Tierische Filmlegenden

22. September 2012 22:48; Akt: 22.09.2012 22:48 Print

Wenn Flipper und Lassie die Welt retten

Was für ein Film wäre «The Artist» bloss ohne den süssen Hund Uggie oder «Tarzan» ohne Cheetah? Eine Hommage an unsere tierischen Helden.

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Uggie verzauberte das Kinopublikum im Stummfilm «The Artist». Die Hündin gewann für ihre Darstellung in Cannes den neu geschaffenen Palm Dog Award. Weil sie bereits zehn Jahre alt ist, hat sie sich nun aus dem Filmbusiness zurückgezogen. Bei den triumphalen Golden Globes dieses Jahres war die rüstige Dame auch dabei. Sie wäre beinahe kein Star geworden, wenn sie der Tiertrainer nicht aus dem Heim geholt hätte. Der wohl berühmteste Hund der Filmgeschichte ist Lassie. Von den Abenteuern des Langhaarcollies wurden bereits 24 Filmen gedreht - der erste 1943 und der letzte 2005. Auch «Lassie» als Fernsehserie war sehr erfolgreich. Von 1954 bis 1973 war der intelligente Hund der treue Freund von Timmy und rettete ihn aus allerlei Gefahren. Wissen Sie noch, wie der kleine Hund aus «The Wizzard of Oz» hiess? Toto war sein Name. Die quirlige Hündin begleitete Dorothy ins Zauberland, wo sie einige Abenteuer zu bestehen hatten. «Benji the Haunted» ist ein amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 1987, in dem Mischlingshund Benji im Mittelpunkt steht. Benji überlebt ein Bootsunglück und schwimmt auf eine einsame Insel. Als der Hund dabei zusehen muss, wie ein Grosswildjäger ein Pumaweibchen erschiesst, rettet der Vierbeiner die vier Jungen und beschützt sie gegen Jäger, Bären und Wölfen. «Air Bud» erzählt die Geschichte eines Strassenhundes, der ein talentierter Basketballspieler ist. Dabei hilft er dem schüchternen Josh, den Tod seines Vaters zu überwinden. Alle kennen die Geschichte von Tarzan und Jane. Aber auch Cheetah, der treue Schimpanse, spielte in allen Filmen mit. Letztes Jahr kam das Gerücht auf, dass die Schimpansendame im Alter von 80 verstarb. Es stellte sich als falsch heraus, da der Originalaffe bereits in den Fünfzigerjahren verstorben war. Was wäre Pippi Langstrumpf ohne Herr Nilsson. Das Totenkopfäffchen mit gestricktem Jäckchen bewohnte mit Pippi und dem Pferd Apfelschimmel die Villa Kunterbunt. «Every Which Way But Loose» («Der Man aus San Fernando») hiess die Actionkomödie mit Clint Eastwood und dem Orang-Utan Clyde. Im Film verliebt sich Eastwood in eine Countrysängerin und will sie in Denver besuchen. Auf der Reise dorthin verdient er sich sein Geld mit Strassenboxen. Clyde begleitet ihn als treuer Weggefährte. Der aktuelle Affenstar ist Crystal. Das Kapuzineräffchen hat schon in zwanzig Filmen mitgespielt. In der neuen Serie «Animal Practice» mimt sie Dr. Rizzo. Im Blockbuster «the Hangover Part Two» spielte Crystal den drogendealenden Affen in Bangkok. Die Abenteuer des intelligenten Delfins «Flipper» war ein Grosserfolg - sowohl als Film, als auch als Serie. Der Tümmler war im Film und TV der perfekte Beschützer und Verbrechensbekämpfer. 1993 kam die Geschichte des Orcas Willy und seinem Freund Jesse auf die Kinoleinwand und wurde ein Riesenerfolg. Es folgten drei weitere Kinostreifen. Der Schwertwal, dessen eigentlicher Name Keiko war, wurde im richtigen Leben von Tierfreunden dem Vergnügungspark abgekauft und im Atlantik in die Freiheit gelassen. Die Serie um das intelligente, sprechende Pferd «Mister Ed» war in den Sechzigerjahren sehr beliebt und gewann sogar einen Golden Globe. Das witzige an der Serie war, dass nur sein Besitzer, der Architekt Wilbur Post, das Tier sprechen hörte. Übrigens wurde das Pferd mit Erdnussbutter auf den Lippen zum Sprechen gebracht. Die Geschichte vom verwaisten Schweinchen «Babe», das sich für einen Hirtenhund hielt, verzückte Millionen von Zuschauern. Auch die Fortsetzung «Babe: Pig in the City» konnte am Erfolg des ersten Streifens anknüpfen.

