Happy Halloween

31. Oktober 2012 17:26; Akt: 31.10.2012 17:50 Print

13 Horrorfilme und ihre wahren Hintergründe

Fürchten Sie sich auch, wenn nachts ein Horrorfilm über die Mattscheibe flimmert? In Zukunft werden Sie noch mehr Grund zur Angst haben.

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Das Schweigen der Lämmer (1991) FBI-Anwärterin Clarice Starling ist auf der Jagd nach dem Serienmörder Buffalo Bill. Um diesen zu fassen, ist sie auf die Hilfe des kannibalistisch veranlagten Psychiaters Hannibal Lecter angewiesen. Als Vorlage für die Figur Hannibal Lecter diente der Mörder, Leichenschänder und Kannibale Ed Gein, der zwei Menschen tötete und mindestens 15 weitere Leichen sezierte, um Masken aus ihnen anzufertigen. The Amityville Horror (1979 bzw. 2005) Eine junge Familie zieht in ein verdächtig günstiges Haus in Amityville (Long Island), nicht ahnend, dass in ihrem Heim ein Jahr zuvor ein Massaker stattgefunden hatte. Besessen von den Dämonen im Haus läuft der Familienvater Amok und gerät in einen Blutrausch. Ein junger Mann erschiesst seine Eltern und seine kleine Schwester. Ein Jahr danach ziehen Kathy und George Lutz in das Haus. Später berichten sie den amerikanischen Medien von Stimmen, die sie gehört hätten und von mehreren sehr kalten Stellen im Haus und sogar von grünem Schleim, der aus den Wänden geflossen sei. Der Exorzist (1973) Die 13-jährige Regan ist anscheinend von Dämonen besessen. Der Versuch, Satan aus ihrem Leib zu verbannen, führt zu einer verstörenden und brutalen Prozedur. Der Film bezieht sich auf den Fall eines Jungen namens Ronald Doe. Zwei amerikanische Priester berichteten von über 30 Austreibungen bis der Teenager wieder befreit gewesen sei und später sogar eine Karriere bei der Nasa absolvierte. The Hills Have Eyes (2006) Das Campingmobil von Familie Carter bleibt mitten in der Wüste stehen. Auf der Suche nach Hilfe geraten die Protagonisten in die Fänge menschenfressender Zombies. Im 15. Jahrhundert soll ein Junge namens Sawney Bean mit seiner Freundin von zu Hause geflüchtet sein. Die beiden hausten angeblich in einer Höhle und überfielen und verspiesen verirrte Touristen. Da das Paar und ihre Familie isoliert in der Höhle lebte, entstanden Generationen von inzestuösen Kindern, die starke Mutationen erlitten. Der Weisse Hai (1975) Auf Amity Island häufen sich die Attacken eines riesigen Hais auf die badenden Touristen. Als der Bürgermeister den Strand aus Profitgründen nicht schliessen will, nimmt die Katastrophe ihren Lauf. 1916 starben an der Jersey Shore (da wars also schon vor MTV gruslig) fünf Menschen an den Folgen tödlicher Angriffe im Meer. Der ominöse Angreifer wurde nie gefunden. The Haunting in Connecticut (2009) Die Familie eines krebskranken Jungen zieht in ein neues Haus, um näher bei dessen Therapieplatz zu sein. Da ihr trautes Heim früher eine Leichenhalle war, quälen die Familienmitglieder schreckliche Halluzinationen mit bedrohlichen Folgen. Die amerikanische Familie Parker berichtete den Medien 1980 von paranormalen Aktivitäten in ihrem Haus. Eine spätere Untersuchung hat ergeben, dass sich im Keller früher Leichengräber an Toten vergangen haben sollen. Audrey Rose (1977) Die kleine Audrey Rose stirbt bei einem tragischen Autounfall. Zwei Minuten später wird Ivy Templeton geboren. 