Erfolg mit Diversität

14. Februar 2018 09:44; Akt: 14.02.2018 09:44 Print

Mit «Black Panther» läutet Marvel die Revolution ein

Mehr als ein Superhelden-Film: Hollywood feiert im neusten Blockbuster endlich Diversität. Und wird damit viel Geld verdienen.

Chadwick Boseman spielt die Titelrolle in «Black Panther». Quelle: Disney
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2017 war «Wonder Woman» Gesprächsthema Nummer eins im Filmgeschäft. Erstmals durchbrach der Streifen eines weiblichen Regisseurs punkto Einspielergebnis die 100-Millionen-Dollar-Marke am Startwochenende in den USA.

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Patty Jenkins Superheldinnen-Streifen mit Gal Gadot in der Hauptrolle schloss das Kinojahr mit über 400 Millionen Dollar Ertrag sogar auf Platz drei ab. Da konnten weder «Spiderman» noch «Thor» mithalten. Endlich war der Beweis angetreten: Frauen können die Last eines Mega-Blockbusters auf ihren Schultern tragen, vor und hinter der Kamera.

Erster schwarzer Superheld

Die bahnbrechende Rolle, die «Wonder Woman» 2017 in Sachen Gleichberechtigung zufiel, geht 2018 nun nahtlos auf «Black Panther» über. Noch nie hat man ein Projekt dieser Grössenordnung (der neue Marvel-Film kostete 200 Millionen Dollar in der Produktion) einem afro-amerikanischen Regisseur («Creed»-Macher Ryan Coogler) anvertraut, der ein fast aussschliesslich schwarzes Ensemble (u.a. Chadwick Boseman, Michael B. Jordan und Lupita Nyong'o) führt.

Mit dem ehrgeizigen Projekt schreibt Marvel also Geschichte. Lange schien die Zeit für den grossen Auftritt des schwarzen Panthers nicht reif. Bestrebungen, die Comic-Figur, die es schon seit 1966 gibt, auf die Kinoleinwand zu bringen, scheiterten wiederholt. Wesley Snipes hatte in den 1990er-Jahren vergeblich versucht, den Streifen zu realisieren.

«Black Panther» soll Mega-Hit werden

Doch es zeichnet sich ein Umdenken in der Branche ab. Nachdem fehlende Nominierungen für schwarze Schauspieler vor drei Jahren noch zum #OscarsSoWhite-Aufschrei führten, sieht es 2018 deutlich besser aus. Ein Fünftel der Nominierungen für Schauspieler entfallen auf Afroamerikaner.

Und mit «Get Out» und «Girls Trip» avancierten 2017 Filme schwarzer Regisseure mit schwarzen Darstellern zu globalen Kino-Hits. Womit das alte Vorurteil widerlegt ist, dass «schwarze» Filme bei einem «weissen» Publikum einfach nicht ankommen.

Und auch «Black Panther» scheint ersten Prognosen zufolge durch die Decke zu gehen: Es zeichnet sich ein Startwochenende von über 150 Millionen Dollar allein in den USA ab, wie das Wirtschaftsmagazin «Forbes» schätzt. Damit würde «Black Panther» in der Liga von «Rogue One: A Star Wars Story» oder «The Hunger Games» spielen und sich vor vielen anderen Marvel-Filmen wie etwa «Thor: Ragnarok» klassieren. Hinzu kommt, dass die Kritiken am Film überwältigend positiv sind und dem Film damit eine lange Laufzeit beschert sein wird.

«Black Panther» startet am 15. Februar im Kino. Mehr zum Film in der Infobox.

(cat)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jenny am 14.02.2018 10:52 Report Diesen Beitrag melden

    Verrückte Welt

    In den 90ern haben wir unzählige beliebte Filme mit schwarzen Helden gesehen (Will Smith, Martin Lawrence, Denzel Washington, Wesley Snipes, Eddie Murphy usw.) und das war völlig normal. Damals haben die Medien aber auch noch nicht ständig von Rassen und Gruppenidentität geredet wie es heute und zuletzt wohl in den 60er Jahren der Fall war. Wo soll das noch hinführen?

