Stuntmen

17. Juli 2017 19:38; Akt: 17.07.2017 19:38 Print

Der Tod ist ihr ständiger Begleiter

Das Team von «The Walking Dead» steht unter Schock: Bei Dreharbeiten verunglückte Stuntman John Bernecker tödlich. Solche tragischen Unfälle passieren immer wieder.

Bildstrecke im Grossformat »
John Bernecker wurde nur 33 Jahre alt. Der Stuntman starb bei Dreharbeiten zur Erfolgsserie «The Walking Dead». Er spielte in Blockbustern wie etwa «Fast & Furious 8» oder «Die Tribute von Panem» mit. In «Top Gun» spielen Pete «Maverick» Mitchell (Tom Cruise) und Tom «Iceman» Kazanski (Val Kilmer) zwei todesmutige Kampfpiloten. Klar, dass sie die waghalsigen Stunts nicht selber durchführten. ... Eingesetzt wurde dafür Kunstflieger Art Scholl: Bei einem Flugmanöver über dem Pazifik verlor er allerdings die Kontrolle über seine Maschine und stürzte ins Meer ab. Art Scholl wurde 53 Jahre alt. Martha Mansfield wurde ein Glimmstängel zum Verhängnis. Der Stummfilm-Star, der nur 24 Jahre alt wurde, sass während der Dreharbeiten zu «The Warrens of Virginia» in einem Auto, um eine kleine Pause zu machen. Als ein Passant eine Zigarette anzündete und sein Streichholz ins Auto warf, begann Mansfields aufwändiges Kleid zu brennen. Die Schauspielerin starb am nächsten Tag an ihren Verbrennungen. Eine hochgiftige Schlange biss einen Waldarbeiter, als Klaus Kinski (Bild, starb mit 65) gerade für «Fitzcarraldo» (1982) vor der Kamera stand. Der Mann überlebte nur, weil er sich mit einer Motorsäge den Fuss abschnitt, bevor das Gift in den Körper dringen konnte. Kinski soll laut Augenzeugenberichten übrigens daraufhin einen Tobsuchtsanfall bekommen haben, weil für einmal nicht er im Zentrum des Interesses stand. Brandon Lee, Sohn von Action-Held Bruce Lee, starb am 31. März 1993 bei den Aufnahmen zum Film «The Crow – Die Krähe». Der Stuntman wurde am Set von einer Pistolen-Kugel Attrappe getroffen. Diese kam zuvor für eine Grossaufnahme zum Einsatz, verklemmte sich aber im Lauf und wurde durch den Explosionsdruck der Platzpatronen hinausgeschleudert. Brandon Lee starb im Alter von 28 Jahren. Während der Dreharbeiten zu «xXx» 2002 (mit Vin Diesel) hatte Harry O'Connor die Aufgabe, sich an einem Fallschirmseil abzuseilen und auf einem U-Boot zu landen. Weil er das nicht schnell genug tat, knallte er gegen eine Brücke und war sofort tot. Aus Respekt vor O'Connor, der 44 Jahre alt wurde, liess Regisseur Rob Cohen die Szene im Film drin, schnitt aber den tödlichen Aufprall raus. Niemand kam wilden und gefährlichen Tieren so nahe wie er: Steve Irwin hielt seinen Kopf in das Gesicht von Krokodilen und liess giftige Schlangen gefährlich nahe kommen. Zum Verhängnis wurde dem Australier aber ein Stachelrochen, der ihn am 4. September 2006 bei Unterwasseraufnahmen in die Brust stach. Irwin starb im Alter von 44 Jahren vor der Kamera. Olivia Jackson (33) überlebte 2015 einen schweren Unfall am Set von «Resident Evil: The Final Chapter». Bei einer Töff-Szene knallte die Stuntfrau frontal in einen Kran. Einen Monat später mussten Ärzte Jackson wegen der komplizierten Verletzungen einen Teil des linken Arms amputieren. Auf Instagram schrieb sie im Juni 2016: «So hatte ich mein Leben eigentlich nicht geplant», versehen allerdings mit einem Smiley.

