Pegasus

09. Juni 2017 11:06; Akt: 09.06.2017 11:06 Print

Noah Veraguth erklärt die Songs des neuen Albums

Heute steht das neue Pegasus-Album «Beautiful Life» im Regal. Ab heute können Sie die neuen Tracks bereits im 20-Minuten-Radio hören. Wir haben mit Noah über sein Werk gesprochen.

Pegasus-Sänger Noah Veraguth erklärt sein neues Album «Beautiful Life».
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«Beautiful Life», das sechste Studioalbum der Bieler Band Pegasus, ist erschienen. Zur Feier des Tages läuft ab jetzt im 20-Minuten-Radio einmal pro Stunde ein Track des brandneuen Albums.

Noah Veraguth, Leadsänger von Pegasus, hat 20 Minuten schon mal verraten, um was es in seinen fünf Lieblings-Tracks auf dem neuen Album genau geht.

Track 1: «Get Over You»
«Der Album-Opener. Die Thematik des Songs ist irgendwie auch die Thematik des gesamten Albums; über etwas hinwegkommen und neu anfangen. Man macht alles, um sich abzulenken, man trifft Leute, man reist in die Ferne, man sucht den Sinn der bevorstehenden Veränderung und versucht dabei über die Person oder den Umstand hinwegzukommen.»

Track 4: «God Knows»
«Manchmal sind es die wichtigsten Menschen im Leben, die man am schlechtesten behandelt. Man vergisst, was sie für uns tun, wir nehmen ihre Unterstützung und Zuneigung einfach so hin … und merkt dann erst, was man hatte, wenn sie nicht mehr da sind. Dieser Song ist für diese Menschen, ohne die man wahrscheinlich nie durch schwere Zeiten gekommen wäre.»

Track 5: «Frozen River»
«In Zeiten der Trennung und des Loslassens steht alles still, nichts scheint sich mehr zu bewegen, alles ist wie eingefroren. Als ich durch eine Trennung ging, wollte ich dieses Gefühl beschreiben, suchte lange und dachte irgendwann mal an einen Fluss … ein Fluss entspringt hoch im Berg einer Quelle und fliesst anfangs ganz leise, klar und sauber Richtung Tal. Flüsse sind auch sehr wandelbar, können wild und ungestüm sprudeln und zu beängstigenden Wasserfällen werden, sie können tief oder flach sein, wechseln Farbe und Temperatur, sie nehmen auf dem Weg ins Meer immer mehr Dreck auf, bis sie sich am Ende mit dem Ozean vereinen. Irgendwie erinnerte mich der Weg des Flusses an das Leben des Menschen, und eben auch an die Beziehung zwischen zwei Menschen. Und Flüsse können eben auch einfrieren, was mit einer Liebe und einem Lebensgefühl ebenfalls passieren kann … aber unter dem Eis, sogar im Eis drin, leben die Fische und die Pflanzen wie ein geheimer Zauber weiter, was ich als schönes Bild der Hoffnung empfand.»

Track 7: «Wedding Song»
«Mich beschäftigte eine Zeit lang die Thematik der Hochzeit und der Ehe, und wie manche Leute nicht einen Menschen, sondern ein Image heiraten. Manchmal tun sie es wegen dem sozialen Status oder, wie bei «Wedding Song», um die Eltern zufriedenzustellen. Ich fragte mich, ob diese Leute manchmal nachts da liegen und sich fragen, wo all die Zeit, die sie in dieser Ehe verschwendet haben, hingegangen ist und ob sie diese verlorene Zeit zurückbekommen werden. Dieser Song war innerhalb einer Stunde geschrieben und ich persönlich empfinde es als einen unserer stärksten Songs. Und heiraten will wahrscheinlich noch keiner von uns.»

Track 9: «Metropolitans»
«Sich allein in einer Metropole zu befinden, einer von Millionen zu sein, kann sich einsam anfühlen. In diesem Song geht es um die Isolation, in der Menschen einer Grossstadt leben. Manchmal schaut man aus dem Fenster, sieht die Lichter, hört dem Verkehr zu und fragt sich: Ist jemand da draussen, der zu mir gehört, der sich jetzt gerade jemanden wie mich wünscht?
Vielleicht war ich dieser Person schon ganz nahe ... in einer U-Bahn, spätabends in einem Bus, oder vielleicht haben wir uns sogar schon mal angeschaut?»

(lme)

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