Stefan Gubsers Nachfolger?

14. Juni 2018 16:39; Akt: 14.06.2018 16:39 Print

Max Simonischek will zum Schweizer «Tatort»

Der schweizerisch-österreichische Schauspieler steht für eine Nebenrolle beim Kölner «Tatort» vor der Kamera – und hat Blut geleckt.

Bildstrecke im Grossformat »
Aktuell dreht Max Simonischek (35) für eine kommende Folge des Kölner «Tatort». Darin spielt er einen homosexuellen Polizisten, der durch einen Mord seinen Lebensgefährten, ebenfalls Polizist, verliert. «Zum einen ist da der Verlust des Lebenspartners, zum anderen ist meine Figur Aussenseiter im Polizeirevier», erzählt der Schauspieler 20 Minuten, «dadurch entsteht von vielen Seiten Druck und ein Spannungsfeld, das viel Potenzial und viele Möglichkeiten zum Spielen lässt.» Hier posiert er mit den beiden Kölner «Tatort»-Kommissaren Dietmar Bär (57, links) alias Freddy Schenk und Klaus J. Behrendt (58) alias Max Ballauf, die bereits seit 1997 in der deutschen Stadt TV-ermitteln. An die Arbeit am «Tatort» könnte sich Simonischek gewöhnen, verrät er und fügt an: «Aber nur in der Schweiz.» Auf den folgenden Slides zeigen wir, warum der 35-Jährige für den Job als Krimi-Ermittler taugt. 2012 und 2017 gab Simonischek den selten einem Schäferstündchen abgeneigten Kommissar Laim in den ZDF-TV-Filmen «Die Tote ohne Alibi» und «Laim und die Zeichen des Todes». Der zweite Streifen lockte letztes Jahr über fünf Millionen Zuschauer vor den Bildschirm – das Interesse am ermittelnden Max ist also durchaus gegeben. Zwar verkörperte Simonischek im 2017er Kinoerfolg «Die göttliche Ordnung» keinen Gesetzeshüter, zeigte unter anderem als WK-Soldat aber, dass ihm Uniformen durchaus stehen. Könnte für den «Tatort» durchaus wichtig sein. 2014 spielte Simonischek den zunächst paragrafenreitenden und später an seinem Handeln zweifelnden Polizeiinspektor Robert Frei zur Zeit des Nationalsozialismus. Mit dieser Rolle wurde der ermittelnde Max auch einem Kinopublikum bekannt. Aktuell klärt das Duo Reto Flückiger (Stefan Gubser, 60) und Liz Ritschard (Delia Mayer, 51) die Fälle in den Schweizer «Tatort»-Folgen auf. Zwei Filme werden noch gemacht, Anfang 2019 stellt der Luzerner «Tatort» die Ermittlungen ein und SRF eröffnet eine neue Zürcher Zweigstelle. Wie das Limmatstädter Kommissarenduo aussehen wird, steht noch nicht fest. In der Umfrage von 20 Minuten von Anfang April wünschten sich die meisten User Simonischeks «Akte Grüninger»-Kollegen Anatole Taubman (47) als männlichen Hauptdarsteller im Zürcher «Tatort». Bei den Frauen lag Melanie Winiger (39) am weitesten vorn. Seit dem letzten Jahr ist die Zürcherin als Gerichtsmedizinerin Derya Güzel in den «Mordkommission Istanbul»-Fernsehfilmen zu sehen.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Nach dem strengen Ehemann in «Die göttliche Ordnung» und dem womanizenden Ermittler in «Laim und die Zeichen des Todes» steht Max Simonischek (35) aktuell als homosexueller Polizeibeamter vor der Kamera – und zwar für den Kölner «Tatort».

Umfrage
Sehen Sie Max Simonischek als nächsten Schweizer «Tatort»-Kommissar?

«Ich spiele einen Tatverdächtigen, den Lebensgefährten des Opfers», verrät der Schweiz-Österreicher, «beide sind schwul und haben bei der Polizei gearbeitet, weshalb sie Mobbing ausgesetzt waren.»

Das «Tatort»-Theater

Die Umstände seien von der Realität inspiriert, führt er aus: «Ein mit der Regieassistentin befreundeter Polizist ist homosexuell und verheimlicht das vor den Kollegen. Das ist wahrscheinlich ähnlich wie im Fussball – wir sind gesellschaftlich anscheinend noch nicht so weit, dass das in jeder Berufsgruppe akzeptiert wird.»

