Swiss Music Awards

03. März 2011 18:48; Akt: 04.03.2011 20:20 Print

Bligg wurde gefeiert, um Lee getrauert

Der Abräumer bei den SMAs war Bligg, der gleich zwei Pflastersteine mit nach Hause nehmen konnte. Die grosse Abwesende war Xenia Tchoumitcheva.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Zwei Nominationen, zwei Preise. Der Abräumer der vierten Swiss Music Awards war Bligg. Den ersten Preis für Best Urban National widmete er seinen Fans; den zweiten allen Newcomern im Land. Eigentlich startete aber ein anderer aus der Pole-Position: Remady. Von den drei Nominationen konnte er jedoch nur den Preis für Best Album Dance National abholen. Der Preis für Best Breaking Act National ging an Caroline Chevin (die auch einen Award für das beeindruckendste Décolleté verdient hätte), jener in der Kategorie Best Hit National an Bligg.

Gedenken an Steve Lee

Emotionaler Höhepunkt der Show war die Rede von Jon Lord für den verstorbenen Gotthard-Sänger Steve Lee: «Er war ein unglaublicher Sänger. Er war ein Held», so der ehemalige Deep-Purple-Keyboarder. Die anwesenden Gotthard-Mitglieder Leo Leoni und Marc Lynn hatten Tränen in den Augen.
Zum Abschluss der Show wurde Polo Hofer von Alt-Bundesrat Moritz Leuenberger der Preis für sein Lebenswerk überreicht. Er dankte: «Dem Gras, dem Himmel, dem Meer, dem Käse und den Kühen.»

Keine Xenia

Während sich bei der Show die Crème de la Crème des Schweizer Showbiz die Klinke in die Hand gab, glänzte Xenia Tchoumitcheva mit ihrer Abwesenheit. Sie hätte eigentlich zusammen mit Jan Bühlmann die Laudatio für den Breaking Act halten sollen. Sie war auch am Nachmittag noch in der Maske, reiste danach aber aus unbekannten Gründen wieder ab.

Glanz und Glamour vor und nach der Show im Zürcher Schiffbau:(Video: Debby Galka/ Interviews: David Cappellini)


Steff La Cheffe schritt an den vierten Swiss Music Awards zum ersten Mal in High Heels über den roten Teppich. Die Newcomerin fühlte sich wie an der Fasnacht: «Ich komme mir verkleidet vor.» Melanie Winiger ist ein alter Hase auf diesem Gebiet – trotzdem flatterten ihre Nerven: «Ich bin jedes Jahr so aufgeregt.» Gelassener zeigte sich ihr Liebster. Stress: «Ich geniesse die Show zum ersten Mal ohne Druck.» Bislang war der Rapper jedes Jahr nominiert. Erstmals keine Nominierung erhielt auch ­Stefanie Heinzmann: «Ich geniesse es, einfach nur Gast zu sein.» Auch nicht im Dienst: Jubaira Bachmann. Die MTV-Chefin übergab die diesjährige Moderation am roten Teppich an Jonathan Schächter. «Ich habe in Jontsch einen würdigen Nachfolger gefunden», so Bachmann. In Würde glitt auch der Graf der deutschen Band Unheilig vorbei. Denn: Adel verpflichtet.

Der Trailer für die Swiss Music Awards 2011