Schweizer Kandidaten stehen fest

04. Februar 2018 19:44; Akt: 04.02.2018 22:52 Print

Können Zibbz die ESC-Misere beenden?

Die Entscheidung ist gefallen: Zibbz werden die Schweiz am 63. Eurovision Song Contest vertreten. Die Geschwister überzeugten bei der Selektions-Show vor allem mit ihrer Bühnenpräsenz.

Der Moment der Entscheidung: Das Geschwister-Duo Zibbz, bestehend aus Ste und Co Gfeller, hat die Schweizer ESC-Vorausscheidung gewonnen. (Video: SRF/Tamedia)
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Sechs Acts sind angetreten, nur einer konnte gewinnen. Um 21.48 Uhr stand die Entscheidung fest: Zibbz werden in der ersten Mai-Woche für die Schweiz am Eurovision Song Contest in Lissabon auf der Bühne stehen. Bis zur Bekanntgabe des Resultats musste das Geschwister-Duo zusammen mit ihren Kontrahenten Angie Ott (27), Naeman (23), Chiara Dubey (24), Alejandro Reyes (25) und Vanessa Iraci (31) hinter der Bühne des Studio 1 im Leutschenbach noch ein paar Minuten lang bibbern – das Abstimmungsverfahren zog sich in die Länge.

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Sind Zibbz die richtige ESC-Vertretung für die Schweiz?

Dann verkündete Sven Epiney (46), wer sich durchgesetzt hat: Zibbz aus Gisikon LU mit ihrem Pop-Wummer «Stones». Die Voten der 20-köpfigen, internationalen Fachjury und der TV-Zuschauer wurden dabei zu je 50 Prozent gewichtet.

«Wir müssen ein Wörterbuch kaufen»

«Wir könnens noch nicht ganz glauben», sagte Sängerin Co Gfeller nach dem Sieg. «Jetzt müssen wir ein portugiesisches Wörterbuch kaufen gehen morgen.» Ihr Bruder Ste steckt das Ziel klar ab: «Wir wollen ins Finale.» Vorher würden sie aber nochmal zurück in ihre Wahlheimat Los Angeles reisen – um zu proben und ihre Liebsten zu sehen.

In der rund 100-minütigen Live-Show, die von Epiney viersprachig angesagt wurde und schnörkellos über die Bühne ging, lieferten alle sechs Kandidaten Auftritte ohne Patzer ab. Mit Zibbz und «Stones» gewann letztlich der Song mit der meisten Power – und die Band mit dem überzeugendsten Auftritt.

«Zeit, das Ding wieder mal zu rocken»

Zum Schluss war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Zibbz und dem Lausanner Alejandro Reyes («Compass»), die als Favoriten in die Selektionsshow gegangen waren. Die Geschwister gewannen dann mit 153 Punkten zu 120.

Fest steht auch schon der Termin des ersten Schweizer Auftritts: Zibbz treten im ersten Halbfinal am 8. Mai an – unter anderem gegen die Vertreter des Rekordsiegers Irland. Hoffentlich bleibt es nicht bei einen Auftritt. Die Chancen sind intakt. In Epineys Worten: «Höchste Zeit, das Ding wieder mal zu rocken.»

Die Bilanz der vergangenen ESC-Teilnahmen ist für die Schweizer Kandidaten ernüchternd: Seit DJ Bobos Vorrunden-Flop im Jahr 2007 haben es in den letzten 10 Jahren mit Anna Rossinelli (2011) und Sebalter (2014) nur zwei Acts ins Finale geschafft, wo beide dann allerdings bei der Entscheidung um den Titel keine Rolle mehr spielen konnten. Der letzte Sieg ist genau 30 Jahre her: Damals gewann die Kanadierin Céline Dion mit «Ne partez pas sans moi».

In der Bildstrecke sehen Sie die sechs angetretenen Acts noch einmal in der Übersicht.
SRF schickt sechs gute Hit-Klone in den Endspurt

(fim)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Treki am 05.02.2018 03:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das Einzige

    was die Misere beenden kann ist wenn man an diesem korrupten Wettbewerb des lustigen Geträllers nicht mehr teilnimmt. Ich lese jedes Jahr die gleichen Zeilen und jährlich ist die Antwort darauf- Switzerland land zero points

    einklappen einklappen
  • Alexander Uster am 04.02.2018 22:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wollt ihr das wirklich?

    Egal wer Auftritt... die CH bekommt 0 Punkte. Sehts doch ein und lasst es einfach sein.

  • gueni am 04.02.2018 22:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Misere beenden?

    Nei, können sie nicht. Der ESC ist ein Politikum.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Denise am 05.02.2018 10:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sFreiamt rockt de ESC

    also ich kenne ZIBBZ und weiss wass sie dauf haben..für diejenigen, die sie nicht kennen, er ist drummer bei Gölä und sie Backgroundsängerin und hat eine gewaltige Röhre:-)sie werden das Beste draus machen, bin ich überzeugt! toitoitoi

  • Baron1291 am 05.02.2018 10:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    geld aus dem fenster geworfen...

    schade um das geld was immer für diesen esc aus dem fenster geworfen wird! schon was diese auswahlshow gekostet hat hätte man besseres machen können!

  • max62 am 05.02.2018 10:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur eine Möglichkeit.

    Es gibt nur eine Möglichkeit die Misere zu beenden.

  • Anastasia Verschnitt am 05.02.2018 10:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hübsches Geschwisterpaar

    singen ja sie, trifft wenigsten die Töne, jedoch die Drums sind, naja, mein 8 jähriger Enkel kann das schon besser.

  • freelander am 05.02.2018 09:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ESC 2018

    keine Chance, die Schweiz könnte gerade so gut zuhause bleiben, frei nach dem Motto "Switzerland zero Point"