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«Lassie», «Flipper» oder «Babe» begleiteten die meisten durch ihre Kindheit und viele wünschten sich, auch ein solch niedliches Haustier zu besitzen.

So unterschiedlich die Abenteuer auch sind, haben alle Filmtiere ihre menschenähnliche Intelligenz gemeinsam: Flipper ist ein moralischer Delfin, der zwischen Gut und Böse unterscheiden kann. Lassie spürt auch aus der Ferne, wenn Timmy in Gefahr ist und weiss, wie er seinen Besitzer aus der Not retten kann. Beide geben die perfekten Beschützer und Verbrechensbekämpfer ab.

Richtige Komiker

Neben ihrer Klugheit sind die Vierbeiner und Tümmler aber auch wahre Komiker. Uggie rettet in «The Artist» sein Herrchen mit Kunststücken aus der Lethargie und das sprechende Pferd aus «Mister Ed» macht ständig Spässchen mit seinem Besitzer.

Derzeit ist das Kapuzineräffchen Crystal der grosse Star auf dem Bildschirm. Der kleine Primat spielte bereits in Filmen wie «The Hangover Part Two» einen Drogendealer oder lieferte sich mit Ben Stiller eine Schlägerei in «Night at the Museum». Momentan hat Crystal in der neuen Sitcom «Animal Practice» eine Hauptrolle inne: Sie spielt Dr. Rizzo im weissen Kittel und wird damit wohl viele Herzen im Sturm erobern.

Sehen Sie die tierischen Helden in der obigen Bildstrecke.

Der Trailer zu «Animal Practice».

(Quelle: Youtube.com)

(eva)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ca.Li. Buchs ZH am 24.09.2012 10:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    TREU!!

    "Das Tier ist Dir selbst im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde!"

  • f.t. am 23.09.2012 22:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    vergessen

    und wo ist Kommissar Rex?

  • Walter am 23.09.2012 20:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    und wo bleibt

    Skippy das Känguru?

  • Ehringer am 23.09.2012 19:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pippi's Pferd..?

    Heisst das Pferd bei Pippi Langstrumpf nicht 'kleiner Onkel'? 'Apfelschimmel' habe ich noch nie gehört

    • chantal am 24.09.2012 14:03 Report Diesen Beitrag melden

      Apfelschimmel?

      Genau der heisst doch kleiner Onkel! Apfelschimmel? Noch nie gehört

    • Pferdekennerin am 24.09.2012 16:57 Report Diesen Beitrag melden

      Farbe..

      Apfelschimmel ist die Farbbezeichnung der Fellzeichnung (wie Rappe, Schecke usw.)

    einklappen einklappen
  • Andreas am 23.09.2012 02:10 Report Diesen Beitrag melden

    Und das Leid danach

    Nicht zu vergessen, welches Leid diese Filme (ich mag sie ja auch) den Tieren antun können. Die Delfine in Flipper Suzy und Cathy verstarben nach den Dreharbeiten, vermutlich an Einsamkeit. Oder welches Leid hat erst der Film Weisser Hai ausgelöst. TMHT eine Zeichentrick Serie über Schildkröten, löste Gemäss, einem Bericht auf einer der DVD Boxen. Ein Regelrechter Run auf Schildkröten aus, die danach in ihren kleinen Käfigen und Aquarien vor sich hin vegetierten. Leider hat sich das bis heute nicht verbessert, bestes Beispiel, wäre da vermutlich Harry Potter und der Run auf die Eulen in Käfige