Miss-Schweiz-Wahl 2013

31. Oktober 2012 07:33; Akt: 01.11.2012 08:14 Print

«Man will nicht nur die Sonnenseite sehen»

von Isabelle Riederer - Die Miss-Schweiz-Wahl wird zur Casting-Show. 20 Minuten Online hat TV-Experten zum neuen Konzept befragt.

Bildstrecke im Grossformat »
Stéphanie Berger erklomm als 17-Jährige 1995 den Thron der Schönsten der Schönen. Später wurde die Blondine aus Bern Moderatorin bei Star TV und gründete ihre eigene Band X-Age. Melanie Winiger wurde am 9. Dezember 1996 in Genf zur Miss Schweiz gewählt. Die Tessinerin ist heute als Schauspielerin gut im Geschäft und machte auch dank ihrer Ehe mit Rapper Stress Schlagzeilen. Ein Jahr später ging das opulente Diadem in den Besitz von Tanja Gutmann über. Ab 2001 spielte die Bernerin in mehreren deutschen Fernsehproduktionen mit. Seit Januar 2012 ist die 35-Jährige mit ihrem eigenen Reise-Magazin «Die Holiday Checker» auf Sat.1 Schweiz zu sehen. Mit diesem Lächeln hat sie die Juroren bezirzt: Sonja Grandjean. Um die süsse Zürcherin wurde es aber recht bald wieder still. Nach ihrem Amtsjahr kehrte sie ins normale Berufsleben zurück. Mittlerweile ist sie verheiratet. 1999 war das Jahr der Anita Buri. Von 2003 bis 2007 war die Thurgauerin mit dem ehemaligen Fussballspieler Marc Hodel verheiratet; sie haben einen gemeinsamen Sohn. Mit ihrer Miss-Schweiz-Vorgängerin Sonia Grandjean und der Tänzerin Eljadus Kedves gründete sie 2007 die Salsa-Tanzgruppe «Las Missticas». Mahara McKaye war 19, als sie im Jahr 2000 zur Schönsten gekürt wurde. Die Aargauerin, die in Neuseeland geboren wurde, konnte nach ihrem Antsjahr weiterhin als Model, Moderatorin und DJane arbeiten. Ihre Nachfolgerin war die süsse Jennifer Ann Gerber. Die 19-jährige Aargauerin errang den Titel 2001. Unmittelbar nach ihrem Amtsjahr begann sie im Herbst 2002 als Moderatorin bei Radio 32 und arbeitete weiterhin als Model. 2003 widmete sich Gerber wieder ganz dem Modeln. Seit 2007 moderiert sie die Fernsehsendung Automobil Revue TV. Mit Nadine Vinzens setzte sich im Jahr darauf ein optisch ähnlicher Typ durch. Seit 2004 lebt die Bündnerin in Los Angeles und versucht, als Schauspielerin Fuss zu fassen. Vinzens war drei Jahre lang mit dem Punk-Musiker Neshawn Hubbard verheiratet. Die Halb-Kanadierin Bianca Sissing aus Luzern gewann den begehrten Titel 2003. Bei den Miss Universe- und den Miss World-Wahlen kam sie unter die ersten Fünfzehn. Sissing lebt noch immer in Luzern und ist mittlerweile verheiratet. Mit Fiona Hefti durfte endlich mal wieder eine Blondine strahlen. Die Zürcherin, eigentlich ausgebildete Primarlehrerin, wandte sich nach ihrem Amtsjahr dem Journalismus zu. Seit 2007 ist sie mit Milliardär Christian Wolfensberger verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Am 17. September 2005 wurde Lauriane Gilieron aus Lausanne zur Miss Schweiz gewählt. Über eine halbe Million Franken konnte sie während ihres Amtsjahres einnehmen und war damit eine der erfolgreichsten Missen. Nach ihrem Amtsjahr zog es sie in die Traumfabrik Hollywoods, wo sie sich als Schauspielerin zu etablieren versucht. Christa Rigozzi eroberte die Juroren 2006 mit ihrem Tessiner Charme. Seither ist die Blondine als Model und Moderatorin gut gebucht. An der Seite von Roman Kilchsberger und DJ Bobo führte sie 2011 und 2012 durch die Casting-Show «Die Grössten Schweizer Talente». Seit dem 20. August 2010 ist sie mit ihrem langjährigen Freund Giovanni Marchese verheiratet. 2007 schaffte es Amanda Ammann auf Platz eins. Die St. Gallerin lebte zum Zeitpunkt der Wahl in Lausanne und studierte in Genf Internationale Beziehungen. Sie schloss das Studium im Jahre 2010 mit dem Bachelor ab. Auf Ammann folgte die Gymnasiastin Whitney Toyloy aus Yverdon. Sie war erst 18 und damit die jüngste Teilnehmerin im Feld. Später nahm Toyloy eine Studium der Hotelfachschule Lausanne auf. Die platinblonde Linda Faeh setzte sich 2009 gegen die schöne Konkurrenz durch. Die St. Gallerin versucht gerade, eine Gesangskarriere zu lancieren. Kerstin Cook machte während ihres Amtsjahres vor allem als falsche Oxford-Studentin Schlagzeilen. Mittlerweile hat sie sich als Model etabliert und lief an der Londoner Fashion Week 2012. Unsere vorläufig letzte Miss Schweiz heisst Alina Buchschacher. Die Bernerin ernetet derzeit Negativ-Schlagzeilen, da sie sich seltener als ihre Vorgängerinnen an öffentlichen Anlässen zeigt. Immerhin: Ihre Beziehung zu Freund Fabian hat nach wie vor Bestand.