11 Jahre später beginnt Audreys Vater die Familie Templeton zu stalken, in der festen Überzeugeung, dass Ivy eine Reinkarnation von Audrey ist. Scheinbar über Nacht brachte sich der Sohn von Buchautor Frank De Felitta das Klavierspielen bei, ohne jemals Unterricht gehabt zu haben. Die Suche nach dem Grund führte den Vater zu einem Okkultisten, der ihm versicherte, es handle sich bei seinem Sohn um die Wiedergeburt eines Pianisten. Der Exorzismus von Emily Rose (2005) Die Anwältin Christine Bruner übernimmt vor Gericht die Verteidigung des Priesters Richard Moore. Dieser wird beschuldigt, durch den Exorzismus an Emily Rose deren Tod verursacht zu haben. Der Film basiert auf dem Fall der Deutschen Anneliese Michel, die an Epilepsie und Depressionen litt. Durch die Medikation litt die junge Frau an Halluzinationen und hörte Stimmen. Als besessen deklariert, wurde sie einer Behandlung von 67 Exorzismus-Sessionen unterzogen. Anneliese verweigerte darauf die Nahrungsaufnahme und verstarb. Ihre Eltern und die involvierten Priester wurden wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. Henry: Portrait eines Serienkillers (1986) Die Low-Budget-Produktion zeigt die grundlose Mordlust des gestörten Serienkillers Henry, der wahllos Menschen niedermetzelt. Als Vorlage diente der verurteilte Mörder Henry Lee Lucas, der seine Mutter umgebracht hatte und 1984 zum Tode verurteilt wurde. Pikant: In seinem Geständnis prahlte der Mann damit über 3000 Menschen getötet zu haben, was heute als reine Erfindung gilt. The Entity (1981) Die Vorkommnisse im Haus von Carla Morgan sind übernatürlich. Der Albtraum gipfelt in der Vergewaltigung der jungen Frau durch einen Poltergeist. Von den Medizinern als verrückt erklärt, nimmt Carla die Suche nach den Dämonen selbst in die Hand. Die Kalifornierin Coris Bither behauptete tatsächlich von einem Dämon vergewaltigt worden zu sein. Die intensiven Untersuchungen verliefen im Sand. Die Unzertrennlichen (1988) Die eineiigen Zwillinge Beverly und Elliot sind gefeierte Gynäkologen und leben in einer seltsamen Beziehung miteinander und mit ihren Patientinnen. Es sind die seelischen Abgründe, die einem bei diesem Film das Blut in den Adern gefrieren lassen. Die menschlichen Überreste der Gynäkologen Stewart und Cyril Marcus wurden 1975 in deren gemeinsamer Wohnung gefunden. Die Leichen waren schon halb verwest und wiesen Spuren eines Medikamenten-Entzugs auf. Die Mothman Prophezeiungen (2002) Bevor Mary an einem Hinrtumor stirbt, beginnt sie seltsame Zeichnungen einer mysteriösen Kreatur mit Flügeln anzufertigen. Jahre später begegnet ihr Wittwer John dem geflügelten Wesen und wird in einen gefährlichen Strudel aus paranormalen Aktivitäten gezogen. In Point Pleasant riss der Zusammenbruch einer Brücke im Jahr 1967 wie im Film 46 Menschen in den Tod. Augenzeugen berichteten eine grosse, weisse Kreatur mit Flügeln und roten Augen gesehen zu haben, die darauf als «The Mothman» bekannt wurde. Die Schlange im Regenbogen (1988) Im Auftrag eines Pharma-Riesens ist Dennis Alan auf Haiti unterwegs, um ein bestimmtes Pulver zu finden, das Menschen in Zombies verwandeln soll. Die Nachforschungen des Wissenschaftlers rufen dunkle Gestalten aus Voodoo-Kreisen auf den Plan. Die Geschichte basiert auf den Erlebnissen von Clairvius Narcisse, der nach Konsum eines Drogen-Cocktails 1962 auf Haiti verstarb. Ein paar Tage später soll man den Mann wieder ausgegraben und wiederum mit einem Cocktail zum Leben erweckt haben. Nach 10 Jahren Gefangenschaft bei seinem Voodoo-Meister soll er 1980 wieder zu seiner Familie heimgereist sein.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Wer lässt sich eigentlich die kranken Geschichten für Hollywoods Horror-Filme einfallen? Nun, manchmal ist die Antwort auf diese Frage noch erschreckender als die blutigen Streifen selbst. Nicht selten basieren die Filme auf wahren Begebenheiten.

