«The Voice»-Brandy

13. Februar 2013 10:28; Akt: 04.03.2013 16:10 Print

«Die Musik ist meine Mahlzeit»

von Carina Iten - Mit neun Jahren stand Brandy Butler mit Stevie Wonder auf der Bühne. Heute musiziert sie mit Kleinkindern und begeistert als Souldiva. Eine Castingshow passte da erst nicht ins Konzept.

Quelle: Youtube
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Vor acht Jahren zog es die gebürtige Amerikanerin Brandy Butler aus der Grossstadt Philadelphia in die Schweiz. Als Au-Pair wollte sie eigentlich nach Paris oder London – gelandet ist sie in Bonstetten. Vis-à-vis von einem Bauernhof. «Ich hatte in meinem Leben noch nie einen Bauernhof gesehen und dachte nur: Wo bin ich hier bloss gelandet?», sagt Brandy zu 20 Minuten. Es war die Zeit, als im Kaufleuten die Open-Mic-Veranstaltungen liefen. Sie ging hin, fand bald Freunde, erste Auftritte folgten und dann lernte sie ihren Partner kennen. «Alles ging Schlag auf Schlag.»

In der Schweiz machte sie sich dann als Backgroundsängerin diverser Schweizer Künstler wie Florian Ast oder Sophie Hunger einen Namen. Heute steht sie als Souldiva mit ihren eigenen Bands «Fonxionaires» und «Chamber Soul» auf der Bühne. Dann, vor knapp zwei Jahren, kam ihre Tochter Ruby auf die Welt und seit kurzem gibt sie Musikunterricht für Kleinkinder. Alles läuft bestens, Zeit für eine Casting-Show bleibt eigentlich kaum.

Keine Lust auf Casting-Show

«Ich wurde von der Produktionsfirma angefragt und habe mehrmals abgelehnt», so Brandy. Am Schluss liess sie sich dann aber doch zum Vorsingen überreden. «Ich hatte ein wenig Respekt mitzumachen. Es hat auch gewisse negative Seiten, wenn man bereits im Musikbusiness arbeitet und dann zu einer Casting-Show geht.» So fielen dann auch die Reaktionen in ihrem Umfeld gemischt aus. «Natürlich haben sich die meisten gefreut, aber meine Bandmitglieder waren auch skeptisch, wie das mit uns weiterlaufen soll.»

Vielleicht hat niemand mehr einen Platz für mich

Doch das Konzept der Show brachte die Soulsängerin dazu, über ihren Schatten zu springen. «Das Coole finde ich, dass man die Möglichkeit bekommt, Schweizer Talente zu entdecken.» Der Sieg steht bei ihr nicht im Vordergrund, vielmehr die persönliche Entwicklung. Als letzte Kandidatin der Vorrunde war ihr von Anfang an bewusst, dass es sein kann, dass kein Platz mehr frei ist in den Teams. «Wenn doch, dann wäre Marc Sway oder Philipp Fankhauser meine Wahl, die liegen mir stilistisch am Nächsten.»

Ihre musikalische Karriere begann aber nicht erst in der Schweiz. «Ich bin mit Musik gross geworden.» Mit neun Jahren sang sie sogar mit Stevie Wonder auf der Bühne. «Als Stevie Wonder bei einem Konzert fragte, wer auf die Bühne wolle, haben mich meine Eltern vorgeschubst.» Ein Auftritt, den sie nie vergisst. «Das Foto steht heute noch als Erinnerung auf meinem Klavier.»

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Die neusten Leser-Kommentare

  • liatia am 13.02.2013 14:02 Report Diesen Beitrag melden

    super

    ich habe das Glück, Brandy persönlich zu kennen, und die Frau hat eine Hammerstimme und super Ausstrahlung. Pefekt für Monsieur Fankhauser. Go Brandy!