Neues Spin-off

17. Mai 2018 22:17; Akt: 17.05.2018 22:17 Print

Mit «Solo» macht «Star Wars» wieder Spass

So leichtherzig war «Star Wars» seit 40 Jahren nicht mehr: Im neuen Spin-off lastet ausnahmsweise nicht das Wohl der Galaxis auf den Schultern des Protagonisten. Das tut gut.

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Am 24. Mai läuft «Solo: A Star Wars Story» in den Deutschschweizer Kinos an. Die Macher standen vor der heiklen Aufgabe, die Kultfiguren Han Solo, Chewbacca und Lando Calrissian mit neuen Schauspielern zu besetzen. Ob ihnen das gelungen ist? Bilde dir mit den folgenden Slides selbst eine Meinung. Den Anfang macht Titelheld , der im Spin-off von Alden Ehrenreich (28) dargestellt wird. Der Amerikaner spielt einen unbeschwerteren Han, der noch nicht in den Kampf zwischen den beiden Seiten der Macht hineingezogen wurde. Also bei der Frisur hat das Haare-und-Make-up-Department ganze Arbeit geleistet. Zwischen «Solo» und «Star Wars: Episode IV» liegen ungefähr zehn Jahre – um so viele Jahre älter als Ehrenreich heute sieht Harrison Ford (heute 75, damals 35) auch etwa aus. Passt also. In «Solo: A Star Wars Story» wird die witzige Kennenlerngeschichte von Han und seinem Sidekick erstmals fürs Kino erzählt. Da zwischen dem Film und dem ersten «Star Wars»-Streifen etwa eine Dekade liegt und Chewie bei «Solo» schon 190 Jahre alt war, ... ... sieht er in «Episode IV» nicht sonderlich anders aus – ausser, dass er seinen Munitionsgürtel in «Solo» überkreuzt trug und noch keinen Wookiee Bowcaster (die Laser-Armbrust) schwang. Damals steckte Peter Mayhew (73) im Fellkostüm, seit «Episode VII» macht der ehemalige finnische Basketballspieler Joonas Suotamo (31) den Job. Von Kritiker- und Publikumsliebling Donald Glover (34) wurde nichts anderes erwartet, trotzdem ist es erstaunlich, dass er die Rolle des Meisterschmugglers und Trickbetrügers tatsächlich noch smoother spielt als ... ... damals Billy Dee Williams (81) in den «Star Wars»-Episoden «VII» und «VIII». Glover trägt zudem einige Hemden, die sich auch in deiner Real-Life-Garderobe verdammt gut machen würden. Und weil seine Rolle in «Solo» eher Nebensache ist, denkt Lucasfilm-Präsidentin Kathleen Kennedy (64) bereits laut über ein eigenes Lando-Spin-off nach. Als Regisseur von «Solo: A Star Wars Story» wird übrigens Ron Howard (64, «Apollo 13», «A Beautiful Mind», «The Da Vinci Code») aufgeführt. Der erfahrene Filmemacher und Freund von «Star Wars»-Schöpfer George Lucas (74) übernahm den Posten, als bereits seit über vier Monaten gedreht worden war und ... ... Lucasfilm die eigentlichen Regisseure Phil Lord und Christopher Miller (beide 42, «Cloudy with a Chance of Meatballs», «The Lego Movie», «21 Jump Street») aufgrund von «kreativen Differenzen» gefeuert hatte. Die beiden werden im Abspann nun nun als «ausführende Produzenten» genannt. Schon beim ... ... ersten «Star Wars»-Spin-off-Film «Rogue One» (im Bild Hauptdarstellerin Felicity Jones, 34) spielte Lucasfilm «Reise nach Jerusalem» mit dem Regiestuhl: Die Haupt-Dreharbeiten koordinierte Gareth Edwards (42), für die Nachdrehs wurde der erfahrene Tony Gilroy (61) an Bord geholt. Und wie bei «Solo» kam dabei wider Erwarten – solche personellen Rotationen zeugen in der Regel von grösseren Problemen – ein richtig guter Film heraus.