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  • Patrick Fischer am 14.02.2018 11:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trendwort Diversität?

    Kleine Korrektur: Der Cast von Black Panther hat nichts mit Diversität zu tun - über 90% der Schauspieler und Statisten haben die gleiche Hautfarbe! Was auch völlig korrekt ist, schliesslich passt dies zur Story. Aber von Diversität zu sprechen ist im Angesicht dieser Zahlen schlicht falsch. Die Besetzung von Rollen in Filmen sollten immer mit passenden Schauspielern vorgenommen werden ohne Rollen für "Quoten-Ethnien". Dass Hollywood diesem Anspruch nicht immer gerecht wird ist offensichtlich. Doch gleichzeitig muss ich jedesmal lachen, wenn plötzlich ein "Schwarzer Quoten-Ritter" im Europa des 13.Jhd über den Bildschirm reitet.

  • Master Nerd am 14.02.2018 13:09 Report Diesen Beitrag melden

    Grosse Korrektur

    Der erste schwarze Superheldenfilm war Meteorman von 1993. Da dies ein Film ist kann man dass ja verstehen aber der im Artikel erwähnte Wesley Snipes selbst drehte Ende der 90er die Blade-Trilogie, welche ebenfalls zu Marvel gehört. Weiter der Catwoman-Film mit Halle Berry und Hankock mit Will Smith weitere schwarze Superheldenfilme, welche vor Blackpanther erschienen sind. Dieses Missverständis ist leider aktuell weltweit zu beobachten und ist für mich einfach nur eine Mischung aus Marketing und schlechter Recherche.

Die neusten Leser-Kommentare

  • I_AM_VAMPIRE am 14.02.2018 17:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frauen Power

    Wonder Woman war auch besser als Spiderman oder thor!

  • Master Nerd am 14.02.2018 13:09 Report Diesen Beitrag melden

    Grosse Korrektur

    Der erste schwarze Superheldenfilm war Meteorman von 1993. Da dies ein Film ist kann man dass ja verstehen aber der im Artikel erwähnte Wesley Snipes selbst drehte Ende der 90er die Blade-Trilogie, welche ebenfalls zu Marvel gehört. Weiter der Catwoman-Film mit Halle Berry und Hankock mit Will Smith weitere schwarze Superheldenfilme, welche vor Blackpanther erschienen sind. Dieses Missverständis ist leider aktuell weltweit zu beobachten und ist für mich einfach nur eine Mischung aus Marketing und schlechter Recherche.

  • Ein Freund der Comicwelt am 14.02.2018 12:45 Report Diesen Beitrag melden

    Marvel und die Diversität

    Diversität, tolle Sache. Aber "endlich"? Da hat wohl jemand die neueren Comics nicht gelesen. Marvel leidet fast schon unter aufgezwungener Diversität. So ziemlich jeden Superhelden gibt es auch als schwarze, weisse, weibliche oder männliche Variante. Die meisten davon sind aber ziemlich langweilig, da ihre gesamte Hintergrundstory aus "Was wäre wenn Captain Muskelprotz eine afroamerikanische Frau wäre?" besteht. Das ist keine Diversität, das sind Quotenschwarze. Black Panther hingegen ist nicht so, er war von Anfang an ein afrikanischer Superheld. Hoffentlich wird der Film gut.

  • Bertb am 14.02.2018 12:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    welche revolution?

    in allen comics gabs farbige helden und schurken! also nichts neues die filme liegen sogar noch hinten. bei den comics gabs auch grüne, purpur, violette, rote, gelb, mehrfarbig usw...frauen, männer usw...lest mal die alten comics liebe leute und filme macher. so wie es aussieht sind comicleser euch 40-50 jahre vorraus was dies angeht mit farben und beim geschlecht der helden u. schurken u. körperformen.

  • P. S. am 14.02.2018 12:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Genug 

    Als ob es keine Filme mit schwarzen in der HaupTrolle gäbe. Geschweige den ein Held. Will Smith, Samuel L Jackson, Morgan Freeman, etc. Pure der Medien. Ohhh Diversität das erste mal.