Zürich Openair

23. August 2017 16:08; Akt: 23.08.2017 16:08 Print

Bei diesen Acts wirds schräg, versprochen

Das Zürich Openair schickt sich ab heute Nachmittag an, dem Schweizer Festival-Sommer einen fulminanten Schlusspunkt zu setzen. Da kommen einige Acts gerade recht.

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Wir beginnen unsere kleine Zürich-Openair-Spassparade mit dem US-DJ. Der hat in seiner Heimat schon ein paar Hits gelandet (aktuell läuft sein G-Eazy-Remix «Say Less» heiss) und unterhält seine Fans mit regelmässigen Social-Media-Slapsticks. Der Kalifornier pflegt einen besonderen Humor, der auch in seine Live-Shows und vor allem in seine Outfits einfliesst. Momentan feiert er diese rosa Kinderbrille als Lieblingsaccessoire. Gut möglich, dass er damit auch in Zürich auf der Bühne (oder auf dem Gelände) rumspazieren wird – und vielleicht trefft ihr ihn vorher schon im Tram. ÖV ist er nicht abgeneigt (dazu später mehr). Dillon hat auf Instagram seine eigenen Swipe-Jokes etabliert. Die funktionieren ... ... per Links-Wischen ... ...wie ein digitales Daumenkino. Und wir sehen: Dillon hat eine sehr extrovertierte (oder gar exhibitionistische) Ader. Und ja: Ein paar Pyro-Effekte dürfte er auch nach Zürich mitbringen. Dürfen wir vorstellen: . Der kanadische Singer-Songwriter ist ein prototypischer Indie-Gitarrenheld. Und wie wir hier schon erahnen: Er mags ein bisschen durchgeknallt. Er wird in Zürich ein Gitarren-Rock-Feuerwerk zünden – ob er einige seiner Fender Stratocasters zum Zertrümmern auf Tour dabeihat? Ein Schelm, wer bei diesem Grinsen (Mac ist in der Mitte) Böses denkt. DeMarco hat auch verschiedene Grimassen drauf. Wer das sehen will, sollte also nah am Bühnenrand stehen. Verkleidungen mag Mac ebenso. Was er wohl in Zürich alles im Gepäck hat? So gehen Pyro-Effekte bei Mac DeMarco. Sie sehen: Eine Wundertüte, dieser Kanadier! Achtung, bei diesem Mann werdet ihr beim Feiern womöglich fotografiert! Weltstar nach Rümlang. Das Kollektiv ist bekannt für ausgefallene Gagdets (und grosse Licht- und Tanzshows). Im Juli rollte Mastermind Diplo in einer durchsichtigen Peace-Weltkugel über die Fans hinweg. Aber auch klassisches Crowdsurfen haben die Mitglieder von Major Lazer drauf. Sowieso: Bei denen sind keine Berührungsängste auszumachen. Apropos: Diplo ist gut in Form. Und zeigt das auch gern. Wer sein Shirt abstauben will, sollte sich also auch bei Major Lazer weit vorn in der Nähe der Bühne hinstellen. Und so sieht Diplo aus, wenn er ÖV fährt. Einfach, damit ihr vorbereitet seid. Zum Abschluss des Rundgangs kommen wir in die Schweiz. Hier ist die Berner Newcomerin auf einer Bühne zu sehen. Jessiquoi tritt mit einer Art Kiosk auf, der mit ... ... allerlei Instrumenten ausgestattet ist. Diese bespielt sie alle selbst. Und wie sie auf ihrer Website schreibt, hat sie auf der Bühne «eine Tendenz, sich komplett zu verlieren». Das ganz gern in UV-Licht getaucht.

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Wie es bei grossen Festivals Usus ist, setzen auch die Macher des Zürich Openairs beim Line-up auf eine gesunde Mischung: Da prangen auf dem Programm Namen mit internationaler Ausstrahlung neben denen von lokalen Helden, Newcomer wärmen für Kult-Bands die Bühnenbretter auf, einige werden mit Gitarren im Gepäck anreisen, andere kommen, um primär die Boxentürme mit elektronischen Beats zu füttern. Es ist angerichtet für eine Mega-Sommer-Party (auch das Wetter dürfte mitspielen).

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Insgesamt 71 Teilnehmer

Bei diesem Mix gilt es auch für die Künstler, sich abzuheben. Wir haben vier Acts herausgepickt, bei denen es garantiert wild, ein bisschen schräg und vor allem unberechenbar zu- und hergehen wird – von den US-Chartsspitzen bis in den Schweizer Underground.

Die Unterhaltungspunks im Programm

Einer von ihnen ist der amerikanische DJ Francis Dillon (29). In seiner Heimat hat er mit «Get Low» schon einen Platin-Hit geschafft. Seiner Beliebtheit zuträglich ist, wie er seine Fans mit Social-Media-Slapstick unterhält.

So ist er bei untenstehendem Video etwa, das er vor ein paar Tagen auf Facebook geteilt hat, besonders stolz darauf, dass der 25-Sekunden-Clip ohne Schnitt auskommt. Und man sieht gleich: Der Mann stellt sein Ego auf sympathisch niedrige Stufe. Zurzeit ist er übrigens auch fixer Bestandteil der Comedy-Show «What Would Diplo Do».

Mehr zu Francis Dillon und weiteren Acts, die nach Zürich kommen, sehen Sie in der Bildstrecke. 20 Minuten tickert das ganze Festival über live vom Gelände. Alle Infos zum Programm können Sie hier nachlesen.

(fim)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Reto Bünzli am 24.08.2017 11:16 Report Diesen Beitrag melden

    Das grösste Hipster Open-Air...

    Niemand kennt die "Stars" ausser die 2-3 die man kennen muss und lokale Helden gibt es so gut wie keine, wie fast alle Schweizer Open Air's setzt man auf Ausländische Acts die teilweise Himmeltraurig sind. Die Schweiz unterstützt weiterhin keine Schweizer Künstler, es sei denn sie sind DJ's. Die nimmt man mit Handkuss. Da gehe ich lieber an die Badenfahrt und habe mehr davon als das alljährliche Zürcher Hipstertreffen...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Reto Bünzli am 24.08.2017 11:16 Report Diesen Beitrag melden

    Das grösste Hipster Open-Air...

    Niemand kennt die "Stars" ausser die 2-3 die man kennen muss und lokale Helden gibt es so gut wie keine, wie fast alle Schweizer Open Air's setzt man auf Ausländische Acts die teilweise Himmeltraurig sind. Die Schweiz unterstützt weiterhin keine Schweizer Künstler, es sei denn sie sind DJ's. Die nimmt man mit Handkuss. Da gehe ich lieber an die Badenfahrt und habe mehr davon als das alljährliche Zürcher Hipstertreffen...

    • el lobo am 24.08.2017 13:43 Report Diesen Beitrag melden

      So ein Seich.

      Es hat sehr wohl einige Schweizer Künstler, ich würde sogar behaupten weitaus mehr als an anderen Schweizer Open-Airs. Hier mal ein paar Beispiele: Baba Schrimps, DEBRAH SCARLETT, JESSIQUOI, Jeans for Jesus, Manillio, True, One Sentence Survivor, Anna Känzig und weitere.

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