Alina Buchschacher wurde am 24. September 2011 zur Miss Schweiz 2011 gewählt - nach 626 Tagen muss sie im Sommer 2013 ihre Krone nun abgeben.

Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Am 8. Juni 2013 wird die Miss Schweiz 2013/14 im Zürcher Hallenstadion gewählt, wie die Miss-Organisation am Dienstag, dem 30. Oktober bekannt gab. Nebst Sat.1 als neuem Fernsehpartner machen die «Pre-Shows» die grösste Veränderung aus.

Umfrage
Wie gefällt Ihnen das neue Konzept der Wiss-Schweiz-Wahl?
36 %
64 %
Insgesamt 1631 Teilnehmer

Mit der sechsteiligen TV-Serie sollen die Mädchen dem Publikum nähergebracht werden. Die anfangs 18 Kandidatinnen werden in drei Gruppen eingeteilt und bekommen mit Christa Rigozzi, Fiona Hefti und Nadine Vinzens eine Ex-Miss als Coach. Pro Gruppe fliegen zum Schluss zwei Mädchen raus. Das erinnert an Heidi Klums Show «Germany’s Next Topmodel». Missen-Mami Karina Berger sieht das nicht so: «Die Pre-Shows haben zwar Castingcharakter, aber mit ‹GNTM› sind sie nicht vergleichbar. Wir wollen die Mädchen so zeigen, wie sie sind, doch mit unter die Dusche gehen wir mit der Kamera nicht.»

«Die Zahlen haben eine klare Aussagekraft»

Ob die Pre-Shows die Miss-Wahl wieder auf Kurs bringen, steht in den Sternen. Fernsehexperte Beat Antenen ist skeptisch: «Die Zahlen der letzten Miss- und Mister-Wahlen haben eine klare Aussagekraft. Ich glaube einfach, dass sich nur ein kleiner Teil des Publikums dafür interessiert.»
TV-Profi Chris Hanselmann, der zurzeit sowohl für Sat. 1 wie auch für den ehemaligen Missen-Partner SF Sendungen produziert, spürt Potenzial: «Ich finde das Konzept der Pre-Shows eine clevere Strategie. Damit kann man die Dramaturgie ausbauen und die Kandidatinnen besser etablieren.»

Auch Fernseh-Macher Yves Schifferle glaubt an das neue TV-Konzept, doch weiss er, worauf man achten muss. «Eine Casting-Show lebt wie jede gute Geschichte von tollen Charakteren und einem packenden Abenteuer. Die Zuschauer wollen nicht nur die Sonnenseite sehen. Jetzt liegt es an den Machern, diese Geschichte spannend zu erzählen.»

«Castingshows sind keine neue Erfindung»

TV-Produzent Björn Hering freut sich, dass die Miss-Wahl weiter über den Bildschirm flimmert. «Ich hätte es sehr schade gefunden, wenn die Miss-Wahl verschwunden wäre. Die Miss gehört zur Schweiz wie Rösti und Fondue.» Das Konzept der neuen Pre-Shows findet er ganz gut, wobei: «Castingshows sind zwar keine neue Erfindung, aber manchmal kann man auf Bewährtes setzen und Erfolg haben.»

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Celine, am 31.10.2012 16:36 Report Diesen Beitrag melden

    WOOOW

    WOOOW das ist ja mal eine gaaaanz neue Idee und überhaupt nicht nachgemacht und vor allem so einzigartig!!..ähm ja schluss jetzt mit dem Sarkasmus. Hört doch einfach auf....

  • NavyCIS am 31.10.2012 14:57 Report Diesen Beitrag melden

    Navy CIS

    sogar die gefühlte 100ste Wiederholung der alten Sendungen von Mister Gibbs und Co. wird mehr Zuschauer haben als diese Sendung Aber nur zu...^^

  • empty()set am 31.10.2012 13:08 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist unfair, so unfair...

    Während die Frauen zwei Wahlen haben, die sie schauen können (Mister Schwiez UND Miss Schweiz), gibt es keine Wahl, die für Männer interessant wäre. Und solange die Hälfte der Zuschauer kategorisch ausgeschlossen wird, wird es auch nichts mit den Quoten! Abendkleider sind ja schön und nett, aber schlussendlich wollen Männer Frauen in Bikinis sehen! Am besten rennend - oder Schlammcatchend. Es dürfen auch Frauen mit Ecken, Kanten und Persönlichkeit sein. Aber bitte keine, die dauernd "Mann", "wow" oder "mega" sagen. (Das war jetzt in Anlehnung an den Bachelor.)

  • tom am 31.10.2012 12:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Miss-Wahl

    Am besten gleich aufhören als einen weiteren Castingmist zu produzieren.

  • J. B. am 31.10.2012 11:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Grund mehr...

    Yesss... und wieder eine Sendung mehr mit gewissem Brechreizpotenzial. Ein Grund mehr die Glotze auszuschalten und mich mit meiner eigenen Miss zu vergnügen. Wenn die Fernsehmacher so weiter wursteln, werden wir künftig wohl vermehrt Geburtenstarke Jahrgänge erleben ;-)