Elviiiiiiiiiis!!!

16. August 2012 07:25; Akt: 16.08.2012 07:31 Print

35 Jahre tot – und kein Thronfolger in Sicht

von Adrian Sainz, AP - Beatles, Rolling Stones ... jaja, schon recht. Aber bis heute gibt es nur einen King of Rock'n'Roll. Heute, am 16. August vor 35 Jahren, starb Elvis. Seine Mitmusiker blicken zurück.

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Der King, wie er damals wie heute genannt wurde und wird, starb vor 35 Jahren, am 16. August 1977, im Alter von 42 Jahren, und noch immer pilgern jährlich Tausende Fans zu seinem Anwesen Graceland in Memphis. An seinem Todestag geben im Rahmen der «Elvis-Woche» einige seiner musikalischen Weggefährten wie DJ Fontana und Bobby Wood auf einem Konzert in der Stadt wieder seine Hits, begleitet von Video-Einspielungen, die Elvis live zeigen.

Presley beschreiben sie als intelligent, freundlich und grosszügig. DJ Fontana, mittlerweile 81 Jahre alt, erinnert sich noch an die Auftritte mit dem noch unbekannten Elvis bei den «Louisiana Hayride»-Shows Anfang der 50er des vergangenen Jahrhunderts. Presley habe selten geprobt und sei immer cool gewesen. «Am Anfang hat er sich nie vorbereitet», sagt Fontana, der 14 Jahre Schlagzeug in Elvis' Band spielte. «Wenn er auf die Bühne kam, war er immer sofort voll da. Er war nicht nervös.»

75 000 Fans erwartet

Zu dem Gedenkkonzert am Donnerstag werden auch Presleys Exfrau Priscilla und seine Tochter Lisa Marie Presley erwartet. Zu der am vergangenen Wochenende in Memphis begonnenen Elvis-Woche werden 75 000 Fans kommen, schätzen die Organisatoren.

Gekommen ist auch der Komponist Mike Stoller, der mit seinem Partner Jerry Leiber einige der grössten Hits Presleys schrieb. Bei einem Songwriter-Forum am Wochenende erinnerte er sich an den Aufstieg des jungen Elvis, der wie damals kein anderer Weisser die Musik der Schwarzen, Blues und Gospel, singen konnte. Leiber/Stollers «Hound Dog» wurde 1953 zuerst von Big Mama Thornton aufgenommen, die damit einen Erfolg beim schwarzen Publikum landete, darüber hinaus aber in den noch von Rassentrennung geprägten USA kaum bekannt wurde. Stoller erfuhr von Presleys Version erst, als er 1956 von einem dreimonatigen Europa-Aufenthalt zurückkam. Damals reiste man noch per Schiff über den Atlantik, und die - von Udo Lindenberg besungene - «Andrea Doria» kollidierte am 25. Juli 1956 mit einem anderen Linienschiff, der «Stockholm». 52 Menschen kamen ums Leben.


Elvis singt «Hound Dog» in der «Milton Berle Show» im Juni 1956. Seine Tanzeinlagen verzückten die Teenager und empörten die Erwachsenen. (Video: YouTube/lasoo88)

«Ein junger weisser Bursche»

Stoller wurde nach dem Untergang der «Andrea Doria» von einem Frachter aufgenommen und nach New York gebracht, wo Leiber ihn abholte. Sein vor zwei Jahren verstorbener Partner habe ihn mit den Worten begrüsst: «'Mike, wir haben einen Smash-Hit'.' Ich sagte: 'Du machst Witze.' Er sagte: 'Hound Dog', und ich: 'Big Mama Thornton?' Er sagte nein, 'ein junger weisser Bursche namens Elvis Presley'», erzählt der 79-Jährige.

Durch Militärdienst - in der Bundesrepublik - und viel zu vielen bestenfalls mittelmässigen Filmen verblasste Presleys musikalischer Stern in den 60ern etwas. Beatles, Stones und Bob Dylan stiegen zu Weltstars auf. Doch Elvis kam zurück: 1968 mit dem berühmt gewordenen »Comeback Special« im US-Fernsehen. Presley blieb in Memphis und nahm mit seiner Studioband, den Memphis Boys, die Alben »From Elvis in Memphis« und »Elvis: Back in Memphis« auf.

Telefonnetz zusammengebrochen

Bobby Wood war Keyboarder der Memphis Boys und hatte einen besonderen Draht zu Elvis, weil er auch aus Mississippi stammt. Bei einer Session habe er sich bewundernd über einen Ring geäussert, den Elvis trug. »Er hat ihn einfach ausgezogen und ihn mir gegeben. Innen war sein Name eingraviert. «Er habe das Geschenk abgelehnt.» Ich sagte, Mann, ich bin wegen dir hier, will einfach nur dein Freund sein. Du musst mir nichts geben.»