Zum Thema
Fehler gesehen?

In «The Walking Dead» geht es um eine fiktive Zombie-Apokalypse, in der fast die gesamte Menschheit dahingerafft wird. Nun hat sich während der Dreharbeiten echter Horror abgespielt: Stuntman John Bernecker (†33) stürzte bei einer Szene zehn Meter in die Tiefe, verfehlte die rettende Sicherheitsmatte dabei nur um einige Zentimeter – und erlag später im Spital seinen schweren Kopfverletzungen.

Umfrage
Haben Sie Mitleid, wenn Stuntmen verunglücken?
49 %
15 %
36 %
Insgesamt 646 Teilnehmer

Solche tragischen Unfälle sind zwar zum Glück die Ausnahme, kommen aber immer wieder vor. So verloren etwa Tom Cruise und Val Kilmer bei «Top Gun» (1986) ihren Kunstflieger Art Scholl (†53) durch ein misslungenes Flugmanöver. Weitere dramatische Unglücke aus der Stuntmen-Geschichte finden Sie in unserer Bildstrecke.

(ysc)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Besam am 17.07.2017 20:04 Report Diesen Beitrag melden

    So ein riesen Blödsinn

    Der Tod ist ihr ständiger Begleiter ist wohl der grösste Schwachsinn der mir diese Woche im Internet über den Weg gelaufen ist. Der Tod ist der ständige Begleiter von Soldaten und Zivilisten im Kriegsgebiet. Wäre das bei Stuntmen so, würde sie keine Versicherung aufnehmen. Das ist ein Beruf wie jeder andere auch und es gilt Safety first. Alles wird doppelt und dreifach gesichert und jedes Risiko auf das absolute Minimum gesenkt, denn Stuntmen wollen nicht sterben sondern Geld verdienen.

    einklappen einklappen
  • Hosche am 17.07.2017 20:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Stuntman

    Brandon Lee, der Sohn der Karate-Legende Bruce Lee, war aber nicht Stuntman, sondern der Hauptdarsteller im Film The Crow.

    einklappen einklappen
  • MärkiH am 17.07.2017 19:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    RIP

    Eigentlich verrückt, dass Stuntmen's soweit gehen müssen, nur damit uns Zuschauern die Filme gefallen. RIP

Die neusten Leser-Kommentare

  • Yasin Gfeller am 18.07.2017 13:42 Report Diesen Beitrag melden

    @ hosche

    @ Hosche Nein mein lieber, Bruce Lee war und ist noch nie ein Karate Meister gewesen!!!!!!!!!!!!!!! Karate Ist Japanisch und Bruce Lee war ein Chinese also Kung Fu Meister ein kleiner aber wichtiger unterschied. Schliesslich ist ein Berner auch kein Zürcher oder?!!

  • Panther am 18.07.2017 09:39 Report Diesen Beitrag melden

    ach sowas aber auch

    vielleicht hätte Ihm einer mitteilen sollen das dies gefährlich ist.

  • Konrad D. am 18.07.2017 07:33 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist eben gerade nicht tragisch!

    Bitte bei Gelegenheit nachschlagen, was dieser Begriff genau bedeutet!

  • Typhoeus am 18.07.2017 07:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gänsehaut ist das Wenigste

    beim Zuschauen von Stunts.

  • BattleX am 17.07.2017 21:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Risiko

    Es gibt ja genügend Berufe die tödliches Risiko mit sich bringen. Manchmal passieren trotz höchste Sicherheit solche tragische Unfälle. Es muss nur einmal etwas schief laufen und das wars. Sowas würde ich als Berufsrisiko bezeichnen. Aber trotzdem schade um sollche dramatische Ereignisse.