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26. November 2012 17:47; Akt: 27.11.2012 08:49 Print
Schadenfreude hält Casting-Shows am Leben
Seit Sonntagabend ist «X Factor» um ein Gewinner-Paar reicher. Wer das Finale für sich entschied? Ist eigentlich Wurst - Sie wollen es ja angeblich eh nicht wissen.
Passend zum Thema: Was wurde eigentlich aus den bisherigen Casting-«Wundern»?
Der Vollständigkeit halber wollen wir Sie über das Finale der Vox-Castingshow doch noch informieren: Steffen Brückner und Sarah Nücken alias Mrs. Greenbird entschieden das Finale von «X Factor» für sich. Ob das singende Hippie-Pärchen aus Köln aber in den kommenden Wochen auch einen Chart-Erfolg verbuchen kann? Wir wagen es zu bezweifeln.
Bildstrecken Hat es sich bald ausgecastet?Die «Supertalent»-Jury 2012Dschungelcamp 2013 - die ersten KandidatenUnd falls Sie bis jetzt nur Bahnhof verstanden haben – wir können Sie beruhigen. Nur die wenigsten haben das Finale der Singsause mit Sarah Connor und Scooter-Frontmann H.P. Baxxter verfolgt: Gemäss dem deutschen Medienmagazin DWDL.de waren es knapp 1, 11 Millionen Zuschauer. Lag es an Sarah Connor oder am Format an sich? Hat das Publikum die Casting-Masche einfach satt?
Wir haben Sie vor wenigen Wochen gefragt, lieber Leser, wie sehr Sie sich für Castingshows interessieren. Wobei – ganz einig waren Sie sich in Bezug auf den Castingshow-Overkill im deutschsprachigen Fernsehen nicht. Voilà, die Auswertung in Zahlen:
Wir haben 8695 Leser gefragt
Auf die Frage, ob Sie sich «Didda» Bohlen, Heidi Klum und Co. immer noch antun, gab eine Mehrheit von 51,14 Prozent an, immer mal wieder in Castingshows reinzuzappen. «Ganz oft», schalten knapp 30 Prozent ein, davon sind - Sie denken es sich bestimmt bereits! - drei Viertel weibliche Zuschauer.
Zu den beliebtesten Sendungen im Castingdschungel gehört übrigens mit 57 Prozent «The Voice of Germany», auf Platz zwei folgt «Das Supertalent» (warum?!), danach «Germany's Next Topmodel» und «Deutschland sucht den Superstar».
Beinahe hätten wir nicht mehr an das Gute in Ihnen gedacht - bis zur Frage «Warum sehen/sahen Sie sich Castingshows an?». Stolze 40,85 Prozent verkündeten, sich die Sendungen noch anzusehen, weil sie sich gerne über die Kandidaten lustig machen. Nur sieben Prozent gaben an, auf dem Fernsehsessel gefühlsduselig zu werden.
Ein schlechtes Gewissen haben die meisten dabei aber nicht. 49,56 Prozent der Teilnehmer sind sich einig: «Die Castingshows leben schliesslich davon.» Die Welt ist wieder in Ordnung.
(sim)
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Alle 19 Kommentare

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Schadenfreude !!
Das weiss man seit den erstten Casting-Shows. Keiner will Sieger sehen. Die Verlieren, die sich zum Affen machen, sind doch viel interessanter!!!
GENAU!
"Wer das Finale für sich entschied? Ist eigentlich wurst - Sie wollen es ja angeblich eh nicht wissen."
Totgeburt
Diese Shows machen den Teilnehmern vor das sie Stars werden können. Das es dazu Hingabe, Talent, Geduld, Durchsetzungsvermögen , und Glück braucht, reduziert sich hier meistens auf Glück. Ein Star zu werden ist harte Arbeit und fängt ganz unten an. Deswegen werden diese Teilnehmer als Komparsen des Systems verheizt und verschwinden wieder. Das System hat sich selbt zerstört.