Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Neue Messtechnik
27. November 2012 19:27; Akt: 27.11.2012 19:29 Print
Dieser Klotz könnte die TV-Welt umpflügen
Ab 2013 werden die TV-Einschaltquoten in der Schweiz neu gemessen. Das wurde auch Zeit. Oder kennen Sie jemanden, der ein altes Messgerät besitzt?
Ab dem 1. Januar 2013 werden die Einschaltquoten in der Schweiz mit einer neuen Technologie erfasst. Ein neues Gerät sowie eine spezielle Software machen es möglich, dass auch zeitversetztes Fernsehen sowie der TV-Konsum via Computer gemessen werden können.
Die neue Technologie ermöglicht es, den Fernsehkonsum der Schweizer Wohnbevölkerung präziser abzubilden. Dieser wird seit den 1980er Jahren mit Geräten erfasst, die an den TV-Geräten von repräsentativ ausgewählten Haushalten angeschlossen sind. Den in den vergangenen Jahren stark veränderten Sehgewohnheiten tragen diese Geräte jedoch nur noch ungenügend Rechnung.
Mediapulse, die Stiftung für Medienforschung, steigt deshalb am 1. Januar 2013 auf ein neues Messsystem um, von dem sie sich eine sehr präzise Abbildung des Schweizer Fernsehkonsums verspricht. Es handle sich um einen «Paradigmenwechsel», sagte Isabel Wenger am Dienstag vor den Medien in Zürich. Sie ist bei Mediapulse für die Einführung der neuen Technologie zuständig.
Die neue Technologie vergleicht den vom Fernsehsender ausgestrahlten Ton mit demjenigen, der beim Zuschauer empfangen wird. Mit diesem sogenannten «Audio Matching» ist es möglich, eine Fernsehsendung zu identifizieren, selbst wenn sie Tage nach der Ausstrahlung betrachtet wird.
Grössere Abweichungen möglich
Mit der Einführung der neuen Geräte dürften sich die Einschaltquoten verändern. Von den Haushalten, die heute ein Messgerät besitzen, ist künftig nämlich keiner mehr vertreten. Dadurch kann es zu grösseren Abweichungen kommen, wie Mediapulse- Geschäftsleiter Manuel Dähler erklärte.
Dazu kommt, dass jetzt viel mehr Haushalte für eine Messung in Frage kommen als früher. War früher ein TV-Gerät Voraussetzung, braucht man neu nur noch einen «fernsehfähigen Bildschirm». Dies kann auch ein Computer-Monitor sein.
Neu gibt es zwei TV-Quoten
Dadurch kommt es zu einer Umstellung bei den Messwerten. Künftig wird nicht mehr mit einer, sondern mit zwei Quoten gerechnet. Eine umfasst die Nutzung am Tag der Erstausstrahlung (inklusive zeitversetzter Wiedergabe), die zweite bildet den Konsum über die kommenden sieben Tage ab.
Wie sich die Ergebnisse ab Januar 2013 verändern werden, darüber lässt sich laut Dähler derzeit nur spekulieren. Ein Grossteil der neuen Teilnehmer ist bereits rekrutiert. Insgesamt beteiligen sich rund 2000 Haushalte an den Messungen.
Die Mediapulse-Gruppe misst den Fernseh- und Radiokonsum in der Schweiz. Sie verfügt über einen gesetzlichen Auftrag. Für die Erhebung der Nutzungsdaten erhält sie auch Beiträge des Bundes.
Die bisherigen Messgeräte für die TV-Einschaltquote sind ein Phantom. Oder haben Sie schon einmal eine mit eigenen Augen gesehen? Berichten Sie uns davon!
(sda)
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.
-
Alle 99 Kommentare

Die Printausgabe von 20 Minuten gibts jetzt auch als ePaper.
Die 20 Minuten App Familie
Thank god it's Friday!
DIE Nightlife-Website für Partyverrückte aus aller Welt




















Repräsentativ
Hmmm, wenn ich das Sehverhalten einer repräsentativen Gruppe mit dem Sehverhalten einer anderen repräsentativen Gruppe vergleiche, wo kommen denn da grössere Abweichungen zustande? Ich würde mir dann aber wirklich mal den Kopf zerbrechen was "repräsentativ" bedeutet! Hat da schon mal jemand eine Statistikvorlesung besucht?
sorry
ich muss zugeben, ich habe gelogen, besitze keine solche Box :)
es gibt sie.....!
wir haben so eins....stimmen jeden tag ab, was uns gefällt...schon seit fast 2 jahren...doch ende 2012 wird es eingezogen...!
Naja
Und arbeitet bei SF!? Statistikmacher?!