«Sennenlutschi»

31. März 2010 23:55; Akt: 01.04.2010 09:58 Print

Sennentuntschi als Pornoversion

von Niklaus Riegg - Der Wirbel um «Sennentuntschi» nimmt kein Ende. Jetzt wird der Film auch noch durch den Porno-Fleischwolf gedreht.

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Im Oktober soll das Drama um «Sennentuntschi» eigentlich sein Happy End finden. Der Skandalfilm von Regisseur Michael Steiner (40), in dem eine Strohpuppe lebendig wird, kommt dank einer Finanzspritze des Film-Riesen Constantin doch noch in die Kinos.

Doch jetzt nutzt Pornoproduzent Peter Preissle (54) den Wirbel um «Sennentuntschi» aus und bringt seine eigene Version «Sennenlutschi»: «Es ist eine lustvolle Version der Alpensaga», so Preissle gestern zu 20 Minuten, «während ‹Senntuntschi› ja schon fast ein Splatterfilm ist.»

Auch wenn Preissle bis letztes Jahr mit Michael Steiner zusammengewohnt hat, kann er sich einen Seitenhieb gegen seinen Kollegen nicht verkneifen: «Wir haben in drei Tagen in Ostdeutschland gedreht und Unsummen hat der Dreh auch nicht gekostet.» Steiner brauchte für seine Alpensaga 50 Drehtage im Bündnerland, das Budget belief sich auf 5,5 Millionen Franken.

Für Michael Steiner ist die Pornoversion von «Sennen­tuntschi» kein Problem: «Da die ursprüngliche Sage schon einen sexuellen Hintergrund hat, war es zu erwarten, dass jemand auf diese Idee kommt.» Laut Steiner ist es in Hollywood gang und gäbe, dass es von grossen Produktionen ­Pornoversionen gibt, «doch ‹Sennentuntschi› könnte jetzt der erste Film sein, bei dem die Sex-Version noch vor dem eigentlichen Film erscheint», so Steiner.