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Disney hat «Star Wars» erfolgreich in die Gegenwart geholt: Sowohl die Episoden «VII» und «VIII» als auch das Spin-off «Rogue One» sind gelungene Weltraumepen. Bei all der Dramatik und dem Pathos ums Schicksal der weit, weit entfernten Galaxis bleiben der Humor und die Leichtherzigkeit der Original-Filme von vor 40 Jahren aber auf der Strecke.

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Team Han, Team Chewie oder Team Lando?

In seinem neuen Solo-(ha!)-Film füllt Space-Cowboy Han Solo (zum ersten Mal in der Rolle: Alden Ehrenreich) diese Lücke und erlebt ein Abenteuer, das ungewohnt unbekümmert, aber trotzdem mit Tiefe daherkommt. Hier sind fünf Gründe, warum das so ist.


Cast und Crew sprechen über «Solo: A Star Wars Story». (Video: Lucasfilm/Walt Disney)

1. Die Galaxis steht nicht auf dem Spiel
Die «Star Wars»-Hauptepisoden drehen sich stets um das Duell Gut gegen Böse. Jede wichtige Figur trägt eine immense Bürde – auch im «Episode IV»-Prequel «Rogue One». «Solo: A Star Wars Story» handelt vom titelgebenden Han Solo, der eigentlich nur genug Kohle mit krummen Jobs scheffeln will, um auf seinen Heimatplaneten und zu seiner Liebsten zurückkehren zu können.

2. Der Protagonist hat keine Verantwortung
Durch Han fliesst weder die berühmte «Star Wars»-Macht, noch fasst er eine Mammutaufgabe, wie die Pläne des imperialen Todessterns zu stibitzen. Stattdessen schlägt er sich mit – durchaus riskanten – Gaunereien durch, und es wirkt somit nicht fehl am Platz, wenn er dabei lockere Sprüche vom Stapel oder seinen Ganovencharme spielen lässt.

3. Der Antagonist ist weder Sith noch Imperialist
Einen erheblichen Teil von «Solo» verbringen Han und seine Truppe damit, ihre Schuld bei Dryden Vos (Paul Bettany), dem Ober-Schlitzohr eines Verbrechersyndikats, zu begleichen. Dessen Ambitionen umfassen nicht, wie vom Space-Opera-Franchise gewohnt, die Herrschaft über die Galaxis, sondern beschränken sich auf den schnöden Mammon, was durchaus erfrischend ist. Und: Bettany spielt den Bösewicht so erfrischend charmant, dass du ihm sogar während einiger Augenblicke die Daumen drücken wirst.


Die Szene im Film, in der Chewbacca (Joonas Suotamo) Hans Co-Pilot wird. (Video: Lucasfilm/Walt Disney)

4. Der Twist bläst dir das Hirn weg
Gegen Ende kommt der 135-Minuten-Streifen mit einer Enthüllung um die Ecke, die so unerwartet wie abgefahren ist – während der Tod von Han und Luke Skywalker (Mark Hamill) in «Episode VII» beziehungsweise «VIII» vor allem tragisch war. Der «Solo»-Twist mag nicht den die Galaxis erschütternden Gehalt des «Luke, ich bin dein Vater»-Moments haben, aber du wirst (vorausgesetzt, du verschlingst nicht sowieso jedes «Star Wars»-Häppchen im Netz) noch im Kinosaal dein Handy zücken und «Warum...?!» googeln, versprochen.

5. Eine Fortsetzung steht in den Sternen
Bei den Haupt-Trilogien stand von Anfang an fest, wie viele Filme darin enthalten sein werden und dass nach dem Tod von allen Hauptfiguren kein «Rogue One»-Sequel ansteht, ist durchaus klar. Ob die losen Enden vom «Solo»-Storyfaden weitergesponnen werden, ist hingegen nicht sicher – das macht das Abenteuer aufregender.

