Neue Show, alte Gesichter

11. Oktober 2017 05:39; Akt: 11.10.2017 07:08 Print

SRF holt 4 Quiz-Veteranen aus der Versenkung

Anfang 2018 feiert auf SRF 1 eine neu konzipierte Spielshow für den Samstagabend Permiere. Für das neue Format müssen alte Kräfte ran.

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Beni Thurnheer kehrt 2018 in einer neuen Quizshow vor die TV-Kamera zurück – diesmal allerdings nicht als Moderator, sondern als Herausforderer. Mit solchen Sendungen wurde er bekannt: Von 1980 bis 1991 war er Gastgeber von «Tell-Star» und führte durch über 250 Folgen Weils so schön ist, noch ein Retro-Bild von Beni National, es stammt aus dem Jahr 1978. Damals moderierte er die «Glückskugel», ebenfalls eine Quizshow. An Turnheers Seite quizzelt Gabriela Amgarten mit. Sie präsentierte «Risiko» von 1992 bis 2000. Und so hübsch war ihr Studio damals eingerichtet. Die Show machte mit einem Betrugsfall (verfrühte Antwort: «Fussballer Moldovan») 1998 ungewollte Schlagzeilen – ein Kandidaten war vorab an die richtigen Antworten gekommen und hatte so 95'000 Franken erspielt. Das ist Raymond Fein, von 1987 bis 1993 Moderator von «Traumpaar». Heimlicher Star der Show war allerdings das rosa Maskottchen Schnüfeli, das Kandidaten auch als Trostpreis mit nach Hause nehmen konnten. René Rindlisbacher führte von 2011 bis 2015 durch vier Staffeln der Zock-Show «Die Millionenfalle». Er komplettiert das Quizlegenden-Team, das am 3. Februar ... ... als Herausforderer antreten wird. Wenig überraschend wird Sven Epiney durch das neue Format führen. Er hat für SRF schon über 20 Sendungen moderiert. Darunter 2016 die erste Staffel der Quizshow «Wir mal vier». Es folgt eine Übersicht, was «Allzweckwaffe Epiney» für SRF schon alles moderiert hat. Er übernahm die Präsentation der . Er hat durch die Entscheidungsshow für den geführt. Für sass er in der Jury. Die Verleihung der schmiss Sven ebenfalls schon mehrmals souverän. , wo Ruedi Rymanns «Schacher Seppli» zum Übersong gekürt wurde. Unvergessen: Fürs gleiche Format legte Epiney 2007 einen kleinen Strip hin. Dann gab es den ... ... und den . Sven bei der . Wer erinnert sich noch daran? Es gab mal . Mehrere , hier 2014 auf dem Bundesplatz in Bern, hat Sven erfolgreich gemeistert. 2005 seilte er sich für im Lötschental ab. Wir kommen zu den Wurzeln: Die Kochshow war Svens erste grosse Show. Er moderierte sie von 2004 bis 2010. Auch ist ein Epiney-Klassiker.

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Beni National kommt wieder vor die Show-Kamera: Zusammen mit Gabriela Amgarten (55), René Rindlisbacher (54) und Raymond Fein (67) – vom SRF in einer Medienmitteilung als «Quizlegenden» zusammengefasst– tritt Beni Thurnheer (67) ab Februar als Herausforderer bei einer neuen Samstagabendkiste an.

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Der Name der Show: «Besser als die Quizlegenden». Konzept: Zuschauer müssen eine Qualifikationsrunde bestehen und sich danach in einem Wissensduell gegen die Ex-Quizmoderatoren behaupten. Mögliches Preisgeld: 100'000 Franken.

Wieso keine neuen Gesichter?

Alle vier Aushängeschilder der Sendung waren in teils längst vergangenen TV-Tagen für eine eigene Spielshow bekannt: Beni Thurnheer moderierte «Tell-Star» (1991 eingestellt), Raymond Fein «Traumpaar» (1993 eingestellt), Amgarten «Risiko» (2000 eingestellt) und Rindlisbacher «Die Millionenfalle» (lief bis 2015).

Da sei die Frage erlaubt: Wieso bietet SRF für ein neues Eigenformat alte Kräfte auf? «Niemand eignet sich besser als Gegner in einem Wissensspiel als wahre Quiz-Profis. Mit ihrer Erfahrung werden die beliebten und bekannten ehemaligen Quizmoderatoren eine wahre Herausforderung sein für die Kandidaten», sagt Reto Peritz, Bereichsleiter Show bei SRF.

Trotzdem schwingt mit, SRF hätte – aus Mangel an frischen Moderationstalenten? – eigens eine Sendung um und für die altgedienten Moderatoren gebaut. Peritz kontert: «Die Sendung vereint ein Stück TV-Geschichte mit einem spannenden, innovativen Quiz.»