Falls Sie bisher ihre Freundin mit «Schatz, es ist nur ein Film und die Leichen sind alle Schauspieler» beruhigt haben, müssen Sie sich schleunigst etwas Neues einfallen lassen. Denn obwohl die wahren Begebenheiten selbstverständlich ausgeschmückt und für die Kinoleinwand optimiert wurden, bleibt eine unumstössliche Wahrheit: Nichts ist schockierender und furchteinflössender als die Realität.

Schädel als Futternapf für Katzen

Glauben Sie nicht? Machen wir jetzt gemeinsam ein kleines Experiment: Halten Sie einen Moment inne, bevor Sie diesen Artikel weiterlesen und denken Sie an «Psycho», «The Texas Chainsaw Massacre» und «Das Schweigen der Lämmer». Haben Sie Angst? Natürlich nicht! Sie bringt so schnell nichts aus der Ruhe, oder? Dann lesen Sie jetzt weiter.

Die drei erwähnten Filme sind vom vermutlich schrecklichsten Verbrecher in der Geschichte der USA inspiriert: Edward Theodore Gain tötete in den Fünfzigerjahren zwei Menschen und schändete die Leichen von mindestens 15 weiteren. Bei der Durchsuchung seiner Farm in Wisconsin wurden Sammlungen eingelegter Nasen, weiblicher Geschlechtsteile und Masken aus menschlicher Haut sichergestellt. Auf dem Herd des Leichenschänders befand sich eine Bratpfanne mit einem menschlichen Herz darin. Am Boden standen Schädel, die er als Futternäpfe für seine Katzen benutzte.

Na, noch immer so entspannt? Eben!

Der eiskalte Mörder und Leichenschänder war nicht der einzige, der für die Traumfabrik Hollywood als Ideenlieferant agierte. Die dreizehn grausigsten Fälle von Horror-Filmen, die auf wahren Begebenheiten basieren, haben unsere Kollegen von Ranker.com zusammengetragen. Zu Halloween präsentieren wir Ihnen die fürchterlichste Bildstrecke des Jahres.

(kis)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sarkas Mus am 31.10.2012 17:50 Report Diesen Beitrag melden

    Grausames aus der Neuzeit

    Bringt doch mal die Storry einer grausam unmenschlichen Organisation, welche Menschen dazu verdammte, grosse Tribute zu opfern. Keine weltliche Macht konnte sich diesem Treiben entgegensetzen. Wer nicht zahlte oder sich wehrte, wurde verfolgt und gedemütigt. Die aber die zahlten mussten mitansehen, wie ihre unfreiwilligen Spenden in den dunklen, mächtigen Kreisen der Führungsebene verschwanden oder in mediale Illusionen verschwendet wurden, die kaum wer sehen wollte. Der Realitätsbezug existiert. Es ist ist die Billag!

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  • DJ T. am 31.10.2012 17:51 Report Diesen Beitrag melden

    Auf wahren Begebenheiten...

    Wie ihr hier gut aufgedeckt habt, basieren einige Filme auf "wahren Begebenheiten". Dies ist aber Ansichtssache. Filme wie Texas Chainsaw Massacre und Freitag der 13. basieren ebenso auf Ed Gein und werden auch als wahre Geschichte verkauft nur ums grusliger zu machen. Am Ende ists nur ein kranker Mann der mit rechtzeitiger Hilfe nicht so ein Mist erzeugt hätte. Aber aus irgendwas muss man ja Geld machen....

  • Peter am 01.11.2012 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    'Buffalo Bill', nicht Lecter...

