«Die 100 besten Plakate»

27. November 2012 17:56; Akt: 27.11.2012 17:56 Print

Kunst an der Litfasssäule

von Susanne Lüthi - Mal schlicht und überzeugend, mal düster und wirr: Ein jährlich erscheinendes Buch zeigt die 100 besten Plakate aus drei Ländern. Ein must have für Grafik-Freunde.

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Wie ermittelt man die 100 besten Plakate eines Jahres aus den drei Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz? Man gründet einen Verein, nennt ihn «100 beste Plakate», wählt Juroren und lässt diese ihre Köpfe zerbrechen.

1659 Plakate wurden 2011 eingereicht. Und, wie Stephan Bundi, Präsident des Vereins im Vorwort von «Die 100 besten Plakate 11» (siehe Info-Box) schreibt, waren glücklicherweise 1239 davon nicht physisch, sondern online eingegeben worden. Diese Werke mussten dann folglich auch nicht entsorgt werden.

Die sechsköpfige Jury musste sich die Frage stellen, was ein Plakat gut oder schlecht macht. Ist es die Typografie? Das Bild? Die Botschaft? Oder etwas ganz anderes? Die Jury hat gewählt, doch wir, die uns das Buch anschauen, dürfen mit jeder Wahl nicht einverstanden sein – es kommt darauf an, was man von einem Plakat will.

So gesehen ist das Plakat-Buch nicht nur einfach ein Nice-To-Have-Bildband, sondern kann zum Nachdenken und Diskutieren anregen. Auf jeden Fall weckt es - ebenso wie ein Blick in unsere Bildstrecke - schon mal die Vorfreude auf die nächstjährige Edition. Die Ausschreibung dafür wird rechtzeitig zum Jahresende starten.