02. Februar 2005 23:38; Akt: 03.02.2005 01:52 Print

Tierischer Pas de deux mit grossem Fun-Faktor

Ihr Mann ist ein Tanzmuffel? Dann fordern Sie Ihren Hund zum Pas de deux auf.

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Dogdance heisst der jüngste Freizeit-Trend, bei dem sich Hund und Mensch im Gleichschritt bewegen.
Ein Schritt nach links, ein Schritt nach rechts. Anmutig durchquert Evelyn Streiff die Arena der Winterthurer Eulachhallen. Fast ebenso elegant und nicht minder motiviert tänzelt ihr Vierbeiner der Meisterin nach. Dogdance heisst das Spektakel, bei dem Hund und Herrchen zu Musik eine Choreografie darbieten.

Achtzig Teilnehmende und 1000 Zuschauer haben sich letztes Wochenende am 2. Internationalen Dogdance-Turnier in Winterthur eingefunden, um dem tierischen Pas de deux beizuwohnen.
Das Publikum ist begeistert, als zu Streiffs Choreografie Kylie Minogues «I Just Can’t Get You Out of My Head» aus den Boxen schallt. Die diplomierte Tierpsychologin weiss: «Wer zu einem Hit tanzt, hat beim Publikum schon einen Bonus.» Bei vielen steht das Siegen jedoch nicht im Vordergrund: «Den meisten geht es um den Spass», sagt Gaby Oswald (31), Initiantin des Turniers.

Für den Menschen sei einerseits das Training mit dem Hund, andererseits die künstlerische Interpretation eines Musikstücks faszinierend. «Dem Hund tut die geistige Herausforderung gut», erklärt sie. Noch ist die Szene tänzerischer Hundehalter in der Schweiz mit rund hundert Aktiven klein. Aber «sie wächst täglich», beteuert Oswald.
Schliesslich hat Dogdance – gerade für Frauen – einen gewichtigen Vorteil: Weigert sich der Partner am Wochenende, das Tanzbein zu schwingen – einfach nach Hasso pfeifen, und los geht der Spass!

Claudia Schlup