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«También la lluvia»
29. Juni 2011 20:03; Akt: 29.06.2011 20:08 Print
Ausbeutung der Indios geht weiter
Film im Film: Die Dreharbeiten zu einem Kolumbus-Abenteuer werden von sozialen Unruhen in Bolivien gestört.
Bolivien ist das preiswerteste und «indianischste» Land ganz Lateinamerikas. Deshalb wollen der Filmproduzent Costa (Luis Tosar) und der junge Regisseur Sebastián (Gael García Bernal) ihren Film über Christoph Kolumbus unbedingt dort drehen.
Viel zu viele Indios kommen zum Schauspiel-Casting. Bereit für den grossen Auftritt (rechtes Bild).
Sebastián ist entschlossen, den Mythos, der die Ankunft der Zivilisation in der westlichen Hemisphäre verklärt, zu entlarven. Doch parallel zu den Dreharbeiten wird die Wasserversorgung der Stadt privatisiert und an einen britisch-amerikanischen Konzern verkauft. Täglich kommt es zu militanten Aktionen, die schliesslich im April 2000 in den noch heute berühmten «Wasserkrieg von Cochabamba» münden. 500 Jahre nach Kolumbus kommt es so erneut zu gewalttätigen Konfrontationen zwischen der indianischen Bevölkerung und einer hochgerüsteten, modernen Armee. Fazit: ein unmissverständlicher filmischer Appell, der zeigt, dass sich die Geschichte immer von Neuem wiederholt.
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