Teenie-Drama mit Twist

15. August 2017 10:24; Akt: 15.08.2017 10:24 Print

«Riverdale» ist der Serien-Hit des Jahres

Mit fünf Auszeichnungen hat «Riverdale» an den diesjährigen Teen Choice Awards alle anderen Serien hinter sich gelassen. Höchste Zeit also, den TV-Erfolg näher vorzustellen.

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Die Hauptdarsteller von «Riverdale» bedanken sich am Sonntag an den Teen Choice Awards für die Auszeichnung in der Kategorie «Beste TV-Drama-Show». Die Serie hat zudem die Preise für den «Besten Schauspieler in einem TV-Drama» (Cole Sprouse), die «Beste neue TV-Serie», den «Besten neuen TV-Star» (Lili Reinhart) und das «Beste TV-Pärchen» (Lili Reinhart und Cole Sprouse) abgestaubt. Der Serien-Hit, der bei Netflix im Stream ist, basiert auf den amerikanischen «Archie»-Comics. Die Figuren tauchten bereits 1941 in den Comics des gleichnamigen Verlags auf und bekamen 1942 ihre eigene Reihe – hier ist das Cover der ersten Ausgabe. 2015 bekam «Archie» ein Redesign verpasst. Die Figuren wirken seither moderner und der Look wandelte sich von unschuldigem Colour-Blocking zu stimmigerem Neon. Die Protagonisten der Serie stellen wir dir in der Folge vor. Look und Feel der Serie orientieren sich an den neuen «Archie»-Comics. Hier sind die Protagonisten Archie (KJ Apa), Betty (Lili Reinhart) und Veronica (Camila Mendes) zu sehen, die sich gern im Diner der fiktiven US-Kleinstadt Riverdale treffen. Und so sieht der moderne Archie in der Serie aus. Obwohl die Bilder gern leicht surreal überzeichnet sind, haben die Macher darauf verzichtet, der Hauptfigur zu rote Haare und gar auffällige Sommersprossen zu verpassen. (20) spielt Archibal «Archie» Andrews. Apa hat bereits Serienerfahrung: In seiner neuseeländischen Hauptstadt wirkte er ein Weilchen in der Soap «Shortland Street» mit. Da er braune Haare hat, muss er diese während der Dreharbeiten zu «Riverdale» alle zwei Wochen rot nachfärben – Augenbrauen inklusive. Vulture.com verriet er, dass die Stylisten ihm beim Brauen-Bleichen versehentlich die Haut verbrannt hätten. (20) spielt Elizabeth «Betty» Cooper. Die Amerikanerin machte bereits in einigen Indie-Streifen mit und hatte eine Rolle in der äusserst kurzlebigen Sitcom «Surviving Jack». Sie und Co-Star Cole Sprouse sollen nicht nur in der Serie, sondern auch im echten Leben etwas am Laufen haben. (23) spielt Veronica Lodge. Ihre Rolle in «Riverdale» ist ihr erster bezahlter Job als Schauspielerin, sagte sie im Gespräch mit der «Glamour». Erst vergangenen Sommer schloss sie die Tisch School of the Arts der New York University ab. (25) spielt Forsythe «Jughead» Jones III. Der Amerikaner hat von allen jungen Schauspielern der Serie am meisten Erfahrung; denn von 2005 bis 2008 war er zusammen mit seinem Zwillingsbruder Dylan in der Disney-Hit-Sitcom «The Suite Life of Zack & Cody», von 2008 bis 2011 in deren Nachfolge-Serie «The Suite Life on Deck» und ebenfalls 2011 im darauf basierenden Film «The Suite Life Movie» zu sehen. Während Cole nun in «Riverdale» mitwirkt, hat Dylan kürzlich eine eigene Met-Brauerei in New York eröffnet. (22) spielt Cheryl Blossom. Wie der Grossteil des restlichen jungen Casts hat auch sie noch kaum Film- und Serienrollen vorzuweisen. Der «Glamour» verriet die Amerikanerin, dass sie mit Co-Star Lili Reinhart zusammenwohnt. (27) spielt Josephine «Josie» McCoy. Letztes Jahr war sie kurz in der Comedy-Drama-Serie «Younger» zu sehen und spielte 2017 die Hauptrolle im Netflix-Film «Deidra & Laney Rob a Train», der zurzeit auf dem Portal im Stream ist. (25) spielt Kevin Keller, die erste offen schwule Figur des Archie-Comics-Verlags. In Staffel eins hatte er eine Nebenrolle, die für Season zwei ausgebaut werden soll. Neben dem jungen Haupt-Cast mischen in «Riverdale» auch einige Serien-Veteranen mit. Einer von ihnen ist (50, rechts), der Archies Vater Frederick «Fred» Andrews spielt. Der Amerikaner wurde berühmt mit der Rollen des Dylan McKay im 1990er-Jahre-Hit «Beverly Hills, 90210». Und (46) ist als Bettys Mutter Alice Cooper (jep, wie der Rocker) zu sehen. Die Amerikanerin blickt auf eine lange Serien-Karriere zurück; ihre bekannteste Rolle bleibt derweil die der Shelly Johnson in «Twin Peaks», dessen Setting durchaus an das von «Riverdale» erinnert.

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«Beste TV-Drama-Show», «Bester Schauspieler in einem TV-Drama», «Beste neue TV-Serie», «Bester neuer TV-Star» und «Bestes TV-Pärchen» – «Riverdale» ist der grosse TV-Abräumer der Teen Choice Awards 2017, die am Sonntag in Los Angeles verliehen wurden.

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Diesen bemerkenswerten Erfolg nehmen wir zum Anlass, dir die Serie näher vorzustellen. Und wenn sie bei dir eh schon Binge-Watching ausgelöst hat, erfährst du hier vielleicht ein, zwei neue Dinge – oder kannst uns in den Kommentaren unten erzählen, was wir ausgelassen haben.