    ...ist (teilweise) von Ed Gein inspiriert. Aber das ist schon aus der Beschreibung offensichtlich.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Tony am 01.11.2012 20:28 Report Diesen Beitrag melden

    Härteste und schockierendste Horror Film

    Die Härteste und schockierendste Horrorfilme die ich in meinem Leben gesehen habe sind: The Human Centipede 2 (Unedited) Martyrs (Unedited) A Serbian Film (Unedited) Salo, 120 Days of Sodom A Serbian Film und Salo würde ich aber abraten!!!

  • Mk am 01.11.2012 19:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Angst hab ich erst...

    ...wenn rauskommt dass "Nightmare on Elm Street" auf einer wahren Begebenheit basiert.

  • LoL am 01.11.2012 16:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hallo

    Die ganzen Filme sind nicht so schlimm auch wen sie mal passiert sind!!!

  • Mister Cel am 01.11.2012 15:19 Report Diesen Beitrag melden

    Kranker Horror!

    Ich finde, ein guter Horror-Film muss unterhaltend sein. Viele neue Filme sind aber einfach nur sinnlos krass und lösen bei den meistens Brechreiz aus. Und wenn ich mir die Kommentare hier so ansehe, geht es nur darum "He, ich hab den gesehen, der ist krass"..."Aber der ist noch krasser". Krank!

    • Antonia am 01.11.2012 16:00 Report Diesen Beitrag melden

      Finde ich nicht

      Für mich muss ein guter Horrorfilm nicht unterhaltsam sein. Ein guter Horrorfilm ist für mich einer, in dem der Horror unterschwellig zu sehen/hören/merken ist, in dem man sich Gedanken über Übersinnliches macht: gibt es das nun oder doch nicht? Stigmata finde ich z.Bsp. so einen. Sleepy Hollow wäre auch einer, wenn sie das arme "Biest" am Schluss nicht 1. klar als Löwe zu erkennen gäben und 2. das "Biest" nicht so billig gemacht hätten. Schade. Ich hatte Mitleid mit dem Tier.

    • Wolfi am 01.11.2012 16:27 Report Diesen Beitrag melden

      @Antonia

      Stigmata und Sleepy Hollow sind auch gute Filme. Aber bei Sleepy Hollow kommt kein Löwe vor, oder? Ich glaube, Du meinst "Pakt der Wölfe"?

    • David W. am 01.11.2012 16:35 Report Diesen Beitrag melden

      @Antonia

      Du meinst etwa Pakt der Wölfe, statt Sleepy (Johny Depp, eines der besten Rollen) Hollow? Die aufgezählten Filme würde ich weniger als Horrorfilme bezeichnen. Eher Grusel- oder Mistery-Filme

    • Antonia am 02.11.2012 08:44 Report Diesen Beitrag melden

      @Wolfi

      War das "Pakt der Wölfe", wo sie am Schluss diesen armen Löwen in Grossaufnahme (nur Gesicht hinter Maske) zeigen? Kann sein. Ich muss die Filme mal wieder anschauen, habe sie alle auf DVD. Übrigens finde auch "Zeit der Wölfe" gut. Das ist "Rotkäppchen", zwar auch phantastisch umgesetzt mit dem Werwolf, aber der Film handelt vom eigentlichen Thema: dem Schutz ihrer jungen Mädchen vor dem bösen bösen Mann. Nicht zu verwechseln mit "Red Riding Hood".

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  • Antonia am 01.11.2012 13:17 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Zombie hing am Glockenseil

    Das ist der blödeste Gruselfilm, den ich im Kino gesehen habe. Der lief vor vielen Jahren bei uns im Kleinstadtkino, und alle Teenies rannten hin, inklusive ich natürlich. Nur war ich die einzige, die den Film Schrott fand. Das einzige, das mich berührte war das Mädchen, das lebendig begraben wurde. Seit diesem Reinfall informierte ich mich sehr genau über Filme, die ich sehen wollte. Aber das war zu einer Zeit, als Bilitis als jugendschädlicher Porno galt ....