Songwriter Andy Childs erinnert sich noch daran, wie er als Kind Elvis in Graceland sah, auf einem Pferd beim Eingangstor 1969. »Er hat viel gelächelt und sah blendend aus«, erzählt der Country-Musiker.» Als er mir die Hand gab, sah er mir direkt in die Augen. Er machte viele Blickkontakte.« Nach der Nachricht von Presleys Tod sei in Memphis das Telefonnetz zusammengebrochen. »Wir hielten Elvis Presley für unbesiegbar, dachten, er würde immer da sein. Es war ein unwirklicher Moment. Mit 42 zu sterben ist viel zu früh.«

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Ausgewählte Leser-Kommentare

Elvis ist nicht bloss der King of Rock'n'Roll, sondern der King of Music! Die meisten haben gar keine Ahnung von Elvis' musikalischer Bandbreite: Ob Blues, Country, Balladen... er konnte alles singen. Wie Bruce Springsteen treffend sagte: "There have been a lot of tough guys. There have been pretenders. And there have been contenders. But there is only one king" – Adrian Reber

Elvis hatte den Zeitgeist voll erwischt und konnte eine zeitlang auf einer Erfolgswelle reiten. Es war nicht nur die Harmonie seiner Werke! Doch in der letzten Phase wurden auch seine Werke immer banaler. Möchte jemand heute ein Musik-King werden, sieht er sich einem ungeheuren Spektrum von Erwartungen und Gegensätzen ausgesetzt. Das Volk zu einen scheint unmöglich. Es müsste etwas völlig Neues geschaffen werden und das ist doch sehr unwahrscheinlich. – Musik Lehrerin

Die neusten Leser-Kommentare

  • TomTom am 16.08.2012 13:05 Report Diesen Beitrag melden

    Es hört nie auf.

    Noch heute kommen alleine auf iTunes fast monatlich neue Elvis-Alben heraus. Ich wage mal zu behaupten, dass ist bei keinem anderen Künstler nach 35 Jahren nach dessen Tod der Fall. Klar sind oft immer dieselben Stücke drauf. Aber letztlich habe ich ein Album gekauft, da hatte es wieder Songs drauf, die ich noch nie gehört hatte. Und ich dachte, ich kenne mittlerweile alles vom King.

  • Sara am 16.08.2012 12:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Neuer Musikstil

    Ein neuer King? Da müsste wohl ein neuer Musikstil gefunden werden..

  • Robert Lee am 16.08.2012 11:28 Report Diesen Beitrag melden

    wo bleiben soctty und bill?

    bitte nicht vergessen; ohne den grossatigen gitarristen scotty moore und den slapbasser bill black wäre elvis wohl kaum zu diesem ruhm gekommen. die sun-zeit war eh seine beste und vorallem purer rockabilly. danach kam elvis's kommerzieller abschnitt inklusive miesen filmen (gibt ausnahmen wie love me tender, jailhouse rock und king creole).

    • Kosmas Brickle am 16.08.2012 11:49 Report Diesen Beitrag melden

      Sun Records

      Robert: Du hast es genau auf den Punkt gebracht. Thanks!

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  • Adrian Reber am 16.08.2012 10:57 Report Diesen Beitrag melden

    Viva Elvis

    Elvis ist nicht bloss der King of Rock'n'Roll, sondern der King of Music! Die meisten haben gar keine Ahnung von Elvis' musikalischer Bandbreite: Ob Blues, Country, Balladen... er konnte alles singen. Wie Bruce Springsteen treffend sagte: "There have been a lot of tough guys. There have been pretenders. And there have been contenders. But there is only one king"

  • Armin Po. am 16.08.2012 10:39 Report Diesen Beitrag melden

    das leben ist jetzt

    Ich lebe in der heutigen zeit. das leben ist heute und heute gibt es auch speziele künster.

    • rockabilly jack am 16.08.2012 11:46 Report Diesen Beitrag melden

      sorry...

      aber du hast deffinitiv keine ahnung von musik...leider.!

    • Elvis fan am 16.08.2012 12:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      No way

      Das sind doch alles Papnasen im Vergleich zu Elvis Presley!!!! Nach bestenfalls ein paar Jahren sind die weg und niemand kümmert es gross, bei Elvis geraten Generationen die zu seiner Lebzeit noch nicht auf der Welt waren heute noch ins Schwärmen!! Elvis, you are the only One, the only King of Rock n Roll...... You are the best!!!

    • Johnny am 16.08.2012 12:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      No way

      Mal sehen ob von deinen heutigen künstlern auch noch gesprochen wird.....

    • Riccardo De Luca am 16.08.2012 13:54 Report Diesen Beitrag melden

      Gute Künstler

      welche... ???

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