24-jähriger Schweizer

23. Mai 2017 17:44; Akt: 23.05.2017 17:44 Print

In Deutschland füllt Faber schon ganze Hallen

von Martin Fischer - Mit unbändigem Live-Fleiss und hochdeutschen Songs fesselt der Zürcher Musiker Faber immer mehr Menschen. Seine Konzerte sind regelmässig ausverkauft – auch in Deutschland.

So geht es bei den Konzerten von Faber ab. (Video: zvg)
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Das Heimspiel in der Amboss Rampe in Zürich vom kommenden Donnerstag ist längst ausverkauft. Auch das Konzert letzte Woche in Luzern: ausverkauft. Wo Faber, 24-jähriger Italo-Schweizer, gesegnet mit einer herausragenden Rauhbein-Stimme, auftritt, stehen die Menschen Schlange.

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In Deutschland ist der Rummel um Julian Pollina, wie Faber bürgerlich heisst (sein Vater ist Liedermacher Pippo Pollina), noch grösser: Im Januar mussten seine Konzerte in Berlin, Köln und Hamburg mehrfach in grössere Hallen verlegt werden.

1600 Zuschauer in Berlin

Das Berliner Columbia Theater war zwei Abende hintereinander ausverkauft. Über 1600 Menschen wollten Faber in der deutschen Hauptstadt sehen – und zu seinen Songs, die traurig und karg, aber auch eingängig und ungestüm daherkommen können, mitsingen und tanzen. «Das war krass», sagt der Sänger selbst dazu.

Für einen Schweizer Musiker hat Faber damit schon mehr erreicht als so mancher, der vor ihm versucht hat, in Deutschland Fuss zu fassen. Und das im Land mit dem drittgrössten Musikmarkt weltweit. Doch wie ist er so weit gekommen? 20 Minuten hat mit Faber über seine ersten Erfolge, hohe Erwartungen und Ehrgeiz gesprochen.

Das Faber-Erfolgsgeheimnis, vom Musiker selbst erklärt:

Gigs, Gigs, Gigs«Im letzten Jahr haben wir fast 150 Konzerte gespielt. Alles, was wir konnten – egal wo, egal um welche Uhrzeit. Manchmal waren da vielleicht 15 Leute im Publikum. Aber wir haben es geschafft, dass diese 15 das nächste Mal wieder kommen – und ihre Freunde mitnehmen. So hat sich das gesteigert.»

Faber liebt die grossen Auftritte: «Ich habe überhaupt kein Problem damit, vor vielen Leuten aufzutreten. Wir spielen Konzerte von bis zu zwei Stunden – gewisse Veranstalter haben auch schon gemeint, wir machen Witze.»

Zürcher füllt in Deutschland ganze Hallen

Seine grösste Stärke: «Ich kann den Menschen Dinge gut schmackhaft machen. Unromantisch formuliert: Ich glaube, ich bin ein guter Verkäufer.»

Er begann als Party-Musiker: «Nach der Matura habe ich oft an Geburtstagen und Hochzeiten gespielt – vor allem italienische Liebeslieder. Ich konnte innert kürzester Zeit davon leben, spielte zwei, drei Shows pro Woche. Andere gingen damals Babysitten oder machten Catering-Jobs, ich sang Italo-Songs auf Partys.»

Wie er mit Druck umgeht: «Chartsplatzierungen sind nichts, was ich anstrebe, das hat für mich keinen grossen Reiz. Es ist viel Müll in den Charts. Wer mehr verkauft, ist nicht automatisch besser. Faber darf wachsen, mit jedem Konzert, mit jedem Song. Ich muss keine Hits haben.»

Wie unterschiedlich er Auftritte in Deutschland und der Schweiz erlebt: «Generell sind die Schweizer zurückhaltender: Es braucht immer ein bisschen mehr Arbeit, bis alle mitsingen oder tanzen. Nach den Konzerten werde ich in der Schweiz auch nicht nach Fotos gefragt, in Deutschland schon.»

Sein Zuhause bleibt die Schweiz: «Ich würde zurzeit nirgends anders wohnen wollen als in Zürich. Leider muss ich mit meinen WG-Freunden oft umziehen. Unser Budget ist beschränkt. Deshalb werden wir immer wieder verscheucht, sobald ein Umbau ansteht. Wir ziehen mindestens einmal im Jahr um.»

Fabers erfolgreichster Song auf Youtube ist «Alles Gute».

Hier performt er «Züri» live.


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Oscar Reinhard am 23.05.2017 18:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Riesentalent

    Sensationell!!!

  • marko 32 am 23.05.2017 18:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Super

  • Paul Meister am 23.05.2017 19:46 Report Diesen Beitrag melden

    Echt jetzt

    da kommen mehr als nur die Verwandten an ein Konzert? Ungefähr 2 Welten entfernt von dwer musikalischen Qualität seines Papa.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Paul Meister am 23.05.2017 19:46 Report Diesen Beitrag melden

    Echt jetzt

    da kommen mehr als nur die Verwandten an ein Konzert? Ungefähr 2 Welten entfernt von dwer musikalischen Qualität seines Papa.

  • marko 32 am 23.05.2017 18:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Super

  • Oscar Reinhard am 23.05.2017 18:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Riesentalent

    Sensationell!!!

  • Fonsi am 23.05.2017 18:26 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte nein

    Brauchts wirklich noch einen Tim-Bendzko mehr, Solokünstler mit billigen Hochdeutschsongs laufen doch sonst schon den ganzen Tag!

  • MärkiH am 23.05.2017 18:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Up and down

    Coole Show - geht ja voll ab! Wenn der Faber jetzt auch noch wirklich singen könnte, dann wär das 'ne tolle Sache. Aber immerhin hat er bewiesen, dass man nicht nur englische Texte nicht versteht. Wenn ein Schweizer Schriftdeutsch singt und die Sprache nicht beherrscht, dann versteht man auch nichts :-)

    • Miaupe am 23.05.2017 18:53 Report Diesen Beitrag melden

      Up or down

      Wow MärkiH! Ich hätte nicht besser sagen können! Der Junge hat so viel potential und verwirklicht wenig davon. Ein paar Gigs weniger, dafür einige Gesangstunden und Arbeit an der Sprache und das könnte auch langfristig was werden.

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