Zurich Film Festival

23. September 2010 22:10; Akt: 24.09.2010 10:53 Print

«Sennentuntschi»: Was für ein Stück!

Nun war es so weit: Das Alpenhorrormärchen zeigte sich zum ersten Mal vor grossem Publikum. Der Film ist zwar schwer verdaulich, aber trotzdem ein wunderbar bebildertes Kunststück

Verursacht «Sennentutschi» wirklich Alpträume? (Video: Keystone)
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Endlich durfte der skandalumwitterte Film von Michael Steiner (41) Premiere feiern. «Ich bin so nervös wie noch nie», verriet der Regisseur, bevor der Vorhang aufging. Das Publikum erwartet gewaltiges Kino: «Sennentuntschi» verdaut sich so schwer wie eine Meringue mit viel Alpnidle. Nicht nur, weil die lebendig gewordene Sagengestalt die Sennen, die sich an ihr vergehen, häutet und ausstopft. Sondern weil sie keine Puppe aus Lumpen und Stroh ist – sondern ein Mädchen aus frommem Verlies. «Ein Alpenwestern mit Horrorteilen», so beschreibt Steiner seinen Film. Gelungen ist ihm ein wunderbar bebildertes erzählerisches Kunststück, das nachhallt. Skandalös bleibt einzig, dass Crew und Macher wegen finanziellen Turbulenzen so lange um die Fertigstellung dieses Films bangen mussten.

(yvz/20 Minuten)