Trotz mieser Kritiken

13. September 2017 11:25; Akt: 13.09.2017 11:25 Print

Kinofans sind scharf auf «Fifty Shades»

Filmkritiken haben wenig Einfluss auf den Kinoerfolg eines Films, das besagt zumindest eine Studie. Die Leute schauen, was sie wollen – vor allem, wenn es erotisch aufgeladen ist.

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Zwei Tage nach seiner Veröffentlichung verbuchte der Teaser-Trailer zum dritten «Fifty Shades»-Streifen bereits rund vier Millionen Views. Woher kommen die? Wen interessiert das? Die Reihe geniesst schliesslich nicht den besten Ruf – zu seicht sei die mit etwas BDSM aufgesexte Romanze.

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Das erste Appetithäppchen auf «Fifty Shades Freed». (Quelle: Youtube/Fifty Shades)

Mag sein, doch geschaut werden die Filme trotzdem. Laut dem Branchenportal Boxofficemojo.com spülte der erste Teil, «Fifty Shades of Grey» aus 2015, knapp 550 Millionen Franken in die Kino- und Studiokassen und der 2017er-Nachfolger «Fifty Shades Darker» rund 360 Millionen. Dies, obwohl Kritiker im Akkord die Nase gerümpft hatten: Den ersten Film befanden gemäss Rottentomatoes.com immerhin noch 25 Prozent der Kritiker für sehenswert, den zweiten empfahlen gerade mal 10 Prozent weiter.

Kritiken mit wenig Einfluss

Insider aus dem Umfeld grosser Filmstudios behaupteten im Frühling, dass die tiefen Bewertungen von «Baywatch» und «Pirates of the Caribbean: Dead Men Tell no Tales» bei Rottentomatoes.com (wo der Durchschnitt von Review-Punktzahlen ermittelt wird) diesen beiden Popcorn-Streifen ein höheres Einspielergebnis verwehrt hätten.

Eine neue Studie besagt allerdings, dass schlechte Kritiken die Leute kaum von einem Kinobesuch abhalten. Studienautor Yves Bergquist von der University of Southern California stellte fest, dass das Verhältnis von positiven und negativen Bewertungen in den vergangenen 17 Jahren etwa gleich geblieben ist (erst letzte Woche klagten Filmemacher in «The New York Times» über die scheinbare Zunahme vernichtender Kritiken) und die Urteile heute insgesamt sogar milder ausfallen würden als früher – auch bei Big-Budget-Blockbustern wie «Baywatch» und «Pirates».

Sex sells – praktisch immer

Aber: Die Meinung der Kinogänger würde sich je länger je mehr mit dem Urteil der Filmkritiker decken. Sprich: Das Publikum erkennt heute eher, ob ein Streifen sein Geld wert sein wird oder nicht. Es scheint die Qualität heute also mehr zu gewichten als nur ein bekanntes Franchise.

Ausnahmen bestätigen die Regel – und zu diesen gehört wohl die «Fifty Shades»-Reihe. Auch wenn die Filme (und Buchvorlagen) objektiv betrachtet wenig Substanz bieten, so befriedigen sie den menschlichen Durst nach Romantik und Erotik – und dieser schlummert in jedem von uns.

«Fifty Shades Freed» (Universal Pictures) läuft am 8. Februar in den Deutschschweizer Kinos an.

(shy)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Niko am 13.09.2017 11:42 Report Diesen Beitrag melden

    Kinofans

    Nein, sind sie nicht. Denn der Film ist stink langweilig...

  • Kathmi am 13.09.2017 13:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Filmkritiker

    Filme sind Geschmackssache und Filmkritiker gekauft. Ich mache mir lieber selbst einen Eindruck und eine Meinung der Filme.

  • Nala65 am 13.09.2017 12:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich...

    ...bin wohl etwas rückständig. Hab nicht mal die wrdten zwei gesehen. Muss mir wohl Netflix abonnieren.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • omo.k am 14.09.2017 15:13 Report Diesen Beitrag melden

    Wolf of Wallstreet

    Wer ein Erotik Film schauen will dann schaut euch Wolf of Wallstreet an! xD

  • Same Same am 14.09.2017 14:40 Report Diesen Beitrag melden

    so sind die Damen

    wäre der Typ kein Millionär, sondern z.b Müllmann, hätte Sie Ihn als Stalker verklagt :)

  • Chiara am 14.09.2017 12:34 Report Diesen Beitrag melden

    Wie damals

    Das erinnert mich an damals, als die Kelly Family aktuell waren. Alle Konzerthallen waren ausverkauft. Die Songs wurden rauf und runter gespielt. Aber niemand mochte sie :)

  • Patrik am 14.09.2017 09:53 Report Diesen Beitrag melden

    Nichtsaussagende Studie

    Ich glaube schon, dass Filmkritiken doch sehr stark wahrgenommen werden - jedoch entscheiden sich viele Kinobesucher bewusst für "seichte" Unterhaltung und erwarten keine hohe Qualität. Besonders Filme wie Baywatch oder Shades sind schwierig zu vergleichen, da hier viele andere Impulse einen Kinobesuch auslösen (Kult, Neugier usw.). Filmkritiken können jedoch besonders bei unbekannten Produktionen über Top oder Flop entscheiden.

  • lesende am 14.09.2017 09:30 Report Diesen Beitrag melden

    naja

    der film ist nicht gut, die bücher sehr schlecht übersetzt ( einfaches deutsch halt ) also ich langweilte mich sehr auch beim teil 2 welchen ich auch nur aus Langeweile gesehen hab....