Editas Bümpliz-Bashing

10. November 2010 08:31; Akt: 10.11.2010 16:33 Print

Tschäppät findet «Scheissgegend» legitim

von Marlies Seifert - «X Factor»-Gewinnerin Edita sorgt mit der Aussage über ihr Heimatquartier für erhitzte Gemüter. Stapi Alexander Tschäppät ist trotzdem stolz auf sie.

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Im deutschen Frühstücksfernsehen leistete sich die frischgebackene «X Factor»-Gewinnerin Edita Abdieski einen üblen Affront: «Ich komme aus einer kleinen Scheissgegend irgendwo in Bern, dann komme ich nach Deutschland und gewinne 'X Factor'. Genial», sagte die Bernerin mit mazedonischen Wurzeln in der RTL-Show «Punkt 9». Mit der «Scheissgegend» ist das Berner Quartier Bümpliz gemeint. Von dort hagelte es postwendend Kritik.

«Scheissgegend» ist legitim

Nun meldet sich der Berner Stadpräsident zu Wort und nimmt Edita in Schutz: «Ich habe Verständnis für die Aussage. Für das Bümpliz, in dem Frau Abdieski aufgewachsen ist, ist der gewählte Ausdruck sogar legitim.» Man habe die Probleme im Stadtteil längst erkannt und zu grossen Teilen auch gelöst. Seit etwa einem Jahr sei Bümpliz ein Trendquartier. «Vielleicht ist diese Entwicklung einfach an Frau Abdieski vorbeigegangen, weil sie in Köln lebt», so Tschäppät. «Wir empfangen sie aber sehr gerne mit allen Ehren im Erlacherhof und zeigen ihr das neue Bümpliz.» Schliesslich sei er stolz darauf, dass Abdieski die Berner Musikkultur in Deutschland vertrete. «Ich möchte ihr auf jeden Fall ganz herzlich gratulieren», so Tschäppät. Die Chancen stehen also gut, dass sich Editas Traum von einem Konzert auf dem Berner Hausberg, dem Gurten, doch noch erfüllen wird.

«Eine Aufwertung fürs Quartier, wenn solche Leute wegziehen»

Im Vorfeld zeigte man sich in Bümpliz, wo die 25-Jährige herkommt, alles andere als erfreut darüber, wie die Sängerin über ihre Schweizer Heimat spricht. «Wenn solche Leute wegziehen, kann das nur eine Aufwertung unseres Quartiers bedeuten», sagt Bernardo Albisetti, Präsident der Quartierkommission Bümpliz/Bethlehem, erbost. Eine Castingshowgewinnerin sei ohnehin nicht die Werbeträgerin, die er sich wünsche. «Wir haben andere Vertreter mit mehr Ansehen, die sich im Showbiz bewegen und die Qualitäten von Bümpliz zu schätzen wissen», so Albisetti. Ex-Natispieler Alain Sutter habe früher im SC Bümpliz gekickt. Züri-West-Sänger Kuno Lauener lebe im Quartier. «Es gibt zwar politische und gesellschaftliche Probleme hier, aber Bümpliz ist überhaupt nicht versifft», betont Albisetti.

«Sie hat es total verdient»

Am Mittwoch stehen für Edita allerdings nicht nur Interview-Termine, sondern auch «Fotoshoots und Videodrehs» an, verriet die gebürtige Mazedonierin. Während sie an der gestrigen Aftershow-Party hauptsächlich mit Moderator Jochen Schropp getanzt hatte, gönnte ihr auch die Konkurrenz den Sieg. «Sie hat es total verdient», fanden die Pfundsdamen von Big Soul. Und auch die prominente Zuschauerin, It-Girl Daniela Katzenberger, fand Edita «geil».

Bei der ersten deutschen Staffel der Show konnte Kellnerin Edita Abdieski 20 000 Kandidaten hinter sich lassen und hat nun einen Plattenvertrag mit Sony Music in der Tasche. Mit «X Factor» erzielte Vox einen durchschnittlichen Marktanteil von 11,4 Prozent in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49- Jährigen. Die Gewinnersingle Editas ist bereits als Download erhältlich.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nicole am 10.11.2010 14:14 Report Diesen Beitrag melden

    peinlich....

