Live-Ticker Zürich Openair

26. August 2017 18:21; Akt: 27.08.2017 03:35 Print

Totale Eskalation bei The Prodigy

In Rümlang läuft das grosse Finale der Festivalsaison. 20 Minuten ist vor Ort und berichtet live und unzensiert.

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The Prodigy machten am Samstagabend den Abschluss des Zürich Openair. Zwar waren die Briten stellenweise etwas zu leise ... ... visuell fuhren sie aber grosses Geschütz auf. Wir haben bizli Angst vor Frontmann Keith Flint. Zuvor litten wir aber noch bei Parov Stelar. Sie spielten ab 22 Uhr für ungefähr anderthalb Stunde den gleichen Song. Jedenfalls fühlte sich die Musik so an. Wo ist die Menschenrechtskommission, wenn man sie mal braucht? Und als wäre die Guggenmusik nicht schlimm genug, ... ... trägt die Parov-Stelar-Sängerin auch noch diesen bescheuerten Hut. Umso mehr Spass hatten wir dafür bei Metronomy. Und London Grammar gingen uns, ähnlich wie The xx am Freitag, direkt ans Herz. Es ist der letzte Tag am letzten grossen Festival der Saison. Und trotz der Hitze geben die Besucher des Zürich Openair nochmals alles. Spätestens bei Von Wegen Lisbeth wurden die Tanzbeine warm. Die Berliner Band ist quasi die coolere Alternative zu AnnenMayKantereit. Beeindruckender Bart, yo! Anna Känzig gehört zu den grossen Pop-Hoffnungen der Schweiz. Dance-Musik mit Bläsern? Ja, das geht, wie Meute am frühen Nachmittag bewiesen. Gestartet hat der Tag allerdings mit technischen Problemen. Bereits nach dem ersten Song machte der Gitarren-Amp von One-Sentence-Supervisor-Frontmann Donat Kaufmann schlapp. Nach einer ausführlichen Jamsession der Mitglieder mit funktionierenden Instrumenten ... ... legte die Band aus Baden dann doch noch ein beeindruckendes Set hin. Der Sonnenschirm und das «Big Sale»-Schild sind immer dabei. Am Freitagabend sorgten The xx für nachdenkliche Stimmung am Zürich Openair. Die Band ist bekannt für melancholischen, schleppenden Sound. Das Publikum schaute gedankenverloren zu, trotzdem ... ... beobachteten wir gleich zwei Gäste, die in ziemlich desolatem Zustand aus der Menge getragen werden mussten. Das hätten wir eigentlich eher am Samstagabend bei Prodigy erwartet. Wir lassen aber am besten einfach mal die Bilder für sich sprechen. Zuvor sorgten bereits Interpol für depressive Stimmung. Es war kein bequemer Abend am ZOA. Okay, mal abgesehen von Kygo - Kygo ist Party pur. Warum strecken die eigentlich immer alle die Hände in die Luft? Am frühen Abend gab es klassischen Indie-Rock von AnnenMayKantereit zu hören. Wir hatten vor allem Freude am Foals-Shirt des Bassisten. Ausserdem ist es immer wieder beeindruckend, was für eine tiefe Stimme aus dem milchgesichtigen Sänger kommt. Natürlich war unser Föteler Oskar auch auf dem Gelände unterwegs. Am Nachmittag kam bei perfektem Festivalwetter fast schon etwas Woodstock-Stimmung auf. Der Gig von Manillio unterstützte die sommerlichen Vibes. Am Donnerstagabend feuerte das Produzenten-Kollektiv Major Lazer einen Hit am nächsten ab. Diplo befolgte Mamas Rat und kam mit Regenmänteli auf die Bühne. Auch wenn der Boden leicht matschig war (#ZürichSchlammpenair), tanzten sich die Fans die Füsse wund. «HOLY SHIT, DIESE STROBO-ACTION!» Er hier landete wohl später noch bei der Zeltbühne. Dort hörte man nämlich harten Drum'n'Bass von Pendulum. Über die Gesichtsbehaarung des Pendulum-Sängers kann man sich streiten. Wegen eines Unwetters musste das Zürich Openair am Donnerstag Nachmittag kurzzeitig unterbrochen werden. Deshalb mussten die Ostschweizer Panda Lux ihre Show frühzeitig beenden. Immerhin ungefähr ein Drittel ihres Sets haben wir gehört. Genug, um Frontmann Silvan anzuschmachten. Was die Festivalbesucher aber richtig hässig machte: Auch die Gigs von Fickle Friends und The Kooks wurden abgesagt. Es wäre ein «Sicherheitsrisiko» gewesen, die Shows durchzuführen. Später feierten wir dafür den Auftritt von Jeans For Jesus umso mehr. Neben ihrem neuen Album «Pro» baute die Band halbironische Covers von aktuellen Hits, etwa von Ed Sheeran, in ihr Set ein. Insgesamt liessen sich die Besucher die Stimmung nicht von dem bisschen Regen ruinieren. Am Mittwochabend gab es am Zürich Openair mit Mumford & Sons bereits ein erstes Highlight zu sehen. Konfettiregen muss bei so einem Act einfach sein. Diese Musik, diese Bärte ... hach. Bei Jessiquoi, einer Schweizerin mit australischen Wurzeln, klappte uns die Kinnlade runter. Auf dieses Outfit wäre sogar Lady Gaga neidisch. Eine Keytar ist sowieso nie verkehrt. Spät Nachts gab uns Flume dann noch den Rest. Es heisst immer, am ZOA käme keine Stimmung auf. Bei Flume bewiesen die Besucher das Gegenteil. Es ist das letzte grosse Festival der Saison - heute startet in Rümlang das Zürich Openair. Und auch wenn die Festivalgänger tagsüber in der Sonne schmorten, ... ... lag viel Liebe in der Luft. Was hier hinter der Absperrung passiert, wollen wir so genau gar nicht wissen. Ein vitales Völkchen, diese Zürcher. Für Turnübungen war es den meisten Besuchern dann aber doch zu heiss. Den Anfang machten am Mittwoch die Zürcher von Baba Shrimps. Ein Heimspiel quasi. Und weil das ZOA dieses Jahr - im Gegensatz zur letzten Ausgabe - die Tore pünktlich öffnete, ... ... wurde bei Baba Shrimps bereits zum ersten Mal getanzt. Ein weiteres Highlight war das US-Elektropop-Duo Phantogram. Okay, das Wort Duo gilt nur im Studio. Live lassen sich Phantogram von einer fünfköpfigen Band unterstützen. Und wenn dann mal wieder ein Flugzeug gefährlich nahe an der Bühne vorbeizog, klang das Ganze fast schon nach Noise-Rock. Wir lassen jetzt aber einfach mal die Bilder für sich sprechen. Beim Zürich Openair kommt zwar meist keine richtige Festivalstimmung wie etwa in St. Gallen oder am Gurten auf, dafür ist es bekannt für sein hochkarätiges Line-Up. Heute Abend treten als erster Headliner Mumford & Sons auf. Ausserdem steht der kanadische Singer-Songwriter Mac DeMarco auf der Bühne. Spät Nachts tanzen wir uns dann beim australischen DJ Flume einen an die Birne. Die Schweizer Vertretung machen Baba Shrimps, die die Hauptbühne eröffnen. Hoffentlich vor mehr als fünf Helfern. Gleich danach weiht die Baslerin Debrah Scarlett die Zeltbühne ein. Besonders gespannt sind wir auf Jessiquoi. Die Newcomerin mit australischen Wurzeln ist um 20 Uhr im Dance Circus zu hören.