Die Arbeit am «Tatort»-Set sagt Simonischek zu. Man merke, wie eingespielt die Truppe nach rund 20 Jahren sei – es habe was vom Theaterschaffen, weil stets dieselben Maskenbildner und Beleuchter eingesetzt würden und man ein gewohntes Umfeld habe. Daran könnte er sich durchaus gewöhnen – «aber nur in der Schweiz».

Zürcher «Tatort» mit Simonischek?

Gegenüber 20 Minuten enthüllt Simonischek, dass er gern für den Schweizer «Tatort» vor der Kamera stehen würde, nun, da die Tage des Luzerner Ermittlerduos Flückiger/Ritschard (Stefan Gubser, 60, und Delia Mayer, 51) gezählt sind.

«Ich finde es schon mal toll, dass die Handlung nach Zürich zieht, da diese Stadt für Krimis eine Menge hergibt», findet er und nennt «Strähl» aus dem Jahr 2004 als gutes Beispiel für einen in der Limmatstadt spielenden Kriminalfilm.

Nicht ohne meine Mami

Der momentan in Berlin lebende Schauspieler hat auch schon eine Wunschpartnerin, sollte er für den Job des «Tatort»-Kommissars angefragt werden: «Meine Mutter. Sie hat in Deutschland schon oft Kommissarinnen gespielt. Das würde eine gute Mischung aus Krimi und Zündstoff zwischen Mutter und Sohn ermöglichen.»

Der Gedanke sei noch ziemlich frisch. «Für den kommenden ‹Zwingli›-Film haben wir erstmals miteinander gedreht, und da sind wir auf die Idee gekommen, dass wir doch den Schweizer ‹Tatort› übernehmen könnten.» Schmunzelnd fügt Simonischek an: «Aber nach uns geht es ja leider nicht.»

(shy)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • El Rico am 14.06.2018 16:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Christian Kohlund for Tatort!

    Der Kohlund solls machen.

    einklappen einklappen
  • Daniela Feldmann am 15.06.2018 11:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sofort

    Das wäre zumindest mal ein Grund, den Tatort anzusehen.

  • Pumpi am 14.06.2018 17:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    SRF wird entscheiden

    Kann sich jeder Schauspieler mal in Position bringen. Aber eine etwas älteren Kommissar fände ich besser und bitte nicht mit der Mutter als Partnerin. Flückiger und Gubser haben vorgelegt und gilt es zu ersetzen und sie waren ein gutes Gespann.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Daniela Feldmann am 15.06.2018 11:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sofort

    Das wäre zumindest mal ein Grund, den Tatort anzusehen.

  • Polizischt W. am 14.06.2018 20:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da brauchts etwas mehr 

    Die nächste Pfeiffe! Das wird nichts mehr. CH Tatort ist tot!

    • Volle Kanne am 15.06.2018 11:25 Report Diesen Beitrag melden

      Für Zürich nur ....

      Ich würde Tatort , schauen wenn Victor und Mike die komisch-sare sind!

    einklappen einklappen
  • Drehbuchmacher am 14.06.2018 18:44 Report Diesen Beitrag melden

    Idee fürs Drehbuch

    Aber nicht nur "Tatort" ist eine Chance für die Beiden. Und sie nicht unbedingt den Sohn und die Mutter spielen sollen. Vielleicht sie als Gegner zu sehen. Das wäre spannend. Und nicht unbedingt als Kommisare. Er als junger Geschäftsführer, der am Grenze des Gesetzes balanciert und sie als eine Staatsanwaltin die vor Jahren seinen Vater zum Knast geschickt. Oder ja bleiben wir bei dem Schwulfaden - Sie Kriminaldirektorin, die homosexuelle Personen nicht leicht akzeptiert, und er - ein der besten Kommisaren, der seit Jahren sein Privates geheimsteckt.

  • Pumpi am 14.06.2018 17:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    SRF wird entscheiden

    Kann sich jeder Schauspieler mal in Position bringen. Aber eine etwas älteren Kommissar fände ich besser und bitte nicht mit der Mutter als Partnerin. Flückiger und Gubser haben vorgelegt und gilt es zu ersetzen und sie waren ein gutes Gespann.

  • El Rico am 14.06.2018 16:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Christian Kohlund for Tatort!

    Der Kohlund solls machen.

    • Sammy am 15.06.2018 10:16 Report Diesen Beitrag melden

      Alter

      Ist doch viel zu alt!

    einklappen einklappen