«Lift Up»

12. Januar 2018 19:12; Akt: 12.01.2018 19:12 Print

Sind das die Schweizer Chartstürmer 2018?

Von Genfer Elektro-R&B über Bieler Pop-Rap bis Gospel-Metal aus Basel: Laut Experten verspricht das Schweizer Musikjahr 2018 spannend und vielseitig zu werden.

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Der Basler Elektro-Produzent hat schon einige akustische Ausrufezeichen gesetzt: 2016 gewann er in seiner Soundsparte die Demotape Clinic des M4Music – eine der nachhaltigsten Talent-Förderplattformen der Schweiz. Seine neusten Singles haben auf Spotify und Youtube eindrückliche Klickzahlen angehäuft. Wie «Noisey» schreibt, erscheint dieses Jahr das Debütalbum. kommt aus Genf und ihre modernen R&B-Nummern kennen weder Kompromisse noch Genregrenzen. Ihre Songs sind wuchtig in Sound, Qualität und Attitüde – das Debütalbum «Ego» nennt «Noisey» «die wohl unterbewertetste Schweizer Musiküberraschung» des Jahres 2017. Wie Danitsa dem Friday-Magazin verriet, findet sie Solange Knowles und Ingwertee besonders toll. Die zwei Zürcherinnen von kennen einander vom Musikstudium an der Zürcher Hochschule der Künste, und was sie sich dort an Skills angeeignet haben, ist beeindruckend. Besonders live fährt das ein: Was sie zu zweit auf die Bühne bringen, mit Gitarre, Synthies, E-Drum und Bass, reicht von 90s-R&B bis zu klassischem Blues-Rock und geht in Herz und Beine. Das konnten sie auch schon im Vorprogramm von Royal Blood beweisen. aus Bern fährt für ihre Konzerte einen ganzen Instrumente-Kiosk auf Rädern vor. Auch sie bedient für ihre Popsongs eine beeindruckende Vielfalt von Instrumenten. Einen grossen Teil der Live-Energie steckt sie in ihre Tanzmoves. Gemäss «Noisey» soll auch von ihr 2018 ein erstes Album erscheinen. Mundart-Rap mit hohem Popanteil: Das hat in den vergangenen Jahren bei Acts wie Lo & Leduc und Nemo schon wunderbar funktioniert. aus Biel ist noch hörbar dem Lo-Fi verpflichtet, aber einem Hit steht dies keineswegs im Wege. sind eine Art Supergruppe aus Bern: Hier kommen Musiker aus der elektronischen Ecke (von Roundtable Knights und Mercury) und dem folkigen Gitarren-Corner (Patrick Bishop) zusammen. Sie zeigen: Wenn Gutes zusammenkommt, kann es eben noch besser werden. aus Baden sind superfleissig: Seit Jahren touren sie durchs In- und Ausland und releasen unablässig ihre gern auch etwas psychedelisch schimmernden Indie-Perlen. Das hat ihnen 2017 Auftritte an den grossen Talent-Spotter-Festivals The Great Escape in Brighton sowie dem Reeperbahn Festival in Hamburg eingebracht. aus Solothurn hat den Autotune-getränkten Trap in die Schweiz geholt. Sein erster Hit «Clean» knackte die Millionenmarke auf Youtube, er hat mit Features auch den Songs von Stereo Luchs und Cliqme («Don't Be Shy») seinen starken Stempel aufgedrückt, die brandneue EP erschien beim Major-Label Universal. Er dürfte 2018 endgültig zum neuen Posterboy des Schweizer Rap werden. hat 2017 das Album «Ufo» veröffentlicht, das auch in Gänze auf Youtube anzuhören ist. «Das Debütalbum des in Paris lebenden Zürchers ist eine musikalische Entdeckungsreise mit Gitarre und Synthesizer», schreibt «Noisey». Thomas Kuratli, der hinter dem Künstlernamen steht, hat auch den Soundtrack zum ZFF-Siegerfilm «Blue My Mind» geschrieben. Mit seinem Vorhaben, Gospel und Metal zu mischen, ist der Basler Manuel Gagneux (Dritter von links, mit der Afro-Frisur) mit seinem Projekt schon in Blogs und auf Bühnen fernab seiner Heimat aufgetreten. Wie das Bild von den Winterthurer Musikfestwochen zeigt: Die Musik begeistert bereits beträchtliche Massen.

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Die Musikplattform «Noisey» hat zusammen mit einer Expertengruppe aus 50 Festival-Bookern, Radio-Hosts und Journalisten zum ersten Mal die Liste «Lift Up» mit den vielversprechendsten Schweizer Künstlern und Bands erstellt. Ganz nach dem Vorbild der vielbeachteten internationalen Liste, die BBC Radio 1 jedes Jahr im Januar unter dem Titel «Sound Of» veröffentlicht.

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Wie das Musikjahr 2018 hierzulande klingen wird, können Sie unten nachhören – die erste «Lift Up»-Liste bildet eine wunderbar vielfältige und innovative Schweizer Musiklandschaft ab. Einige zusätzliche Informationen zu den Musikern lesen Sie in der Bildstrecke; wie sie klingen, hören Sie unten.

Folgende zehn Acts werden das laufende Schweizer Musikjahr massgeblich beeinflussen (in alphabetischer Reihenfolge).

Audio Dope: «Floating»

Dantisa: «Hoover»

Ikan Hyu: «Plastic For Free»

Jessiquoi: «The Rebel»

Landro: «Rich Kids»

Monumental Men: «Navigate»

One Sentence.Supervisor: «Onomatopoeia» feat. Bahur Ghazi

Pronto: «Babylon»

Pyrit: «UFO» (Album)

Zeal & Ardor: «Devil Is Fine»

(fim)

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