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(nei / shy)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Martin am 23.08.2017 17:44 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Star jagt den nächsten...

    ...wenn man sie denn kennen würde. Die könnten allesamt versammelt vor mir in der S-Bahn sitzen, ich würde sie für normale Zugpassagiere halten. Ich bin wohl schon zu alt für diesen Kram...

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  • Pragmatiker am 23.08.2017 15:04 Report Diesen Beitrag melden

    Chapeau

    Beginnt alles pünktlich? Man weiss es nicht. Auf jeden Fall geht einem der Kommentator schon vor der ersten Band gehörig auf die Eier.

  • Adrian Schwarz am 23.08.2017 15:43 Report Diesen Beitrag melden

    Rucksack oder Jutebeutel?

    Wie siehts aus mit der Dichte von Fjällräven Kanken Rucksäcken? Sind diese erlaubt oder nur hippe Berlin Jutebeutel?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Sebastian am 27.08.2017 13:17 Report Diesen Beitrag melden

    Lärm

    Wieso muss ein Konzert bis tief in die Nacht hinein dauern? Wäre es nicht möglich, die Musik von 12 bis 24 Uhr zu geniessen? Ich wohne in Bassersdorf und der Bass von Rümlang her war während dreier Nächte lang deutlich zu hören und zu spüren. Finde ich nicht so läss ... Möchte nicht wissen, wie die direkten Anwohner geschlafen haben.

  • Mäsi gerber am 27.08.2017 12:53 Report Diesen Beitrag melden

    Bilder beschreibung hallo?

    Die komentare zu den bildern sind völliger mist parov stelar war eine der besten bands der der das verfast hat solte berser nicht mehr über musik berichten

  • Victoria am 27.08.2017 10:11 Report Diesen Beitrag melden

    Wurde das Openair geräumt?

    Wenn es eine Eskalation gab, dann wurde das Openair doch sicher geräumt oder?

    • ein Besucher am 27.08.2017 17:38 Report Diesen Beitrag melden

      klar doch

      Am Donnerstag gab es starke STurmböen, das Festival wurde als reine Vorsichtsmassnahme für eine knappe Stunde geräumt. Nacher ging normal weiter. Dennoch immer coole Stimmung.

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  • Hugo am 27.08.2017 06:46 Report Diesen Beitrag melden

    Da neben

    Ich frag mi schon was da noch spass machen soll so zusammen gepfärcht zusein . Ich forde nach den Tierschutz gesetze dss jeder 1 m2 zugut hat (wie gross muss echt wohl das gelände sein bei dieser ansamlung ???)

  • Ein Leser am 26.08.2017 22:16 Report Diesen Beitrag melden

    Schade um den Newsticker

    Also ich finde es Traurig, das der NewsTicker kommplett aufgelistet wird. Ich habe keine Lust jedes mal 100 Sinnlose Bilder zu laden. Das ist nicht nur hier so, sondern auch bei Anden News auf der Zeitung. Könnt ihr den NewsTicker nicht in Tage oder Stunden Unterbrechen?

    • ein anderer leser am 26.08.2017 23:48 Report Diesen Beitrag melden

      lösungen gibts schon längst...

      z.b. einfach mit ajax ein infinite scroll implementieren. ist nicht so, als wäre das rocket science.

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