Heilsarmee in Malmö

17. Dezember 2012 07:40; Akt: 17.12.2012 09:14 Print

«Wir gehen nicht missionieren»

von Isabelle Riederer - Die Heilsarmee fährt für die Schweiz an den ESC nach Malmö. Dabei kann sie auf ein starkes Netzwerk zählen. Sie hat Anhänger in ganz Europa.

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Die Heilsarmee mit ihrem Eurovision-Song «You and Me». Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal
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Christoph Jakob, Sie sind der Frontsänger der Heilsarmee-Truppe. Wie geht es Ihnen und der Band nach dem Sieg in der Schweizer Vorentscheidung des Eurovision Song Contest?
Christoph Jakob:
Uns geht es sehr gut. Wir sind überglücklich. Es war eine riesige Überraschung für uns.

Umfrage
Freuen Sie sich über den Sieg der Heilsarmee?
51 %
15 %
34 %
Insgesamt 2615 Teilnehmer

Glauben Sie, dass Sie in Malmö einen Vorteil haben, weil Sie von der Heilsarmee sind?
Ich denke schon, dass wir als Heilsarmee einen Vorteil haben. Vor allem in Grossbritannien, wo die Heilsarmee gegründet wurde, und auch in den skandinavischen Ländern sind wir bekannt und haben viele Anhänger.

Bassist Emil ist mit 94 Jahren der älteste Teilnehmer am ESC überhaupt. Wie geht es ihm?
Für ihn ist das alles sehr aufregend, aber wir müssen ihn auch schonen. Seine Gesundheit geht vor.

Es heisst, die Band könne gar nicht am ESC teilnehmen, weil sie ein christlicher Verein ist.
Ich bin mir sicher, dass wir am ESC-Final teilnehmen.

Was sagen Sie zu den Homophobie-Vorwürfen, mit denen Sie in den letzten Wochen konfrontiert wurden?
Die sexuelle Orientierung eines Menschen spielt für mich keine Rolle. Wir von der Heilsarmee akzeptieren jeden Menschen so wie er ist.

Wie viele Spendengelder stecken in der Produktion ihres ESC-Songs «You and Me»?
Die Produktionsfirma Hitmill ist uns finanziell entgegengekommen. Der Rest stammt aus unserem Marketingbudget, das zum Teil durch Spenden finanziert wird.

Wollen Sie in Malmö auch neue Mitglieder finden?
Nein, wir fahren nicht dorthin, um zu missionieren, sondern um die Schweiz zu vertreten.