Jennifer Lopez

25. Mai 2010 14:29; Akt: 25.05.2010 16:10 Print

«Girls stehen auf selbstbewusste Männer»

Jennifer Lopez ist zurück: In «The Back-Up Plan» spielt sie eine Frau, die sich künstlich befruchten lässt. 20 Minuten traf Lopez und Co-Star Alex O’Loughlin zum Interview.

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Jennifer Lopez, wussten Sie schon vor Beginn der Dreharbeiten, dass die Chemie zwischen Ihnen und Alex O’Loughlin stimmt?
Jennifer Lopez: Ja, absolut! Wenn man mit jemandem in einem Raum steht, merkt man schnell, ob diese Chemie da ist oder nicht. Manchmal wartet man noch ein bisschen ab, ob sie noch kommt, aber mit Alex war sie sofort da! Er hat diese Art, die einerseits sehr charmant, aber andererseits auch ein bisschen... ich möchte eigentlich nicht «eingebildet» sagen, aber das beschreibt es eigentlich sehr gut. Mädchen fühlen sich angezogen von selbstbewussten Männern. Er ist aber natürlich auch sehr charmant. Er hat diesen tollen Mix an sich, den auch seine Rolle hat. Als er in diesen Raum kam dachte ich mir gleich, «der ist ja genauso wie seine Rolle»!
O‘Loughlin: Wir haben uns aber auch einfach gut verstanden. Wenn man jemanden bei der Arbeit trifft, könnte es ja immer sein, dass man sich nicht versteht. Bei uns war es aber ganz anders. Wir haben einander verstanden und auch sehr schnell über verschiedene Dinge gelacht. Ich glaube, das ist auch sehr wichtig für so einen Film. Wenn zwei Menschen nicht den gleichen Humor haben, wird es sehr schwierig. Es kann zwar funktionieren, wenn man einen guten Regisseur und ein gutes Team hat, aber es macht doch viel mehr Spass, wenn man sich gut versteht. Und es macht die Comedy und die Chemie auch authentischer.

Jennifer, was hat Sie dazu veranlasst, diese Rolle genau jetzt anzunehmen?
Lopez: Wahrscheinlich ist es schon die Tatsache, dass ich selber gerade eine Schwangerschaft durchgemacht habe. Das war eine grosse Sache für mich. Ich suche mir die Rollen nie so bewusst aus, aber während meiner Karriere habe ich schon gemerkt, dass ich durch die unterschiedlichen Rollen eine Art Dokumentation über mein Leben betreibe. Ich handle verschiedene Themen ab, die mich in meinem Leben beschäftigen. Dieser Film behandelt natürlich auch so eine Zeit meines Lebens. Ich war gerade selber schwanger und machte nun einen Film darüber. Damit konnte ich natürlich auch eigene Erfahrungen und Erinnerungen mit einbringen.

Und den Humor natürlich auch!
Lopez: Ja, es kann natürlich auch lustig sein! Aber auch ganz und gar nicht...
O‘Loughlin: Was, Schwangerschaft kann lustig sein? Ich war noch nie schwanger... Würde es aber in Zukunft werden, wenn ich könnte.

Alex, wann haben Sie eigentlich realisiert, dass Sie tatsächlich mit Jennifer Lopez arbeiten?
O‘Loughlin: Ganz im Ernst, das ist eine der Fragen, die mir in jedem Interview zuerst gestellt werden. Aber ehrlich gesagt, lese ich keine Magazine und schaue keine TV-Shows. Diese Dinge sind mir egal. Der Unterschied von heute zu früher ist der, dass es heute eine grosse Gruppe von Leuten gibt, die nur berühmt sind, weil sie berühmt sind. Ihr Beruf ist es, ein Star zu sein. Diese Leute haben kein Talent in irgendetwas, von dem wir wissen. Ruhm ist etwas total anderes. (zu Jennifer) Entschuldige bitte Jennifer, ich spreche von dir in der 3. Person als ob du nicht hier wärst. Lehn dich einfach zurück und geniesse es!

Jennifer hat Ruhm, weil sie etwas kann. Ich kannte ihre Musik und ich kannte ihre Filme, aber ich war sehr neugierig, wie es ist, mit diesem Ruhm zu leben. Aber es war einfach grossartig. Sie ist eine normale Person wie jede andere auch. Und es ist merkwürdig, aber ich habe das Gefühl, ich kenne sie jetzt viel besser, und sie ist mittlerweile einfach «sie» für mich. Eine normale Person. Aber die Welt tut so, als wäre das was Besonderes.


Jennifer, es scheint, als kämen Sie mit dem Ruhm ziemlich gut zu Recht. Stimmt dieser Eindruck?
Lopez: Ja, ich denke schon. Wenn einem das mit dem Ruhm passiert, ist es am Anfang immer hart und braucht eine grosse Anpassung. Aber man kann selber entscheiden, wie man damit umgehen will; entweder gut oder schlecht. Ich wollte das immer mit einer gewissen Anmut anpacken. Es sollte nicht beeinflussen wer ich bin. Ich war einigermassen erfolgreich darin, in dem ich es nicht all zu ernst genommen habe und meinen Humor behalten konnte. Gleichzeitig habe ich mich auch nicht ablenken lassen und habe mich darauf konzentriert, was wichtig für mich ist, und das sind meine Familie und meine Arbeit.

War es eigentlich Ihre Idee, im Film trotz Schwangerschaft mit High Heels rumzurennen?
Lopez: Ja! Genau so habe ich es auch im realen Leben gemacht! Ich glaube heutzutage wollen viele Frauen ¬– vor allem moderne Frauen, die arbeiten – auch während der Schwangerschaft gut aussehen. Diese Zeit im Leben einer Frau, wenn man endlich schwanger wird und zum ersten Mal ein Kind kriegt, ist so speziell. Da sollte doch alles magisch sein. Natürlich gibt es Momente, in denen man diese Schuhe nicht tragen kann weil die Füsse geschwollen sind, aber dann gibt es auch wieder Zeiten, in denen man sich gut fühlt und mit einem süssen Baby-Doll-Kleid ausgeht. Natürlich sieht man dabei wie ein fetter Wal aus, aber innerlich fühlt man sich so, als ob man grossartig aussehen würde, wie eine süsse schwangere Lady.
O‘Loughlin: Ich dachte eigentlich, das sei umgekehrt: Man fühlt sich fett, aber man sieht grossartig aus. Ist es nicht so?
Lopez: Ja, am Anfang ist das vielleicht so, aber dann wird man einfach nur noch fett, seien wir doch ehrlich. Die Nase wird riesig, das Gesicht wird riesig, die Knöchel geraten ausser Kontrolle. Dein Hintern wird fett. Da passiert einiges! Aber so soll es auch sein, und man kann trotzdem süsse Sachen anziehen. Ich finde, das ist realistisch. Man kann trotzdem High-Heels anziehen. Ich trug noch zwei Wochen vor der Geburt, bei einem Gucci-Event, High-Heels!
O‘Loughlin: Und du hattest ja sogar Zwillinge!
Lopez: Ja, das waren ungefähr 25 Kilo...
O‘Loughlin: Und sie sind gesund?
Lopez: Ja das sind sie, Gott sei Dank!

«The Back-Up Plan» startet am 13. Mai in den Deutschschweizer Kinos.