs Juli vorgelegt wird. Dann - sofern die Testergebnisse zufriedenstellend sind - kommt es zur Abstimmung, welche Torlinientechnologie künftig eingesetzt werden soll. Fällt ein Entscheid, so wird gemunkelt, könnten sich die Schiedsrichter vielleicht bereits bei der Klub-WM im Dezember darauf stützen.

Gemäss einem Artikel der Tageswoche soll die Hawk-Eye-Technik die besseren Chancen haben, weil das Unternehmen vor einiger Zeit von Sony, einem der wichtigsten Fifa-Sponsoren, übernommen wurde. Es ist kein Geheimnis, dass Fifa-Boss Sepp Blatter in Zukunft auf technische Hilfsmittel setzen will. Im Gegensatz birgt die Überwachung der Torlinie die Gefahr, dass im entscheidenden Moment ein Spieler die Sicht auf den Ball versperrt. Dieses Problem hat der Chip nicht.
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Die EMPA prüft die beiden Torlinien-Technologien Hawk-Eye und GoalRef auf Herz und Nieren. (Video: YouTube/FIFATV)

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(als)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fynn am 21.06.2012 16:38 Report Diesen Beitrag melden

    Eckige Torumrandung

    macht es doch einfach, macht eckige Torumrandungen. Dann prallt der Ball ins Tor oder nicht, es gäbe keine solchen Zwischendinger mehr..

  • Lapos am 21.06.2012 16:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum gps?

    Ganz einfach im ball ein sensor am tor auch . Sobald der ball durch die tor linie fliegt ertönt beim shiri ein signal. Dann kann er nicht mehr sagen dass war kein tor.

  • David am 21.06.2012 15:45 Report Diesen Beitrag melden

    Tut was, aber schnell und richtig :)

    Wählt doch bitte eine Methode, die sicher ist und unter allen Umständen Funktioniert. Schon traurig, dass im Sport mit dem wohl grössten Umsatz "Pfeiff-Skandale" möglich sind. Habe noch nie so schlechte Schiris gesehen wie an diesem EM-Turnier! Vielleicht liegts auch daran, dass wir am Fernseher jede Szene in HD 5 mal abgespielt bekommen.... Gerade deshalb sollte die Fifa ziemlich schnell reagieren. Ansonsten laufen dann langsam die Zuschauer davon.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jackmans am 21.06.2012 22:38 Report Diesen Beitrag melden

    Fragliche Technik

    Die Kamera kann durch einen Spieler verdeckt werden, dann sieht man es doch nicht und beim Chip kann dieser möglicherweise ein Tor auslösen, obwohl er nur Pfosten oder Latte traf. Was also soll besser sein? Und hält ein Chip im Ball überhaupt all die Belastungen aus, denen ein solcher Ball ausgesetzt ist. Zudem müssen ALLE Bälle ausgerüstet sein, aber funktionieren alle Chips auch gleich?

  • Johnny Johnson am 21.06.2012 21:35 Report Diesen Beitrag melden

    Ach, alles nur ein PR Gag

    Die ganze Aktion ist ein Witz. Sie werden es ja doch nicht einsetzen und das Lustige ist, bei dem einen System könnte ein Spieler die Sicht abdecken... (Frage an die FIFA: Wie wäre es die Kamera über dem Tor zu verwenden?!) Vorher würde es bei der Geldwaschmaschinerie "FIFA" keine Korruption mehr geben. Undenkbar!

  • Mario. G. am 21.06.2012 19:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Torkamera

    Besser torkamera. Der chip ertönt shon wenn der ball auf der linie ist. Ausserdem ist es viel zu teuer soo viele bälle extra zu preparieren

  • Marcel am 21.06.2012 18:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Systemfehler

    Eine (menschliche) Fehlentscheidung eines Schiedsrichter liegt in der heutigen Zeit nicht mehr drinn? Schiedsrichter sind wie Richter Menschen, denen es immer erlaubt war und ist, einen Ermessungsspielraum zu nutzen... das System ist bewusst so ausgelegt. Schwarz/weiss denken ist gar nicht erwünscht. Wer sich für technische Perfektion im Fussball einsetzt, hat genau dieses System und damit jeden Mannschaftssport mit Schiedsrichter nicht begriffen.

  • bubu am 21.06.2012 18:01 Report Diesen Beitrag melden

    Hockeyaner fragen!

    Hab ihr schon mal die Kollegen vom Hockey gefragt? Nein! Hintertorkamera und das wars. Warum kompliziert wenns einfach auch geht.

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