Der Trailer zur ersten Staffel von «Riverdale». (Quelle: Youtube/Netflix UK & Ireland)

Darum geht es: Der Mord an High-School-Schüler Jason Blossom (Trevor Stines) erschüttert die titelgebende Kleinstadt Riverdale. Dabei sind die Leben der Teens im Zentrum der Geschichte sowieso schon turbulent genug, schliesslich steht Betty Cooper (Lili Reinhart) auf Archie Andrews (KJ Apa), der wiederum eine Affäre mit Musiklehrerin Geraldine Grundy (Sarah Habel) hatte und nun mit der neuen Schülerin, Veronica Lodge (Camila Mendes), anbandelt. Teenie-Drama mit einem düsteren Twist also.

Darauf basiert die Serie: Die Figuren und die Kulisse entstammen den «Archie»-Comics von 1941. 2015 erhielten die Teenager eine Generalüberholung, die nun die optische Grundlage der Serie darstellt. Eigentlich wären die Comics eine ziemlich maue Vorlage, liefern die in einem Diner abhängenden All-American-Teens abseits der üblichen Seifenoper-Problemchen doch wenig Potenzial für ein packendes Drama (das Spin-off mit dem Predator mal ausgenommen). Darum wurde das Setting um besagten Mord erweitert.


«Looper» zeigt, wie die Figuren aussehen würden, wenn sich die Macher strikter an der Comic-Vorlage orientiert hätten. (Quelle: Youtube/Looper)

Daran erinnert sie: Ein toter High-School-Schüler in einer Kleinstadt, verbotene Affären und ein Diner, in dem die Protagonisten regelmässig einkehren (und Mädchen Amick im Kern-Cast) – die Ausgangslage von erinnert frappant an die Serie «Twin Peaks». Allerdings spricht «Riverdale» dann doch weniger deren Fans an und eher die von «Gossip Girl», «Pretty Little Liars» oder «Veronica Mars».

Das sagen die Kritiker: «Die Sendung macht süchtig.» (Vulture.com) «Die Show ist sich ihrer absurden Vorlage inklusive Seifenoper-Dramen bewusst und spielt damit, weshalb sie schön knackig daherkommt.» (Vox.com) «Auch wenn die Serie vorhersehbar und gar künstlich sein kann, ist sie trotzdem so lebhaft und einladend, dass man schwer wieder davon loskommt.» (LATimes.com)


In diesem Featurette fragt sich der Cast: «Who Killed Jason Blossom?» Das ist eine klare Referenz auf die brennendste aller Fragen von «Twin Peaks»: «Who Killed Laura Palmer?» (Quelle: Youtube/tvpromosdb)

Hier ist sie zu sehen: Netflix hat sich die internationalen Vertriebsrechte der Serie gesichert und bietet alle 13 Folgen der ersten Staffel im Stream an.

Dann startet die zweite Staffel: Während du bei den meisten anderen Serien ungefähr ein Jahr warten musst, bis eine nächste Season startet, gibt «Riverdale» ordentlich Gas. Die erste Staffel ging am 11. Mai 2017 zu Ende und am 11. Oktober startet bereits die zweite. Also auf dem US-Muttersender The CW. Aber nur einen Tag später, also am Donnerstag, 12. Oktober, ist die Folge auch bei Netflix zu sehen; neue Episoden kommen dann im Wochenrhythmus.


Auch den Figuren in der Serie ist es aufgefallen: Im Gegensatz zu den Original-Comics ist Archie hier ziemlich heiss. (Quelle: Youtube/moviemaniacsDE)

(shy)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Teolein am 15.08.2017 11:16 Report Diesen Beitrag melden

    Netflix

    Coole Serie ist empfehlenswert Leute!

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  • Maria am 15.08.2017 11:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super Serie

    Ein Schauspieler heisser als der/die andere. Aber auch sonst gut gemacht. Die Leute sehen einfach zu gut aus um wahr zu sein. Gut gemacht Netflix - gibt was zum angucken :D

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  • Mello am 15.08.2017 18:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Southside

    Empfehlenswert! Sogar Referenzen zu den alten Archie comics haben sie platziert :)

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mello am 15.08.2017 18:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Southside

    Empfehlenswert! Sogar Referenzen zu den alten Archie comics haben sie platziert :)

  • Maria am 15.08.2017 11:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super Serie

    Ein Schauspieler heisser als der/die andere. Aber auch sonst gut gemacht. Die Leute sehen einfach zu gut aus um wahr zu sein. Gut gemacht Netflix - gibt was zum angucken :D

    • Ok am 16.08.2017 08:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Maria

      Wenn das alles ist dann weiss ich was ich sicher nicht schauen werde.

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  • Teolein am 15.08.2017 11:16 Report Diesen Beitrag melden

    Netflix

    Coole Serie ist empfehlenswert Leute!

    • Simking am 15.08.2017 11:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Teolein

      Ja ist gut...war oder ist der direkter Konkurrenz von 13 Reasons why...oder besser bekannt auf deutsch...Tote Mädchen Lügen nicht...muss aber auch zugegen, dass mir diese Serie, 13 Reasons why, auch besser gefallen hat...aber trotzdem ist Riverdale sehr gut gelungen.

    • Teolein am 15.08.2017 13:24 Report Diesen Beitrag melden

      13 Reasons Why

      @Simking Ja 13 Reasons Why und Riverdale sind total unterschiedliche Serien welche beide gut gelungen sind. 13 Reasons Why sollte eher zeigen wie Teenager einen einzelen Menschen durch Kleinigkeiten das Leben schwer machen können...

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