    Mein Senf dazu ist nichts Neues, aber trotzdem muss nochmals gesagt werden, wie peinlich und dämlich ihr Bünzlis doch seid! Editas Aussage habt Ihr nicht mal verstanden, hauptsache Herr und Frau Schweizer können sich wieder über einen Blödsinn aufregen ! Ich finde Edita stark und wünsche ihr grossen Erfolg !

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  • Chris am 11.11.2010 18:10 Report Diesen Beitrag melden

    Wie kleinlich seit Ihr eigentlich?

    Ich musste wirklich lachen, als ich die erhitzen Gemüter zu Edita's Aussage las. Ich habe das Interview gesehen und es war klar, dass sie lediglich sagen wollte: "Ich kleines Mädel aus einem Provinz-Kaff hat so einen grossen Wettbewerb gewonnen" Sie hat doch Ihren ehemaligen Wohnort nicht beleidigt. Irgendeine grosse Zeitung (die ihr den Sieg wohl nicht gönnt oder einfach sonst nichts negatives zu berichten hatte), macht so ein Ding daraus und Ihr alle zieht mit. Wie lächerlich!

  • Felix am 10.11.2010 12:56 Report Diesen Beitrag melden

    typisch CH

    Jöööö,jetzt sind Herr und Frau Bünzli aber gaaaanz traurig- die böse,böse Edita, wagt sie es doch tatsächlich, sich negativ über ihre Heimatstadt zu äussern. Das ist wieder typisch Schweiz: statt sich über eine super schweizer Sängerin zu freuen, wird sie nun in den Medien in der CH fertig gemacht. Ist wohl in der Musik, wie auch im Fussball so: Sch.... unfaire und peinliche "Fans". Darum also super Entscheidung, nach Deutschland zu gehen und dort Karriere zu machen. Lassen wir den (Neid)genossen ihren Kampf der Chöre.

Die neusten Leser-Kommentare

  • B. am 17.11.2010 10:01 Report Diesen Beitrag melden

    das ist doch ein witz

    Also ich kann es nicht fassen das man von so einer kleinen Mücke so etwas Grosses machen kann, sie hat ja hier weder die Schweiz noch den Kanton Bern beschimpft Sie hat ja nur gesagt das sie von einer Scheissgegend von Bern kommt ist das soo schlimm? Ich kann es einfach nicht verstehen Sie gesteht es ja sogar selber, dass sie die Schweiz mag und sich sogar dafür entschuldigt hat.

  • sarah am 15.11.2010 16:57 Report Diesen Beitrag melden

    ich glaube

    edita hat es eher so gemeint,dass sie von so einem kleinen ort nach deutschland kommt und dann plötzlich so einen erfolg hat.dass ihr ort scheiße ist hat sie sicher nicht damit gemeint.und wer edita kennt (jetzt nur von den shows)weiß wie sie sich manchmal ausdrückt;)ich weiß jedenfalls wie sie es gemeint hat

  • Methusalem am 15.11.2010 10:33 Report Diesen Beitrag melden

    ha ha ha

    Bümpliz, so ein Mumpitz !

  • nape am 13.11.2010 16:27 Report Diesen Beitrag melden

    Bald..

    ..ist alles vergessen diese Edita und ihr loses Mundwerk. Was man sagen soll (auch wenns die Wahrheit wäre) muss gelernt sein. Aber dazu brauchts nicht nur einen komischen, nichts sagenden Titel, sondern auch ein wenig Grips.

  • Moses am 13.11.2010 15:56 Report Diesen Beitrag melden

    Typisch

    Die erste 5 Folgen hat niemand Edita erwähnt weil sie aus Mazedonie kommt und keinen Schweizer Pass hat. Und plötzlich ist sie Schweizerin, was überhaupt nicht stimmt. Typisch wenn etwas nicht stimmt sinds Ausländer. Wenn etwas öpis super ist dann sinds Schwizer. taaaaaaaaaaaaaa....bünzlis