Einladung angenommen

03. Mai 2018 13:21; Akt: 03.05.2018 13:21 Print

Kollegah und Farid Bang fahren nach Auschwitz

Das Internationale Auschwitz Komitee hat Kollegah und Farid Bang zu einem Besuch der Gedenkstätte des Konzentrationslagers eingeladen. Die Rapper haben angenommen.

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Nach dem Skandal um den Echo, den Kollegah (33) und Farid Bang (31) für ihr Album – auf dem die Textzeile «Mein Körper definierter als von Auschwitz-Insassen» zu hören ist – erhalten haben, hat das Internationale Auschwitz Komitee die Rapper Anfang Woche zu einem Besuch der Gedenkstätte des Konzentrationslagers eingeladen.

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Dabei sollen die beiden sich «der Geschichte und Wirklichkeit von Auschwitz stellen», hiess es in der Einladung. Es sei wichtig, «dass jeder Mensch bereit ist zu lernen und auch antisemitische Vorurteile zu überwinden».

Gegenüber Bild.de bestätigte Farid Bang, dass die beiden das KZ besichtigen werden. Der Besuch der Gedenkstätte und des Museums Auschwitz Birkenau sei für den 3. Juni angesetzt. Gegenüber dem Portal sagte Christoph Heubner (68), Vizepräsident des Komitees: «Das ist ein Signal an ihre vielen Fans.»

Skandal führte zu Echo-Aus

Am 12. April fand die 27. Verleihung des deutschen Musikpreises Echo statt. Es sollte die letzte werden. Denn die Verleihung eines Awards für das Album «Jung, brutal, gutaussehend 3» an Kollegah und Farid Bang wurde schnell zum Politikum, weil darauf umstrittene Texte zu hören sind, die von vielen Seiten als gewaltverherrlichend und teilweise antisemitisch bezeichnet wurden.

In der Folge wurde der Echo abgeschafft – wann ein neuer deutscher Musikpreis kommen und wie dieser aussehen wird, ist im Moment noch offen.

Ermittlungen wegen Volksverhetzung

Gegen die beiden Rapper sind zudem zwei Strafanzeigen eingegangen. Die Staatsanwaltschaft in Düsseldorf ermittelt nun wegen Volksverhetzung, wie die «Westdeutsche Zeitung» schreibt.

Die Songtexte der Rapper werden auf ihre strafrechtliche Relevanz überprüft – nicht nur jene der aktuellen Platte, sondern auch frühere.

(shy)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jude am 03.05.2018 13:56 Report Diesen Beitrag melden

    Barid Fang

    Also wenn die in Ausschwitz nicht noch einen drauf setzen, ist man von diesen zwei Rappern fast schon enttäuscht. Diese Gesellschaftliche Heuchelei kann man nicht ernst nehmen.

  • Wirrwarr am 03.05.2018 13:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schulsausflug

    Und was kommt nach dem besuch in auschwitz? Müssen sie dann eine zusammenfassung von mein kampf als strafaufgabe der düsseldorfer staatsanwaltschaft überreichen?

  • Naira d.C. am 03.05.2018 13:29 Report Diesen Beitrag melden

    Langsam reicht es

    Ich glaube, langsam können sich mal alle wieder beruhigen

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Olfactorus Maximus am 03.05.2018 18:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tja

    Irgendwann wird man auch die grössten Machos in die Knie zwingen. Das eigentliche Problem sind aber die Fans denn wo Nachfrage, da Angebot. Und da muss man sich fragen woher dieser Hass, diese Aggressionen und das fragwürdige Männlichkeitsideal kommen.

  • RR am 03.05.2018 16:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...

    Und was soll das Bringen ? Jemand der nicht schwimmen kann lernt auch nicht schwimmen nur wenn er eine Bootsfahrt macht.

  • Senfdazugeber am 03.05.2018 16:10 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Fan

    Ich bin jetzt auch kein Fan der Beiden und Ihrer meist übertriebenen Texte. Aber Antisemitisch eingestellt waren die ja eigentlich nie. Klar haben Sie Antisemitische Äusserungen gebracht, doch die Einstellung ist nochmals ganz etwas anderes. Ausserdem hat man ihnen die Chance auf eine Entschuldigung durch die Überstigmatisierung eigentlich vorweggenommen. Und ich frage mich nun wo das grosse öffentliche Interesse bei all den Frauenverachtenden, ausländerfeindlichen oder Gotteslästernden Äusserungen war. Des Weiteren frage ich mich, was die Bundesprüfstelle für gefährdende Medien den lieben Tag so macht, dass sie darauf nicht reagiert haben. Ich würde den Fokus eher auf Jene legen, welche auch meinen was sie sagen. Die Äusserungen der AFD werfen in mir viel grössere Bedenken auf, als die Aussagen zweier Erwachsenen Männer, die sich für Aufmerksamkeit aufführen wie Schuljungen.

  • Tommy am 03.05.2018 15:18 Report Diesen Beitrag melden

    Meinungsfreiheit

    Leider kann man hier sowieso nicht die Meinungsfreiheit verteidigen. Egal wie sachlich man ist. Und um jedes Wort so zu relativieren dass in jedem Satz klar ist dass nichts Rassistisches damit gemeint ist und man die NS-Gräuel sehr wohl versteht und verurteilt, hat man hier eh zu wenig Zeichen zur Verfügung... Nur so viel: unkontroverse Meinungen brauchen keine Meinungsfreiheit. Genau für solches ist sie da! Nicht damit alle sagen können dass sie Schokolade mögen, dem würde ja eh niemand widersprechen.

  • Ana meyer am 03.05.2018 14:54 Report Diesen Beitrag melden

    Vergleich

    Habt ihr nicht das video gesehen indem sich farid bang entschuldigt hat? Sie haben doch niemanden beleidigt. Nur einen schlechten vergleich gemacht.