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Neuer «Tatort»
14. Mai 2012 20:25; Akt: 15.05.2012 09:04 Print
Das kann man von «Skalpell» erwarten
von Niklaus Riegg - Pfingstmontag wird der zweite Luzerner «Tatort» ausgestrahlt. 20 Minuten hat «Skalpell» schon gesehen.

Delia Mayer und Stefan Gubser. (SRF/D. Winkler)
Die Handlung: Was erst nach einem Beziehungsdelikt im Ärzte-Milieu aussieht, entpuppt sich als ein Drama um intersexuelle Kinder (Hermaphroditen). Ein geradezu klassischer «Tatort»-Plot, das Drehbuch von Urs Bühler ist weitaus ausgereifter als das der ersten Luzerner Folge «Wunschdenken».
Herausragend: Jessica Oswald.
«Tatort»-Mördersuche legt Seite lahm
Am Sonntag mussten sich die Zuschauer nach dem «Tatort» selbst auf die Suche nach dem Mörder machen – im Internet: Der Killer wurde erstmals nicht am TV ermittelt, sondern in einem Online-Spiel. Der Tatort.de-Server hielt dem Andrang aber nicht stand und brach laut Bild.de zusammen. Mittlerweile scheint das Problem behoben – bis Samstag kann noch mitgetippt werden.
Die Hauptfiguren: Neu stösst die Polizistin Liz Ritschard, gespielt von Delia Mayer, zum Team von Kommissar Flückiger. Diese passt viel besser auf eine Schweizer Polizeistation als Vorgängerin Sofia Milos.
Die Nebenfiguren: Eine grosse Qualität von «Skalpell» ist, dass selbst kleinere Rollen überzeugend besetzt sind. Besonders Jessy Oswald sticht in der Rolle des intersexuellen Teenagers Alme Krasnici heraus.
Die Atmosphäre: Hier hat Regisseur Tobias Ineichen hervorragende Arbeit geleistet. Der Film wirkt bedrückend und mitreissend – ohne dass zu dick aufgetragen wird.
Die Stadt: Luzern Tourismus kann sich freuen – in Luzern scheint tatsächlich einmal die Sonne. Trotzdem wird die Stadt nicht zu kitschig in Szene gesetzt.
Die Synchronisation: 20 Minuten hat nur die Schweizer Fassung gesehen. Doch sowohl Delia Mayer als auch Tobias Ineichen betonen, dass die Hochdeutsch-Synchronisation nicht mehr im übertriebenen Kuhdeutsch gestaltet wurde.
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Alle 5 Kommentare

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Zurück zum Tatort-Gedanken
Wieso nicht zurück zum eigentlichen Tatort-Gedanken? Muss denn die Handlung immer noch komplizierter und vorallem mit solchen Ausdrücken wie "intersexuelle Kinder (Hermaphroditen)" verbunden sein. Wieso nicht wieder einmal ein einfacher, dafür aber spannender Tatort?
Suuper
Endlich kann ich Luzern auch mal in nem Film sehen, und kenne alle Drehorte.
Von wegen Sonne
Die Sonne scheint in Luzern nicht weniger und nicht mehr als in Zürich. Nur wissen das nur die Luzerner, weil viele Zürcher ja nie aus ihrem grösseren Dorf rauskommen.