Venedig

10. September 2017 03:18; Akt: 10.09.2017 04:07 Print

Goldener Löwe für «The Shape of Water»

Die 74. Filmfestspiele in Venedig sind vorbei. Die Hauptpreise gehen hinaus in die ganze Welt – auch in die Schweiz.

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Beim Filmfestival von Venedig hat der Fantasyfilm «The Shape of Water» den Goldenen Löwen gewonnen. Der mexikanische Regisseur Guillermo Del Toro nahm den Preis für den besten Film am Samstagabend entgegen. Der Silberne Löwe für die beste Regie ging an den Franzosen Xavier Legrand für «Custody». Als beste Schauspielerin wurde die Britin Charlotte Rampling ausgezeichnet.

Del Toro sagte bei der Preisverleihung auf dem Lido: «Ich glaube an das Leben, die Liebe und das Kino.» Er widmete den Goldenen Löwen jungen Filmemachern aus Lateinamerika. Sie könnten alles erreichen, wenn sie es nur wirklich wollten, betonte der 52-Jährige, der in den USA lebt.

Preis für Schweizer Koproduktion

Der zweitwichtigste Preis des Festivals, der Grosse Preis der Jury, ging an die Schweizer Koproduktion «Foxtrot». Das Drama des israelischen Regisseurs Samuel Maoz erzählt vom Tod eines jungen Soldaten und wie seine Familie damit umgeht. Es ist eine Produktion mit Fördergeldern aus Israel, Deutschland, Frankreich und der Schweiz.

Den Spezialpreis der Jury erhielt «Sweet Country» von Warwick Thornton aus Australien.

Silberner Löwe für Erstlingsfilm

Sein Film «The Shape of Water» erzählt die Liebesgeschichte zwischen einer stummen Frau und einer Phantasiefigur. Der Streifen setzte sich bei der 74. Ausgabe des ältesten Filmfestivals der Welt gegen 20 andere Wettbewerbsfilme durch.

Der französische Regisseur Legrand brach bei der Verleihung des Silbernen Löwen in Tränen aus. Er erhielt zudem den Preis für den besten Erstlingsfilm. In «Custody» geht es um ein Kind, das nach und nach in den Scheidungskrieg seiner Eltern hineingezogen wird.

Pädophilie und Staatsaffäre

Die britische Schauspielerin Charlotte Rampling wurde für ihre Rolle in «Hannah» geehrt. Der Film des italienischen Regisseurs Andrea Pallaoro erzählt vom Kampf einer Frau, deren Mann wegen Pädophilie ins Gefängnis kommt.

Als bester Schauspieler wurde Kamel El Basha für «The Insult» geehrt. In dem Drama von Ziad Doueiri spielt er einen palästinensischen Bauarbeiter, dessen Streit mit einem Anwohner einer Baustelle in Beirut so eskaliert, dass die libanesische Stadt fast vor einem Bürgerkrieg steht.

(foa/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Boris am 10.09.2017 06:18 Report Diesen Beitrag melden

    Fremde Federn ?

    Also wenn ein Israeli in Israel einen Film macht und die Schweiz Geld da rein steckt, macht es das leider noch lange nicht zu einem Schweizer Film. Ich könnte auch einem Chinesen Geld geben das er einen Film in China machen kann. Nicht desto Trotz wäre das dann ja trotzdem nicht mein Film. Oder sehe ich das falsch?

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  • Herr Max Bünzlig am 10.09.2017 17:38 Report Diesen Beitrag melden

    ja genau

    Morgen redet kein Mensch mehr vom ganzen Zirkus, Filmfestspiele in Venedig , alles nur Schick i Mickie

  • Canniuanos am 10.09.2017 09:34 Report Diesen Beitrag melden

    Trotzdem herzlichen Glückwunsch

    Sorry aber wieso bekommt so etwas CH-Fördergeld, welches ultimativ vom Steuerzahler berappt wird? 100% Israelischer Cast, gedreht in Tel Aviv auf Hebräisch und auf der Internet Movie Database IMDb wird die Schweiz nicht einmal genannt? Nirgendwo sind Amigo-Mauscheleien und Filz so präsent wie in der Schweizer Kunst- & Kulturförderung. Hirschhorn und Pipilotti lassen grüssen. Was abgeliefert wird ist völlig egal, es kommt einzig draufan wen man kennt...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mario am 10.09.2017 20:09 Report Diesen Beitrag melden

    Ko-Produktion mit CH-Beteiligung

    Hier steht es nirgendwo dass der Film "Foxtrot" rein CH-Film ist. Wir wissen nicht dass das Geld in die Produktion reingesteckt hat, von den Fördergelder stammen. Wenn ein Produzent eigenes/privates Geld investiert, geht es uns nichts an!! Aber ich habe Verständnis dass die CH-Filmbranche einen schlechten Ruf haben weil sie immer Schrott produzieren!

    • H. Meier am 10.09.2017 21:38 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht nur Schrott

      Ich kenne Ihren Geschmack nicht, aber Göttliche Ordnung und Lotto gehören für mich definitiv nicht ins Motto Schrott. Hut ab von diesen Produktionen.

    • Mario am 11.09.2017 00:54 Report Diesen Beitrag melden

      @H.Meier

      "Die Göttliche Ordnung" ist vergleich mit "Suffragette" nur ein nettes Filmchen. Und "Lotto" ein Plagiat von "Goodbye Lenin".

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  • Herr Max Bünzlig am 10.09.2017 17:38 Report Diesen Beitrag melden

    ja genau

    Morgen redet kein Mensch mehr vom ganzen Zirkus, Filmfestspiele in Venedig , alles nur Schick i Mickie

  • Canniuanos am 10.09.2017 09:34 Report Diesen Beitrag melden

    Trotzdem herzlichen Glückwunsch

    Sorry aber wieso bekommt so etwas CH-Fördergeld, welches ultimativ vom Steuerzahler berappt wird? 100% Israelischer Cast, gedreht in Tel Aviv auf Hebräisch und auf der Internet Movie Database IMDb wird die Schweiz nicht einmal genannt? Nirgendwo sind Amigo-Mauscheleien und Filz so präsent wie in der Schweizer Kunst- & Kulturförderung. Hirschhorn und Pipilotti lassen grüssen. Was abgeliefert wird ist völlig egal, es kommt einzig draufan wen man kennt...

  • marko 32 am 10.09.2017 09:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geil

    Geil

  • Boris am 10.09.2017 06:18 Report Diesen Beitrag melden

    Fremde Federn ?

    Also wenn ein Israeli in Israel einen Film macht und die Schweiz Geld da rein steckt, macht es das leider noch lange nicht zu einem Schweizer Film. Ich könnte auch einem Chinesen Geld geben das er einen Film in China machen kann. Nicht desto Trotz wäre das dann ja trotzdem nicht mein Film. Oder sehe ich das falsch?

    • Jein am 10.09.2017 09:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Boris

      Dennoch, wenn ein Film Geld aus anderen Ländern bekommt, um ihn zu produzieren, wird da nicht nur Israel stehen. Dann gehört der Film auch teils den Leuten, die ihn zahlen. Deshalb stehen bei manchen Filmen mehrere Länder, weil es eben eine "Co-Produktion" ist ( die haben auch Einfluss). Ohne eigenes Geld kann der Regisseur auch kein Film machen, ergo gehört der Film dann nicht ihm alleine.

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