Für Musikvideo

13. Juni 2018 09:16; Akt: 13.06.2018 09:39 Print

Damian Lynn lässt sich freiwillig anzünden

Tricksen bei den Spezialeffekten? Nicht bei Damian Lynn. Für den Clip zu seinem WM-Song verwandelt sich der Luzerner in eine menschliche Fackel.

Ein paar Behind-the-Scenes-Eindrücke vom feurigen Videodreh. (Video: Damian Lynn/Tamedia)
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«Feel the Heat» heisst der Song, der die Fussball-WM-Berichterstattung des SRF musikalisch untermalt. Und «Feel the Heat» war auch das Motto beim Dreh zum zugehörigen Videoclip, weshalb Damian Lynns Team ihn die besungene Hitze am eigenen Leib fühlen liess.

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Wie kann Damian Lynn für einen nächsten Videoclip sein Spiel mit dem Feuer noch toppen?

Und zwar in der Wüstenhitze der Sahara und indem es den Luzerner kurzerhand in Brand setzte. Die Absicht dahinter: «Die Leute sollen das Video wirklich schauen wollen, statt einfach ab Youtube die Musik zu hören und den Clip zu ignorieren. Wir wollten einen Mehrwert schaffen», erklärt der 26-jährige Gitarrenpopmusiker.


Das Musikvideo zu «Feel the Heat» im Dokutainment-Stil. (Quelle: Youtube/Damian Lynn)

Der «fiese Wüstenwind»

Dass er in derselben Woche in der Wüste schwitzen und als menschliche Fackel herumrennen würde, wusste Damian vorab nicht. «Es ist nichts gestellt. Ich hoffe so sehr, dass die Leute mir das abnehmen», sagt er zu 20 Minuten, «einige fragten mich, ob das Feuer computeranimiert sei. Ist es nicht. Es ist echt.»

Genauso der Schweiss auf seinem Gesicht, als ihn die Filmcrew mit einer GoPro ausgestattet über die Sanddünen der Sahara hetzte. Die hohen Temperaturen beim siebenstündigen Dreh seien schon eine Herausforderung gewesen, der «fiese Wind» habe ihm aber den Rest gegeben: «Der trocknet dich von innen nach aussen aus.»

Bungee-Jumping? Check. Anzünden lassen? Check

«Okay, ähm... krass.» So lautete zwei Tage später Damians im Musikvideo gezeigte Reaktion auf die Aussicht, gleich am ganzen Körper zu brennen. «Ich habe es erstaunlich gelassen aufgenommen», findet er im Interview, «ich bin für so etwas schon zu haben, ich war ja auch schon beim Bungee-Jumping.»

Aber man könne das halt nicht einfach übers Netz buchen wie für eine Geburtstagsparty. «Die Produktionsagentur musste mit den Stuntleuten, die das sonst für Filme machen, erst mal verhandeln, damit sie einen Unerfahrenen wie mich da ranlassen.»


Letzten Monat ist Damian Lynn im Rahmen der Starticket-«Unplugged Sessions» in den Hallen von 20 Minuten aufgetreten. (Video: Tarek El Sayed)

Die Flammen schlugen bis ins Gesicht

«Wir mussten vor Ort in Bern noch eine Jeansjacke kaufen», erzählt Damian. Die Kleidung müsse nämlich möglichst zu 100 Prozent aus Baumwolle bestehen, weil synthetische Stoffe schmelzen könnten, was nicht wirklich ideal wäre für die Haut.

Jacke und Hose waren nach den 15 Takes dann auch komplett verkohlt. «Ich musste beides wegschmeissen», so der Luzerner, «die Converse-Sneakers habe ich aber retten können.» Seine Wimpern seien auch leicht angekokelt worden, als ihm die Flammen einmal bis ins Gesicht schlugen. «Aber sonst ist noch alles dran.»

(shy)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sonja am 13.06.2018 09:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dumm

    Wenn man mit Menschen zu tun hat, die so was erleben mussten, und es überlebt haben, dann bleibt nur eine Antwort; Egal warum er es tut - einfach nur dumm.

  • M. Ega am 13.06.2018 10:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nichts besonders

    vielen Chefs zünden ihre Mitarbeiter an und diese arbeiten freiwillig dort

  • alex f am 13.06.2018 09:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nachahmung

    Wer den italienischen Rapper Gemitaiz kennt weiss, dass er vor einigen Wochen genau dasselbe gemacht hat für sein Album. Nachahmung pur.

Die neusten Leser-Kommentare

  • M. Ega am 13.06.2018 10:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nichts besonders

    vielen Chefs zünden ihre Mitarbeiter an und diese arbeiten freiwillig dort

  • alex f am 13.06.2018 09:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nachahmung

    Wer den italienischen Rapper Gemitaiz kennt weiss, dass er vor einigen Wochen genau dasselbe gemacht hat für sein Album. Nachahmung pur.

  • Sonja am 13.06.2018 09:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dumm

    Wenn man mit Menschen zu tun hat, die so was erleben mussten, und es überlebt haben, dann bleibt nur eine Antwort; Egal warum er es tut - einfach nur dumm.