Einerseits könnte das Spin-off praktisch problemlos eine einmalige Sache bleiben, andererseits bietet sich speziell der oben erwähnte Plot-Twist für eine Fortsetzung an. Ausserdem wirst du vom supersmoothen jungen Lando Calrissian (Donald Glover) noch lange nicht genug haben – ein Standalone-Film mit ihm sei sogar schon angedacht.

«Solo: A Star Wars Story» läuft am 24. Mai in den Deutschschweizer Kinos an.


Der Trailer zum Film. (Video: Lucasfilm/Walt Disney)

(shy)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Antidas am 18.05.2018 02:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Obi Wan

    Die Fusstapfen in welche Aldenreich treten muss, sind gewaltig. Harrison Fords Darstellung als Han ist eine meiner absoluten Favoriten. Meiner Meinung nach wäre Chris Pratt ( Starlord ) absolut die richtige besetzung gewesen. Bin aber gespannt. Mein grosser Wunsch wäre aber auch entlich ein Kenobi Spin-Off mit Ewan McGregor. Einer der interessantesten Figuren der ersten drei Epidoden.

  • Amidala am 18.05.2018 08:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mal sehen...

    soll sich jeder sein eigenes Bild machen... der eine Kritiker sagt das, der andere das... ich liebe Star Wars seit meiner Kindheit... war in Schockstarre als Han von Kylo getötet wurde... das ein Spin Off von Young Han wundert mich nicht... ich wollte auch Rouge One nicht schauen, dachte aber, ich muss mein eigenes Urteil fällen und ich musste sagen, den fand ich persönlich echt gut gemacht, die Story wie das ganze drumherum. ich lasse mich nun überraschen, aber am an Ende gibt es auch für mich nur Harrison als echten HAN.

  • Freshdachs86 am 17.05.2018 23:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    I still have a bad feeling about this...

    Der protagonist hat keine verantwortung? WHUT?! ^^ er muss nur han solo verkörpern... und ich glaube ehrlichgesagt der typ wird neben dem jungen calrissian (donald glover) blass aussehen... xD

Die neusten Leser-Kommentare

  • Freshdachs86 am 18.05.2018 17:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hm

    Ich wäre froh disney würde star wars filme so gut planen/umsetzen, wie sie es mit marvel machen...

  • chewbacca am 18.05.2018 09:29 Report Diesen Beitrag melden

    Star Wars war mit Episode 6 fertig

    Episoden 1 bis 3 hatten wenigstens eine solide Grundidee, einige gute Schauspieler und nicht wenige beeindruckende Szenen, die neuen Filme haben nichts davon. Es wird ständig schlimmer. Solo, Episode 9 und alles was danach folgt werde ich mir nicht mehr ansehen. Der letzte Film war eine grosse Frechheit.

    • iputLAonmyback am 18.05.2018 10:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @chewbacca

      dann halt, gibt genug leute wie ich zum beispiel die das anders sehen und sich den streifen anschauen (:

    einklappen einklappen
  • S. Arkasmus am 18.05.2018 09:28 Report Diesen Beitrag melden

    Nächste Episode

    Da fällt mir noch ein... Wedge Antilles hat noch kein eigener Spin- off. :-)

  • Amidala am 18.05.2018 08:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mal sehen...

    soll sich jeder sein eigenes Bild machen... der eine Kritiker sagt das, der andere das... ich liebe Star Wars seit meiner Kindheit... war in Schockstarre als Han von Kylo getötet wurde... das ein Spin Off von Young Han wundert mich nicht... ich wollte auch Rouge One nicht schauen, dachte aber, ich muss mein eigenes Urteil fällen und ich musste sagen, den fand ich persönlich echt gut gemacht, die Story wie das ganze drumherum. ich lasse mich nun überraschen, aber am an Ende gibt es auch für mich nur Harrison als echten HAN.

  • Dänu am 18.05.2018 08:53 Report Diesen Beitrag melden

    Zu alter junger Han...

    Warum sieht "der junge" Han älter aus als der Original-Han? Macht keinen Sinn... Schlechte Besetzung!