«Sand im Getriebe der Legenden»

Gabriela Amgarten nimmt den ihr zugeschriebenen Legendenstatus mit einer Prise Ironie. Zu 20 Minuten sagt sie: «Ich werde Gas geben.» Allzu leicht soll es für die Kandidaten nicht werden. «Allerdings weiss ich nicht, ob das Öl im Getriebe noch reicht oder der Sand sich bei uns Legenden schon eingeschlichen hat.»

Und wer wird die neue Kiste moderieren? Genau, Sven Epiney (45). Der Walliser hat für SRF bisher über 20 verschiedene Sendungen präsentiert – eine Auswahl davon sehen Sie in der Bildstrecke.

Wer gegen Thurnheer, Fein, Amgarten und Rindlisbacher antreten will, kann sich ab heute hier bewerben. Premiere hat «Besser als die Quizlegenden» dann am 3. Feburar 2018 auf SRF 1.

(fim)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • August Augur am 11.10.2017 07:17 Report Diesen Beitrag melden

    Wahnsinn!

    Das darf doch einfach nicht Wahr sein! Sven am Radio, Sven am Bildschirm, Sven aufgewärmt zur besten Sendezeit mit einem aufgewärmten Format!! Und wir bezahlen für diesen Müll noch Gebühren. SRF wandert langsam in die RTL-Gefielde ab!

    einklappen einklappen
  • Pong am 11.10.2017 07:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Oje

    Wir wollen keine "neue" Samstagabendkiste mit alten Klamotten! Die Gebührenzahler werden nächstes Jahr Klartext reden bei der Abstimmung, da hilft die teure Task-Force um De Weck gar nichts im Hintergrund. Die SRG ist auf gutem Weg sich selbst abzuschaffen.

  • Martin M. am 11.10.2017 07:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Charme-Offensive

    Die SRG gibr gerade Vollgas mit Eigenwerbung, Image-Kampagnen, Strassenaktionen etc. Sie wirbt um die Gunst der Gebührenzahler mit deren eigenem Geld, Und wozu? Im Leutschenbach herrscht die nackte Ngst vor der bevostehenden No-Billag-Abstimmung. Ich bin sicher: danach endet die Bauchpinselei der Zuschauer abrupt und es heisst wieder Business As Usual. Was für eine Heuchelei!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mr. Spock am 11.10.2017 18:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das nenn ich mal

    "Service Public". Ganz grosses Kino

  • Geist Reich am 11.10.2017 17:19 Report Diesen Beitrag melden

    Fernsehen abschalten

    Fernsehen abschalten, das einzige Motto in der heutigen Zeit

  • Silme am 11.10.2017 17:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    BILLAG GEJAMMER

    Mich nervt das ständige Billag Gejammer in den Kommentaren. Verzichtet dich ganz auf TV - so spart ihr Geld und müsst euch nicht über die kommende Sendung aufregen.... Ich freu mich jedenfalls drauf die Quiz Gesichter aus meiner Kindheit wieder zu sehen:-)

    • Mr. Spock am 11.10.2017 17:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Silme

      soso, sie freuen sich auf ihre Jugendidole. Wenn es ihnen so wichtig ist würden sie sicher auch dafür bezahlen z.b. per Pay-Tv oder? Ich hingegen habe SRF noch nicht mal gespeichert, warum soll ich dann dafür bezahlen wenn ichs nich schaue? Bezahlen sie für etwas das sie nicht brauchen und nicht wollen? Wohl kaum

    • nicht am 11.10.2017 18:59 Report Diesen Beitrag melden

      ja klar funktioniert garantiert

      Ja klar kein TV also kein Billag, so einfach geht das nicht. Zum einen muss Radio zwingend bezahlt werden wenn man einen Internet Anschluss hat, zweitens ist es nicht möglicht SRF zu sperren und den Rest trotzdem zu schauen. Die haben sich bei der Gestaltung des Gesetzes und all die Jahre schon was überlegt, damit Geld fliesst auch wenn man SRF nicht schaut - oder weshalb gibts für den Stuss noch keine Abolösung?

    einklappen einklappen
  • Mäni Hubler am 11.10.2017 13:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dopplet oder nüüt

    Das waren noch Gassenfeger, damals: Dopplet oder nüüt mit Mäni Weber als richtigem Promi. Ein Konzept, das damals gut war, ist es huch heute noch. Oder spannende Krimis wie Graf Yoster

  • Thomas Meier am 11.10.2017 11:29 Report Diesen Beitrag melden

    peinliche Langeweile

    Es ist beschämend, wenn die geistige Windstille so gross ist, dass nur noch Eingemachtes aufgewärmt wird. Bei einem Sender, der sich als national bezeichnet, ist das äusserst schwach. Etwas mehr Konkurrenz würde die Sache wesentlich spannender machen.