Neues Album

17. März 2017 11:58; Akt: 17.03.2017 11:58 Print

Lo & Leduc über Henker, Galgen und Stricke

von Yves Schott - 2014 haben sie den Durchbruch geschafft. Nun sind Lo & Leduc mit einem neuen Album zurück. Im Interview verraten sie ihre Berner Lieblingsorte.

Leduc erklärt, wieso ihm das Berner Münster so viel bedeutet (Quelle: zVg).
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Kinder, wie die Zeit vergeht: Drei Jahre ist es her, seit Lo & Leduc ihr letztes Album herausgebracht haben. Nun melden sich die Mundart-Musiker mit der neuen Platte «Ingwer und Ewig» zurück.

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Die zwei Berner sind mit ihrer Heimatstadt tief verbunden. All ihre Songs sind hier entstanden. Für 20 Minuten verraten Lo & Leduc ihre vier Berner Lieblingsorte.

Christophorus in Bern:
Leduc: «Ein Lied auf unserem neuen Album heisst ‹Mond›. Es ist eine Ode an die Wachheit. Genauso wie man tagtäglich am heiligen Christophorus vorbeiläuft, der zugleich der Schutzheilige der Reisenden ist, läuft man oft unter dem Mond durch, ohne ihn zu beachten.»
Lo: «Früher sassen dort oft Randständige mit ihren Hunden, die sind mittlerweile alle vertrieben. Christophorus ist quasi der letzte Randständige, der noch geblieben ist.»

Bahnhof:
Lo: «Max Frisch hat zum Bahnhof sinngemäss einmal Folgendes gesagt: ‹Von allen Bahnhöfen, die man bereist, gibt es immer nur einen, an dem man nicht zum ersten Mal angekommen, sondern von dem man zum ersten Mal weggegangen ist.› Das ist unser Bahnhof.»
Leduc: «Das Zitat muss man einfach so stehen lassen.»

Wartsaal im Bahnhof:
Leduc: «Er befindet sich im Bahnhof in einer Zwischenetage. Man sieht ihn kaum. Selbst wenn die Leute warten wollten, würden sie ihn nicht finden. Nur: Man wartet heutzutage einfach auch nicht mehr. Durch Internet und Apps haben wir verlernt zu warten. Deswegen ist der Wartsaal ein tragisches Relikt aus alten Zeiten. Manchmal sollte man sich dort treffen, um sich hinzusetzen und einfach nichts zu tun, ausser zu warten. Ich bin auch schon reingegangen und habe Dialoge mitgeschrieben. Ein sehr inspirierender Ort.»

Münster:
Lo: «Wenn man in Bern Musik macht, riechen die Lieder immer ein bisschen nach Sandstein. Und je länger man hier bleibt, desto mehr wird man selber zu einem Teil dieser Stadt.»

Leduc: «Wir haben versucht, diesen Gedanken im Lied ‹Henker› umzusetzen. Das Münster ist dort der Galgen und die Aare der Strick um deinen Hals.»

Lo: «Gemeint ist: Wir hängen nicht nur im wahrsten Sinne des Wortes am Galgen der Stadt, sondern hängen auch an ihr, weil es unser Zuhause ist.»

Lo & Leduc, «Ingwer und Ewig», ab sofort im Handel erhältlich.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Danke! am 17.03.2017 15:53 Report Diesen Beitrag melden

    Zucker fürs Volk

    Würden nur einige auf Eure Texte höhren hätten wir schon eine bessere Welt!Danke für Euren Effort

  • humpty am 18.03.2017 08:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    so und so

    ich bin zwiegespalten. die lieder sind teilweise sehr geil, nerven aber teilweise auch recht mit der zeit. live fand ich sie einmal super (im kleineren rahmen) und einmal sehr enttäuschend (open air). grundsätzlich kommen sie mir oft auch ein wenig pseudointelektuell und neunmalklug weltverbesserwisserisch vor. :)

  • YB-Ohje am 17.03.2017 16:11 Report Diesen Beitrag melden

    Meine Meinung

    Ganz ehrlich, ich mag diese Pseudo-Intelligenten Hipster nicht! Hoffe ich darf meine persönliche Meinung hier abgeben, auch wenn diese nur negativ ist.

Die neusten Leser-Kommentare

  • humpty am 18.03.2017 08:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    so und so

    ich bin zwiegespalten. die lieder sind teilweise sehr geil, nerven aber teilweise auch recht mit der zeit. live fand ich sie einmal super (im kleineren rahmen) und einmal sehr enttäuschend (open air). grundsätzlich kommen sie mir oft auch ein wenig pseudointelektuell und neunmalklug weltverbesserwisserisch vor. :)

  • YB-Ohje am 17.03.2017 16:11 Report Diesen Beitrag melden

    Meine Meinung

    Ganz ehrlich, ich mag diese Pseudo-Intelligenten Hipster nicht! Hoffe ich darf meine persönliche Meinung hier abgeben, auch wenn diese nur negativ ist.

  • Danke! am 17.03.2017 15:53 Report Diesen Beitrag melden

    Zucker fürs Volk

    Würden nur einige auf Eure Texte höhren hätten wir schon eine bessere Welt!Danke für Euren Effort